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Der jüdische Student · 1909-08-24 · Heft 5 (24.8.1909) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
6 (1909-1910)
Issue
Heft 5 (24.8.1909)
Date
1909-08-24
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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134 Der jüdische Student. dass wir nachträglich noch eine Art interner Feier veranstalteten, auf der wir Nordaus Gedenkrede vorn 7. Kongress und Stücke aus Herzls Schriften vorlasen.. Trotz der vielen Ermahnungen des Wirtes machten wir nur selten Kneipen auf unserem Kasino, dafür Bierabende und Exbummel, im Anschkiss daran manchmal nächtliche Spaziergänge durch den stockfinsteren Grunewald. In der letzten Woche trat unser Beleger Bbr. Eisack, Freiburg gegen seinen Vetter auf Säbel cum an und wurde von ihm abgestochen. Auf dem Schlusskonvent vom 28. 7. wurden in die Ferienkommission gewählt! Lutz Kneller, Max Lichtenstein, Erwin Goldemann. Alle Zuschriften und Geldsendungen an Kneller! Bbr. Fabian wurde A. H iert, Siedner nach Freiburg überwiesen. Allen Bbr. Bbr., die im nächsten Semester zu uns kommen, und die keinen ganz dringenden Lntschuldigungsgrund haben, machen wir offiziell, sich in der Nahe unserer neuen Kneipe iSchlüterstrasse 2) in Charlottenburg anzusiedeln. Semesterbeginn: Mittwoch, den 14. Oktober. 4. VIII. 09. * Blankenfcld. Marburg. Das verflossene Semester wurde von vielen eines der schönsten von Marburg genannt. Doch lässt sich leider nicht sagen, dass sich auch ausserhalb der Fuxenstunden und Diskussionsabende eine grosse geistige Regsamkeit bemerkbar gemacht hätte. Wieweit das an der Zusammensetzuni/ des Vereins la^ oder welo ches Mas^ von Schuld der" trägen Marburger Atmosphäre zuzuschreiben i->t, mag dahingestellt bleiben. Bei den kleinstädtischen Verhältnissen von Marburg, wo auch die Burgerschaft sich ständig von Verbindungen und Verbindungswesen unterhält, artet das Vereinsinteresse sehr leicht in Korporattonssimpelei aus. Im Juli wurden folgende Vorträge gehalten: von A. H. Robert Nussbaum über IL St. Chamberlains „Grundlagen des 19. Jahrhunderts", von Bbr. Katzenstein über „ NationaljudentumK, von Bbr. Meinhold Nussbaum über „Deutschtum und Nationaljudentum". An den letztgenannten Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an, an der sich fast alle Bbr. Bbr. beteiligten. Wie schon berichtet, haben wir uns zum Ausschuss gemeldet, trotz der früheren Ablehnung. Der Ausschuss hat in der Zwischenzeit seinen antikonfessionellen Charakter aufgegeben und gilt, da er alle Corporationen ausser dem V. J. St. umfasst, als Vertreter der Marburger Studentenschaft. Wir verlangten also keine Gefälligkeit, sondern nur unser gutes Recht in dem Aufnahmegesr.ch. Die Aufnahme wäre deswegen vorteilhaft gewesen, weil dadurch

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