Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 11-12 (24.3.1910)
- Date
- 1910-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3537599-3537665-3537677--1453-3539553- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Der jüdische Student. 201 gehoben. Was in unseren Kränen stand, das habei w ir (es sei nochmals gesagt: zwei, sage und sehreibe — zwei Aktive und 3 inaktive llxamensemcster) getan. Deshalb können wir, wenn auch nicht gerade mit Stolz, so doch mit Befriedigung auf das verflossene Semester zurückblicken. Wir haben trotz der geringen Anzahl allen Pflichten der Repräsentation genügt nnd unsere Stellung in der jüd. Birgerschaft, soweit es nötig war, gehalten und gefestigt. Und auch in B. J. C. glauben wir eine Haltung eingenommen zu haben, die uiuercr bescheidenen Constitution entsprach. Wir lieben u. a. nicht sofort der Aufforderung des K. V. Strasburg zugestimmt und cinci: a. o. K.-T. beantragt, weil wir eine für (he zukamt des gesamten IB. J. C. so eminent wichtige Entscheidung nicht von der Ucherzeugtng und dem guten Glauben eines zahlenmäßig so kleinen Convents abhängig machen wollten. Wir warteten zunächst, und ietzv wo sich Königsberg für Einberufung eines a. o. K.-T. entschieden hat, schlkssen wir uns dem Antrage natürlich an. Wir. haben von den tns statutcumässig zustehenden Befugnissen keinen Gebrauch gemacht sondern uns eine lobenswerte Zurückhaltung anfcr 1 egt. Unsere Finanzlage hat sich insofern gebessert, als wir ohne fremde Hilfe 350 Mk. abgezahlt und 2ü0 Mk., de von uns zu Unrecht verlangt wurden, zurück*gewiesen haben. Die Beteiligung der beiden Aktiven, Pukus uni Siedner, war bei weitem ausreichend. Selbst noch fähigere Chargierte hätten mit den vorhandenen Mitteln ni:ln mehr leiten können. Sie wurden daher mit Dank dechargiert. Aber Puch mit der Betätigung der Inaktiver] können wir im g-mzen zufrieden sein. Laug allerdings weniger als namemlieh .V.cyer^olm zeigten lebheftes Interesse an allen Ereignissen des jüd. Lebens. Pr-.gtgcn v .,rjn wii gemi'tigt. w iederum gegen Eiseck vorzugehen, der aus ..e'.r.er Bes; reäüg am Beginn des Semesters rückt c.e vuns Jiensvevzc Kcnsequenz gezagen hatte. -1 ki seine Disziplin- und Interesselosigkeit ständig wuchs und keine Aussieht auf Aenderung dieses Zustandes vorhanden -rar, legte ihm der Erstchargierte auf dem Convent naive, sein Ycrluliuis zum B. J. C. zu lösen. E. sali selbst ein, dnss dies der einzig nögliche und gangbare Weg sei, und reichte sein Austrittsgesuch dii, das vom B. C. genehmigt wurde. Da Meyersohn und Lang uns Anfang Mai verlassen, bleiben Siedner und Pukas als einzige hier. Wir bedürfen akr, um erfolgreich keilen und unsere neue Kneipe einrichten zu käonen, einer bedeutenden Burschencorona und bitten dafür Sorge zu tragen. Es ist doch kein Opfer, ein S. S. liier zu verbringen, sondern, bei Gott, ein Genuss! Bedenkt doch, liebe Bbr. Bbr.: Datterbowlq,Schlos.Vöerg, Höllenthai und andere schöne Sachen. Alle, die die Absicht haben, im Sommer herzukommen, bitten wir, uns das umgehend mitzuteilen und möglichst früh zu erscheinen. Semesterbeghn: Mittwoch, 20. April 2 h. c. t. Wiener Cafe.