Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 12 (19.3.1909)
- Date
- 1909-03-19
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 285 Von einer Schlusskneipe sahen wir aus praktischen Gründen ab. Schutz und Massenbacher bestanden das Physikum. Das Austrittsgesuch von Fux Salomon und C. K. Schönberg wurde genehmigt. C. K Ehrlich erhielt den Rat zum Austritt, dem er auch Folge leistete. Ein E. R. verurteilte i. a. B. Siegfried Weiner zu einer verschärften Rüge. Unsere Aussichten für das kommende Semester sind nicht gerade die günstigsten. Es wäre daher angehracht, wenn eine grössere Anzahl von Bbr. Bbr. im Sommer nach München käme. Für die Kneipe haben fernerhin gezeichnet: A. H. B.-Kasse 35 M., Baer 3 M., Goldscheider 10 M., Koschland 10 M., Massenbacher 5 M., Perlitz 20 M., Strauss 100 M., Henry Unna 10 M. Martin Kupfer. Maccabaea. Wir schlössen das Semester am 1. März. An grösseren Veranstaltungen bis dahin wäre nur zu erwähnen ein geselliger Abend, der von über 100 Personen besucht war. Es gab da — wie üblich — Bowlenkneipe, Tanz, Cabaret, Cottillon usw. Der Verlauf kann im allgemeinen wohl zufriedenstellend genannt werden. Der Schlusskonvent wählte zu Ferienchargierten: Erich Cohn, Ernst Pinner, Brückenstr. 7, Briefablage, K. W. Kurt Lewinsohn. Bbr. Eisack aus Freiburg trat gegen Herrn Schrimpf Teutoniae an und paukte aus. In den B. C. wurden nach bestandener Burschenprüfung Perlmann und Sehalscha aufgenommen. Inaktiviert wurden Zamory und Bileski. Wir überwiesen t. a, B. Bileski nach Breslau, Perlmannn nach Königsberg, Sehalscha nach Freiburg. Julius Rosenfeld wurde zum A. H. ernannt. Für das S. S. 1909 ist durch Conventsbeschluss offiziell gemacht, dass alle von auswärts kommenden nicht hier ansässigen Bbr. Bbr. in der Gegend zwischen Bahnhof Bellevue und Tiergarten Wohnung nehmen sollen. Zamory. Marburg. Wir schlössen das Semester am 25. Februar. Ueber die Ereignisse am Schluss des Semesters ist noch nachzutragen: Da Fuersts Gegner nicht darauf eingehen wollte, auf Kavalierswaffen anzutreten, blieb uns nichts anderes übrig, als ihn in Verruf zu stecken. Es erfolgte darauf eine Verrufserklärung an uns von Seiten der Turnerschaft, die so abgefasst war, dass wir gegen dieselbe machtlos sind. Es hat sich auch in diesem Falle