Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 5 (1908-1909)
- Issue
- Heft 12 (19.3.1909)
- Date
- 1909-03-19
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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278 Der jüdische Student. c.) ist es begreiflich, dass von einer umfassenden Tätigkeit des A. H. B. nie die Rede sein konnte, gar nicht davon zu reden, dass er etwa auf die - Entwicklung des V. J. St. M. selbst irgend einen Einfluss hätte ausüben können. Die an den verschiedensten Orten Deutschlands und sogar des Auslands (Russlands, Ungarns) zerstreut lebenden A. H. A. H. verloren mit der Zeit den Kontakt mit den Bbr. Bbr. und damit das Interesse für den Yerein selbst, und man kann nicht sagen, dass es dem A. M. B. gelungen sei, ein reges Interesse bei seinen Mitgliedern für den V. J. St. M. wach zu halten. Als ich im März 1908 von Goitein den Vorsitz des A. H. B. übernahm, wusste ich, dass ich mich damit auf einen verlorenen Posten stellte, aber ich hielt es immerhin für besser (da nun einmal der A. H. B. besteht), wenn der Vorsitzende des A. H. B. am Sitze des Stammvereins sich befindet, als wenn ein A. H., der fern 'von München wohnt, die Geschäfte des A. H. B. (soweit von solchen die Rede sein kann) führt. . Ich sandte daher de dato München, April 19US einschreiben an sämtliche A. H. A. H. des Y. J. St. M., worin ich diesen mitteilte, dass ich den Vorsitz des A. H. B. übernommen habe und sie gleichzeitig aufforderte, den Jahresbeitrag, der nunmehr auf mindestens 5 M. festgesetzt wurde, an mich einzusenden. Auf diesen Aufrul hin sandten lediglich vier A. H. A. H. ihren Beitrag an mich und zwar: Rechtsanwalt Goitein, Dr. med. Rück, Apotheker Heymann und Referendar Hugo Ascher. Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass der V. J. St. M. derzeit 29 A. H. A. II. zählt, wovon 2 h. c. sind und wovon 24 München als Stammverein haben. Daraus, dass auf diesen Aufruf nur die erwähnten 4 A. H. A. H. ihren Beitrag sandten, ist ersichtlich, welch reges Interesse für den A. H. B. im Kreise der A. H. A. H. herrscht. Es ist das auch kein Wunder. Denn die ganze Organisation des A. H. B. ist, wenigstens was den Münchener V, J. St. betrifft, vorerst noch verfehlt. Sie hat erst dann einen Sinn, wenn eine grosse Anzahl A. H. A H. am Sitze des Stamm Vereins ständig wohnhaft sind. Bilden diese ansässigen A. H. A. H. dann einen A. H. B., dann können sie dem Stammverein durch Rat und Tat, materiell und geistig einen überaus kräftigen und segensreichen Rückhalt geben. Mit dem Wunsche, dass dies bald der Fall sein möge, schliesse ich meinen Bericht, indem ich gleichzeitig noch mitteile, dass ich den gesamten derzeitigen Kassenbestand im Betrage von 35 M. dem Y. J. St. M. zum Zwecke der Einrichtung einer neuen Kneipe übergeben, habe. Leopold Ambrunn, A. EL Vorsitzender des A. H. B. des V. J. St. M.