Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 11-12 (24.3.1910)
- Date
- 1910-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
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Der jüdische Student 297 Jetzt wurde auch die geistige Arbeit mehr in den Vordergrund geschoben, ac-?ser den Referaten über den Kongress und den laufenden Bressubersichten, an die .sich rege. Diskussion anschloss, referierte unser Fux Strauss über düe jüdischen Organisationen. Bbr. Meinhold Xussbaum sprach über die Zeit des Salons. Der Vortrag wurde auf unserm ersten Gcselkchaftsmiclmuttag gehalten. Ks wäre vielleicht verfrüht, über diese Institution schon jetzt ein Urteil zu fällen. Den Damen gefiel! es ungemein; doch scheint es mir für unsere Aktiven angemessener zu sein, die geistigen Kräfte auf die eigene Ausbildung zu verwenden und nicht so in diesem Sinne des £ 5 unseres K. T. Statuts zu wirken. Anlässlich der Kaisergeburtstags-Aunährt hatten wir Gelegenheit,- dem Rektor gegenüber energisch aufzutreten. Wir sind hier nicht im Ausschluss, und da dieser bei akademischen Festlichkeiten die Zugordmmg der Korporation unter sich ha" — wir hatten beim vorletzten Mal keine Ahnung davon --- marschierten wir als letzte mit auf. Auf unsere diesbezügliche Anfrage sollte uns der Rektrc einen festen Platz in der Zugordnung hinter dem Ausschuss anweisen. Darauf erklärten wir, dass wir mit dem Ausschuß nichts zu tun haben wollten.. r!a er uns die Aufnahme verweigert lube — er ist nebenbei jetzt nicht mehr im V. D. H. —. Es wurde uns deshalb vom Rektor die Erlaubnis gegeben, gesondert vom Ausschuss vorher in die Aula zu ziehen und die uns reservierten PIätz e ei n z11 n eh m en. An dieser Stelle möchte ich an junge Bbr. Pbr. die Bitte richten, im Sommer-Semester zu uns zu kommen. Für den Marburger Vciein ist es, wie* ich schon auf dem K. T. zu berichten Gelegenhek hatte, eine Lebensbedingung, im kommenden Semester die Chargen gut besetzt zu haben. Die Burschen, die hier bleiben, haben sämtlich Examen zu machen und kommen inrolgedes^cn für Chargen nicht in Betracht. Ich brauche nicht zu berichten, wie schön ein Sommer-Semester in Marburg ist, das ist im B. J. C. allgemein bekannt. Also auf nach Marburg! Persönliches: Ein E. R. dimittierte Bbr. Bluhm auf 1 Woche. Bbr. Schön erhielt vom E. R. eine verschärfte Rüge. 13. IL 10. Siegbert Nürnbc r g . Marbm kT weitere Verlauf des Semesters war bis zum Schluss befr," ad. Von Vorträgen wurde uoeh gehalten: B. i iöbenstein : Das Leben Jesu. Besonders angenehm gestaltete sieh der Sellins^ des Semesters durch eine Reihe von gemütlichen Abenden, die so recht den einzelnen, besonders den von Marburg scheidenden Bbr. Bbr., angenehme Erinnerungen sein werden. Zeigten *io doch, wie eng gerade eine veidndtnissinä^ig kleine Stadt wk Marburg durch den täglichen Verkehr die einzelnen Bbr. Bbr. aneinandersehliesst.