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Der jüdische Student · 1910-04-27 · Heft 1 (27.4.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 1 (27.4.1910)
Date
1910-04-27
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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6 Der jüdische Student Ueberzeugung beibringen, zu der der Redakteur nie zu gelangen vermöchte: dass die Meinungsausserungen einer VergewaUigung witternden Minorität ungekürzt und wörtlich veröffentlicht werden ■ müssen, selbst wenn sie nur zum Teil ganz aktuell und im übrigen nicht grade concis sind. Zur babylonischen Verwirrung. Es ist tief bedauerlich, dass entsprechend den Leistungen des vorigen Präsidiums auch das neue Präsidium sich der gegenwärtigen Situation im B. J, C. nicht gewachsen zeigt. Die überwiegende Mehrzahl der Berliner A. H. A. H. unter Führung; Zwirns, die in den Bezirksverbänden Hamburg, Baden, Oberschlesien, Posen, Rheinland-Westfalen organisierten A. H. A. FL, die V. I. St.en Berlin, Charlottenburg, Strassburg, Königsberg, Freiburg stellten fest, dass durch die K. T. Resolution eine offizielle Schwenkung ins zionistische Lager stattgefunden hat. Auch auf der Gegenseite —. man vergleiche die Erklärungen der „Makkabäa", welche die Resolution, eingebracht hatte, der V. I. St.en München urd Marburg —- ist man sich — wie differenziert auch die Ansichten über Wert und Bedeutung der Resolution besonders in den Köpfen der jüngeren Generation sein mögen — bezüglich derselben Feststellung durchaus einig, und deren Führer reiben sich wegen dieser vorzüglich gelungenen Ueberrumpelung vergnügt die Hände. Nur unser Präsidium ist anscheinend noch nicht aus seinem Winterschlaf erwacht und leistet sich den faulen Witz, eine neue Interpretation zur authentischen Interpretation des K- T. zu veröffentlichen. Nichts sei passiert. Aber auch garnichts. Ein Grund zu irgendwelcher Beunruhigung liege nicht vor. Man habe nur eiin „Arbeitsprogramm" aufgestellt, sonst hätte man ja nach der so lang gepflegten Ruhe, wo man doch alles vergessen hatte, nicht von neuem die Arbeit aufnehmen können. Zuerst muss doch geredet werden. Ausserdem diese exponierten Vereine, ßamit sind wohl besonders Königsberg und Strassburg gemeint. Hat man dort eine Ahnung von dem zionistischen Leben im „Monopol '°-Für Berlin wäre ja die Resolution nicht notwendig gewesen, da fehlt es nicht an Leuten, „die durch die Autorität ihrer Persönlichkeit unser Programm zur Geltung bringen." Beweis: nach dem letzten Monatsbericht sind dort sechs Leute ausgetreten und letzthin - so wird mir mitgeteilt — hat die mit vollem Mund im B. J. C. iür*Zion kämpfende ,,Makkabäa" drei Füxe in den B. C. rezipiert, obwohl diese erklärten. Nichtzionisten zu sein. An solchen Tatsachen aber können sich wirklich grosszügige Persönlichkeiten wie unsere jungen Berliner nicht weiter Strassen Ihre Vorstellungen von Bimdcsbrüdc'rlichkeit und Freundschaft machten es ihnen einfach zur heiligen Pilicht, in dieser Weise den

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