Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 6 (1909-1910)
- Issue
- Heft 2 (21.5.1909)
- Date
- 1909-05-21
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3537599-3537665-3537668--1190-3539281- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Der jüdische Student 35 Wir werden also mit den 3 immer noch aktiven Inaktiven dieses Semester 12 Mann stark sein. Die provisorische Chargenwahl auf dem Antrittskonvent am 4. d. Mts. ergab: Adler X und XX, Roos XXX. In den Fuxenunterricht teilen sich Adler und Ludwig- Mayer. A. H. h. c. Dr. Grombachcr wird wieder einen Geschichtskurs übernehmen. Wir hoffen auf ein schönes und erfolgreiches Semester und wünschen unseren 1. K. V. K. V. dasselbe. Briefablage: Cafe Hofmann, Brogliephtz. Ludwig Mayer. Freiburg:. Die ersten Wo-hen des Semesters standen wie immer im Zeichen einer intensiven Keilarbxeit. Und es zeigte sich wieder, dass Freiburg im Sommer der dankbarste Boden für eine solche ist. Der Apparat funktioniert hier vorzüglich: der Pedell gibt uns taglich die Liste der jüdischen InncnatrikuHerten, die dann sofort von uns heimgesucht werden. Auf diese Weise haben wir bis jetzt über 100 Leute bearbeitet. Die Concurrenz der Ghibellinia und der Ivria macht sich dabei um sö> deutlicher fühlbar, als diese weit mehr Aktive zur Verfügung haben als wir. Im B. J. C. scheint man noch nicht zu der Erkenntnis gekommen zu sein, dass das Opfer, im Sommer Leute nach Frei bürg zu schicken, ein sehr lohnendes ist. Wir litten bei der Keüarbut sehr unter dem Mangel an Burschen, zumal da einige unserer Leute er-t sehr spät auf der Bildfläche erschienen. Wenn wir troizdiem bereits 13 Füxe zu verzeichnen haben, so ist. das" nicht zumt wenigsten der einigen Keilarbeit der Bbr. Bbr. vom rheinisch westfälischen Bezirksverband zu danken. Ueberhaupt machten wir hier auch in "diesem Semester immer wieder die. Frahrung, dass die Keilanbeit in den Ferien von Seiten der Bezirksverbände weit erfolgreicher und eindrucksvoller ist als die Arbeit im Semester. Die Füxe, die wir bereits reeipiert halben, sind die folgenden: jur. Robert Gidion aus Köln, jur. Fritz Glaser aus Krotoschia, jur. Max*.Goldschmidt aus Lissa,, jur. Siegfried Hodes aus Dresden^ med. Gustav Kaldenbach aus Grevenbroich, jur Siegfried Katzenstein aus Kölln, odont. Moritz Kobliner aus Kunmifc, med. Ernst Lyon aus. Köln, med. Georg Löewenbcrg aus Posen, jur. Rüben Manko aus- Alzenau, jur. Fritz Rosenthal aus Köln, jur. Leo Rueff aus Altkirch, jur. Max Ulmer aus Köln.