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Der jüdische Student · 1910-06-21 · Heft 2-3 (21.6.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 2-3 (21.6.1910)
Date
1910-06-21
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Der jüdische Student 55 Strassburger Fall. Die Mitglieder des K. C, die im Ehrenger iehc sassen, haben sich die grösste -Mühe gegeben, durch Ehrenerklärungen eine friedliche Erledigung zustande zu bringen, die aber an der völligen Unzugiinglichkeit der Mitglieder des V. J. St. scheiterte. In den Kreisen des K. C. werden derartige Konflikte immer lebhaft bedauertdoch können selbstverständlich im Falle schwerer Beleidigungen seine Mitglieder nicht verhindert werden, nach seinen statutarischen Grundsätzen zu verfahren. Hochachtungsvoll! Die z. Z. im K. C. präsidierende Verbindung Bavaria, Heidelberg, Karlstr. 9. Den Abschluss bildete eine Erklärung von uns mit einem Zusatz der Redaktion: An die Redaktion .... des Israelitischen Familienblattes Hamburg. % . ■ Sehr geehrte Redaktion! Die Veröffentlichung der' z. Z.' L K. C. präsidierenden Verbindung Bavaria in Nr. IS Ihrer Zeitung vom 5. Mai zwingt uns, so unerquicklich uns diese Presscampagne auch ist, Ihnen folgende Erklärung mit der ergebenen Bitte um Abdruck zu übersenden: . 1. T)ie im K. C. präsidierende Verbindung Bavaria erklärt unsere Behauptungen in unserem Eingesandt vom 14. 4. \ kurzerhand für unwahr. Das hier eingeschlagene Ver- :; 'fahren der Polemik — die Behauptungen des Gegners . summarisch als unwahr zu bezeichnen — mag zwar äusserst bequem sein, es dürfte sich aber doch empfehlen, vor Aufsteilung einer solchen Behauptung genauere Informationen einzuziehen. Wir bemerken, dass wir - jede der von uns angeführten Tatsachen dokumenta- ' risch beweisen können. . 2. Zu der irreführenden Bemerkung des K. C: „im Falle ■ ■ V schwerer Beleidigungen können seine Mitglieder nicht y verhindert werden, nach seinen statutarischen Grund- Sätzen zu verfahren," stellen wir fest: in dem „berühmten Strassburger Fall** wie auch bei nahezu .allen son- / stigen Konflikten ist der Verein jüdischer S t u -" - den'ten der Provozierte und infolgedessen die for-. dernde Partei gewesen. 3. Wir 'stellen fest, dass wir im Interesse der jüdischen. . Sache, und insbesondere um'eine Schmälerung des jüdischen Ansehens zu vermeiden, wiederholte Versuche geT macht haben, Konflikte zwischen jüdischen Corporationen zu verhindern. Diese Bestrebungen sind gescheitert - : durch das mangelnde Entgegenkommen des K. C, der ste,ts nur sein Korporationsinteresse in "einseitiger und

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