Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 9 (16.12.1908)
- Date
- 1908-12-16
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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190 Der jüdische Student. Bei den in dieser Woche stattgehabten Gemeindewahlen leistete ein Teil der Bbr. Bbr. Schleppdienste. Wir sind z. Z. etwas über 20 Aktive. Der Verkehr unter den einzelnen Bbr. Bbr. ist ein reger. Wir sind mit dem bevorstehenden Fahnenweihefest, dessen Vorbereitung einer .Vergnügungkommission übertragen wurde, sehr beschäftigt und laden zugleich unsere lieben A. H. A. H., i. a. B. i. a. B. und K, V. K. V. zu recht zahlreichem Erscheinen zum Feste ein. Eine besondere Einladung wird noch später zugehen. M a r t i n K u p f e r. Maccabaea. Wir begannen das Semester mit einer grossen Zahl von Füxen, die uns v >n den andern Kartellvereinen überwiesen wurden. Bei der Besetzung der Chargen hatten wir anfangs Schwierigkeiten, da Zamory, der auf dem Antrittskonvent zum X und F. M. gewählt war. aus persönlichen Gründen um seine Decharge bat. Die Chargen und Aemter sind jetzt folgendermassen besetzt: Ernst Pinner X und F. W., Hans Zamorv X X, F. M., Moritz Bileski XXX, Hans Schalscha. K. W. Die I. a. B. I. a. B. Herzberg und' Rosenblüth bestanden ihr Referendarexamen. Rosenblüth wurde zum A. H. ernannt; er ist so der erste A. H., der aus der Maccabaea hervorgegangen ist. Herzberg ist als Referendar in Küstrin, Rosenblüth ist noch hier und erteilt vorläufig den wissenschaftliuhen Fuxenunterrlcht. Als Kartelltagdelegierte wählten wir Herzberg und Rosenblüth, als Ersatzdelegierte Zamory und Raph. Strauss. Bisher haben wir 8 Füxe aufgenommen: Erich Oelsner, stud. ogr. aus Gnesen, Alfred Platz, stud. jur. aus Köln und S. D. Steinberg, stud. phil. aus Zürich. E rnst Fi n n e r X. Marburg. Obgleich sich die Zahl unserer Aktivitas diesen Winter im Vergleich zum vergangenen Semester in ziemlich bescheidenen Grenzen hält, — was wir übrigens auch nicht anders erwarten konnten — verspricht das Vereinsleben ein sehr reges zu werden. Unsere Antrittskneipe, an der etwa 50 Gäste teilnahmen, nahm einen sehr erfreulichen Verlauf und überzeugte die hiesige jüdische Bürgerschaft davon, das die Ereignisse vom Schluss des letzten Semesters uns nicht im geringsten geschwächt haben. Eine