Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 1 (27.4.1910)
- Date
- 1910-04-27
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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32 Der jüdische Student. Unser lieber A. H. Isidor Rosenbaum in* Königshütte Wurde uns durch den Tod entrissen. ' . 3. IV. 10. Henrvk Cohn. ■*■ ' *' Maecabaea. Die Ferientätigkeit der wenigen in Berlin zurückgebliebenen beschränkt sich vornehmlich auf die Keiiarbeit, die etwas straffer organisiert bei dauernder Kontrolle der Keilenden ein wenig mehr Erfolg zu zeitigen verspricht als in den früheren Sommersemestern. Ausser unserem Fuxen Pinner, der sich schon vor den Ferien "aktiv meldete, hat .sich uns ein Herr stud. jurr Steinitz, Königshütte angeschlossen. .Die Bundesbrüder treffen sich mindestens zwei Mal "wöchentlich auf der Kneipe oder im Cafe. Das# Purimfest der hiesigen nationaljüdischen Vereine haben wir sehr zahlreich mitgemacht, uns auch an einer Generalversammlung zur Vorstandswahl irrt Jugendbund beteiligt, wo wir durch unser geschlossenes Auftreten unsere Kandidaten glänzend durchgebracht haben. Das neue Semester beginnen . wir wegen der Feiertage erst Mittwoch, den 4. Mai, nachmittags 3 h Cafe Monopol. Da wir aber an demselben Abend jedenfalls schon Antrittskonvent und in" derselben Woche möglichst Antrittskneipe haben werden, bitten , wir alle an uns Ueberwiesenen, im Interesse der Keilarbeit und zur Vorbereitung der Antrittskneipe bereits Ende April nach Berlin zu kommen. 9, IV. 10.- L. Kneller. Marburg. Der V. J. St. Marburg ist in diesen Ferien, so stark, wie früher kaum im Semester. Wir sind hier 7 V. J. Ster, die sich zum Examen vorbereiten Das Yereinsleben blüht natürlich unter diesen Umständen und besondersin den mittaglichen Spaziergängen. Alle sind mit der Keilarbeit in Hcssen-2\assau sehr beschäftigt. Vom K. T. ist der Kampf gegen den K. C. beschlossen worden, und wir glauben, dass dies das beste Mittel sei, uns für diesen Kampf zu stärken . und gleichzeitig dem K. C. empfindlichen Schaden zuzufügen. Wir fuhren am 5. März nach Fulda zu einem Ball, der von den dortigen Abiturienten veranstaltet worden war. Dieser Ball glich einem Couleurbummel; alle Richtungen des jüdischen Studenten-, tums warenhier vertreten: V. J. A., V. J. St., K. C; Thuringia München; Salia, Würzeburgia und Veda, Wurzburg. Diese letztere hatte 7 Leute geschickt. Es sollte.dies für uns ein Beispiel sein, wie man zu keilen hat. Bei uns würefen sich keine < V. J. St.er das Opfer auferlegen und dreier Keilfuxe halber von Würzburg nach Fulda fahren. Doch glaube ich, dass wir die einzigen waren, die mit Erfolg sich betätigt haben, zwei von diesen Keilfüxen werden nach Manchen gehen, und es ist sicher, dass sie bei geringer Bearbeitung aktiv werden. Am 2. April veranstalten wir eine Keilkneipe in Wiesbaden, zu der 15 Abiturienten aus Wiesbaden