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Der jüdische Student · 1910-06-21 · Heft 2-3 (21.6.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 2-3 (21.6.1910)
Date
1910-06-21
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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66 Der jüdische Student K. V. K. V.# solche Inaktive!) Sehr ungelegen kam diesmal das Passahfest, das die auswärtigen Bbr. Bbr. eine Woche länger als sonst zu Hause festhielt (andrerseits brachte es die nicht unerwünschte Substitution des Bieres durch Bowle mit sich). So i^t denn der Keilerfolg bisher gleich Null (von den 2 neuen Füxen hatte sich der eine schon in Obersehlesien aktiv gemeldet der andere war für das K. Z. V. vorgekeilt); insbesondere haben wir keinen Breslauer bekommen, so <jtass es um die Keilkräfte in den nächsten Ferien noch schlimmer, bestellt sein wird. Noch bezeichnender für unsere Notlage ist die Zusammensetzung der Aktivitas. In keinem andern K. V. müssen von den älteren Bbr. Bbr. so enorme Opfer gebracht werden wie hier. Auf unsern Hilferuf auf dem K. T. wrar uns die lieber- Weisung von jüngeren Burschen in Aussicht gesteilt worden; es wirkt wie ein Hohn, dass uns daraufhin ausser einem 9. Semester 2 in München inaktivierte 5. Semester überwiesen wurden, während wir hier aus Burschenmangel einem 7. Semester "die Inaktivierung versagen, ein anderes 7. Semester reaktivieren mussten! Unsere Burschen sind mit Ausnahme eines 3. lauter 7.;, 6. und 5. Semester! Die Chargen mussten mit 2 Examenssemestern, die überhaupt kaum Zeit erübrigen, geschweige denn täglich mit den jüngeren Leute zusammen sein können, und einem Fuxen. notdürftig besetzt werden. Die Inaktiven kommen zum grössteii Teil für die innere Vereinsarbeit nicht in Betracht, da sie fast alle im Examen stehen; und vor allem fehlt uns und wird uns immer mehr fehlen, der aktivste Inaktive, Ludwig Buttermilch. So können wir für das Semester keine grossen Erwartungen hegen und müssen uns mit der Hoffnung trösten, dass im Winter von dem Ueberfluss Freiburgs und Münchens ein Erkleckliches für das Stiefkind des B. J, C. abfallen wird (unsere Burschen werden fast alle am Schluss des Semesters inaktiviert!). ' . Ein geregeltes Vereinsleben hat seit der Antrittskneipe, die bei sehr schwachem Besuch ganz gemütlich verlief, erst jetzt wieder begonnen, da nach den Pfingstferienzunächst der Tod Butteriniichs unsere Gedanken und unsere Zeit absorbierte. ^Neben dem regelmässigen Turn- und Fechtbetrieb hat bis jetzt ein wissenschaftlicher Abend stattgefunden, auf dem J- A. B. Marcus " über Assimilation sprach. Ausserordentlich wohlgetan hat uns in unserer Trauer um Buttermilch die Tatsache, dass seine Bedeutung in allen K. V. K. V. voll gewürdigtworden ist, obwohl er fast nirgends persönlich bekannt war. Unser herzlichster Dank für die allseitigen Beweise der Teilnahme sei an dieser Stelle ausgesprochen, insbesondere dem K. V. München, der den Verstorbenen durch Eintragung ins Goldene . Buch ehrte. Wir bitten, möglichst alle Büchsenleeruhgon im-B. J, C für diese Eintragung zu verwenden. Wir selbst haben \uis selbstverständlich korporativ an der

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