Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 6 (Oktober 1907)
- Date
- 1907-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 165 V. J. St.-München. Mit dem Schlusskonvent vom 16. d. Mts. hat das Vereinssemester sein eigentliches Ende erreicht. Im allgemeinen darf man mit dem Verlauf des Semesters zufrieden sein, vor allem in Anbetracht der grossen Zahl der Bundesbrüder. Manches Hesse sich noch ändern; auf verschiedenen Gebieten der Vereinsarbeit zeigen sich Mangel, die allerdings auch für andere Vereine zutreffen dürften. An Vorträgen wurden noch gehalten, abgesehen von zahlreichen kleineren Referaten in den Fuxenstunden, die jüdische Gegenwartsfragen behandelten: Bbr. Storch: Jüdische Kunst. Bbr. Kramer: Ueber Assimilation. Bbr. Rosenthal: Sabbathai Zewi. An die Vorträge schlössen sich regelmässig Diskussionen an. Ein besonderer Diskussionsabend war dem Zionismus gewidmet. Bbr. Spitzer hielt das diesbezügliche Referat. Ein Konventsbeschluss, der zum prinzipiellen erhoben wurde, mag hier Erwähnung rinden. Da er sich bewährt h«t, ist er den K. V. K. V. zur Einführung sehr zu empfehlen. Er lautet: »Zur Unterhaltung der Bibliothek wird wöchentlich von allen Bbr. Bbr. ein Beitrag von 0,10 Mk. erhoben.(< Mit der Einkassierung der Gelder wurde stud. med. Fodschubski betraut, der sich dieser Aufgabe mit anerkennenswertem Eifer unterzog. Es war «nfolge dieses Beschlusses möglich, die Bibliothek beträchtlich zu erweitern. An dieser Stelle sei auch noch dem A. H. B. München für seine Zuwendung der herzlichste Dank ausgesprochen. Leider ist ein ähnliches Sanierungsmittel iür die Kassen Verhältnisse noch nicht gefunden, trotz der Anstrengungen des K. W. Den Klagen des V. J. St. Berlin müssen wir uns leider in allen Einzelheiten anschliessen. Aus der Reihe der Inaktiven heraus wurde folgender Antrag gestellt und zum Beschluss erhoben: »Die Inaktiven zahlen monatlich die Hälfte desjenigen Beitrages, welchen sie als Aktive zahlen müssten, jedoch nicht unter 1,50 M.(< Die »Stellung nach aussen* hat sich in diesem Semester Daivk einiger Veranstaltungen um ein Bedeutendes gebessert Für das Wintersemester ist ein Jungjüdischer Abend geplant. Es wurde ferner beschlossen, zu Beginn des nächsten Semesters den hiesigen Korporationen mitzuteilen, dass der Verein eigene schwere Waffen führt. Mit der Leitung des Vereins durfte man in jeder Hinsicht zufrieden sein. Sie kann für sich das Hauptverdienst in Anspruch nehmen, wenn das Semester befriedigend verlief. In die Ferienkommission wurde gewählt: Gottschalck, A. Unna, Feuchtwanger. Alle Zuschriften während der Ferien sind an cand. iur. Robert Gottschalck, Hamburg, Hoheluftchaussee 38, zu richten. Persönliches: Zum A. H. ernannt wurde Dr. Arno Löwenstein. A, H. Manneberg wurde zum ^riterofflzier befördert.