Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 4 (27.7.1910)
- Date
- 1910-07-27
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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104 Der jüdische -Student. wenn, ich unter Studenten weilte. Wenn sie "vom Zionismus sprachen, dann wurde ich auch wieder, jur.g..'. .Und am meisten freut es inielv,\vemu ich'.. Sie ' hier sagen, höre:- „wir, sind ja. eigentlich, keine :Zionisten.a Denn ich sage mir: '.-wenn, .alle Juden solche Xicht-Zionisien wären.' dann brauchten wir keine „Propaganda mehr , zu treiben. Ich bin. überzeugt davon, 'dass der Tag kommen wird,, an '.dem alle Juden so wie Sie sagto:' '--wir sind keine > Zionisbnr*' und in " diesem Sinne arb eit eh . werden. Es -werden einmal alle so sprechen und arbeiten, -weil" es keine .andere Möglichkeit gibt, weil" es eine Notwendigkeit, ist,, dass es so kommt. Wir arbeiten, wir arbeiten schwer. Ich sehe mit Neid auf den Präsidenten zu/meiner Linken, der zwar auch ein schweres Amt hat, aber nicht so schwer, wie der Präsident .des A. *. C. Er sagt rSilentiumu — und die" ganze Korona ist mäuschenstill. Was'.'meinen Sie, wenn das beim A. C. so wäre! Da habe ich einen Hanuneiv in der Hand und schlage damit auf den .-Tisch": Aber es nützt nichts. Es fehlt;mir noch das rechte Kommando!. Aber wissen Sie, woher das kommt? Das. hemmt daher, weil wir: noch im Golus sind! Stolz sehe ich. auf. den Kongresssaal oder auf die Jahreskonferenz. Da sehe ich. Juden aus den verschiedensten Ländern vereinigt zur Arbeit für unser Volk. Wenn man dann ■ aber, in: die Yerliandlungen eintritt, dann kommt - einem, zum Bewusstseih, dass wir im Golus sind. Da. spricht ein Franzose, ein Engländer, ein Russe, der Deutscher, ein-Denis eher, der Russe ist. Da ist es denn nicht denkbar, dass man eine volle Disziplin halten kann. Und weil wir alle nicht nur - mit -dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen dabei sind, en-stehen Differenzen, die Entzweiungen herbeiführen. Diesmal aber-haben wir unsere Freundschaft aufs neue geschlossen,, derart, dass ich ..überzeuge . bin:' so " bald kann nicht wieder eine Misssüminmig kommen, die uns allen schmerzlich ist/ Das wollte ich Ihnen mitfeilen: dass -jetzt im Zionismus wieder Einigkeit herrscht, vollständige Einigkeit. Und jetzt. auf der Jah-.- rcskonferenz ist sie darin zum* Ausdruck gekommen,., dass Beschlüsse einstimmig gefasst worden sind! . Das ist das Angenehmste, was ich Ihnen mitteilen kann. Ich freue' mich, es zuerst. in der frohen Gesellschaft unserer Jugend, un-orer Hoffnung, unserer. Zukunft sagen zu dürfen. Ich danke Ihnen, für- Ihre Auf nähme, die Sie keine' Zionisten und doch Zlonisien sind!/— Ich rechne darauf,; dass'wenn uns.- einmal die Fahne aus den Händen gleiten wird, Sie sie aufnehmen, werden. Und warten Sie .damit nicht, bis wttot sind,' nehmen. Sie die Fahne noch, - wenn wir am Leben sind! Arbeiten Sie mit uns, beteiligen .Sie sich" am Kampfe! -. ' Ich . fordere die' 'Mitglieder der Jahr?sken"erenz auf, mit .mir 'einzustimmen: -'Unsere jungen- Freundevom V. J. St.-, sie sollen leben. — .hedad! lie'dadlhedadr -