Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 2 (21.5.1909)
- Date
- 1909-05-21
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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40 Der jüdische Student. . Dank den Bemühungen der Bbr. Bbr. sind die Aussichten die besten, un i es liegt kein Grund zu der Annahme vor, dass nicht in längerer Zeit aus kleinen Anfängen eine weltgeschichtliche Tat entstehen könne. Der Zusammenhang der V. J St.er unter einander ist ein sehr enger; zwei von ihnen suchen die Keilfüxe einen nach dem andern beim Skat an sich heranzuziehen. Sonntags aber gehen die beiden statt dessen zu vieren spazieren. Die Abende werden häufig zu gemeinsamen Wanderungen in die altberuhmte, maienschöne Umgegend benutzt, dabei pflegt ein stimmbegabter Bbr. erstaunliche Fähigkeiten an den Tag zu legen. — Quibus rebus cognitis wird es keinem von Euch verwunderlich erscheinen, dass der zu allen Hoffnungen berechtigende Most, den wir hier haben, in aller Ruhe ausgären muss und nichts verhängnisvoller wäre, als seine Kreise für die nächste Zeit zu stören. Rafael Straus. Göttingen. Nach längerer Unterbrechung saldieren wieder V. J. St.er in Göttingen. Schon in den beiden letzten Semestern weilte ein Münchener Inaktiver hier, in diesem Sommer sind noch 2 Bbr. Bbr. hinzugekommen, ein Breslauer und ein Berliner. Die Freude ist natürlich immer gross, wenn der Zu "all 1 ndesbrüder im ,,Exil" zusammenfuhrt. Unsere V. J. St.er-Täfigkcit ist vor allem dem »Jüdischen Jugendverein" gewidmet, in dem Bbr. Adolf Wolf (München) im vergangenen Semester das Amt eines stellvertretenden Vorsitzenden bekleidete. Es wäre wünschenswert, wenn Inaktive — Aktive sind anderswo nötiger — wegen dts sich bietenden jüdischen Wirkungskreises Gotungen als Studienort erwählten. Sie brächten keinerlei Opfer. Die Gegend ist schön, das Verhältnis zwischen den Studierenden ist beinahe herzlich zu nennen. Zu erwähnen ist noch, dass der Rabbiner der Gemeinde, Dr. Behrens, ein warmer Freund unserer Sache ist, was im Falle der späteren Gründung eines V. J. St. nicht zu unterschätzen ist. Adolf Wolf. Die Ruder-Abteilung in Berlin veranstaltet am Montag, den 24. Mai 1909 ihr Anrudern nach dem „Grossen Zug". Die gemeinsame Abfahrt der Gäste und Ruderer erfolgt um 10 Uhr präcise vom Bootsplatz Grünau, Dahmestrasse i. (Zum Anschluss -hieran muss spätestens der Zug, der 8 h -*"> vom Bahnhof Friedrichstr. abgeht, benutzt werden) Nachzügler fahren vom Göriitzer Bahnhof oder Stadtbahn nach Zeuthen und erreichen vom Restaur. „Hankels Ablageu aus den bei Rauchfangwerder belegenen Lagerplatz. Das Propramm des Tages ist abwechselungsreich.