Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 5 (August 1907)
- Date
- 1907-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 139 Auf unserer Schlusskneipe am 24. hatten wir die Freude, durch ein Damenkomitee eine sehr schöne Dedikation überreicht zu erhalten: 18 geschnitzte Kneipstühle mit unseren Initialen. Wir erhielten ferner eine Reihe weiterer Dedikationen (Kneiptische, Bücher u. s. w.), und wir bitten alle früheren Freiburger Bundesbrüder wiederholt, uns zwecks Ausschmückung unseres neuen Kneiplokals, das wir zum Anfang des nächsten Semesters beziehen wollen, ihre Bilder zu senden. Auf dem Schlusskonvent wurden die Austrittsgesuche von Ernst Wolff und Siegbert Seligmann genehmigt. Letzterem wurde das Bedauern des Konventes darüber ausgesprochen, dass er während seiner neunsemestrigen Zugehörigkeit zum Verein nicht den Mut oder die Gelegenheit gefunden hat, offen darzutun, dass er nicht auf dem Boden der Tendenz des V J. St. stehe. Ueberwiesen wurden: Nach Berlin V. J. St: James GumpeL V. J. St. Makkabaea: Harry Gumpel, Erich Cohn, Lichtenstein, Nussbaum, Zamory. Nach Breslau: J. A. Wermuth, J. A. Pelz. >y München: Enoch, Lewin, Meyersohn. » Königsberg: Weissbrem. Weitere Ueberweisungen werden in den Ferien erfolgen. Generaldispens erhielten Ludwig Mayer und Frankfort. In die Ferienkommission wurden gewählt: J. Wolff, Zivi und Loewenstein. Korrespondenzen erbitten wir an uns-re Briefablage: Wiener Cafe. Anweisungen, Telegramme u s. w. an Zivi, Belfortstr. 28. Siegbert Wolff, Ludwigstr 1. Verein Jüdischer Studenten, Königsberg. Ueber besondere Vorkommnisse hat in diesem, den Schlussmonat des Semesters, der V. J. St. Königsberg nicht zu berichten. Das Vereinsleben verlief in der alten Weise, dergestalt dass mehr der persönliche Zusammenhang der Bbr. Bbr., der allerdings vorzüglich war, als unsere Tendenzarbeit gepflegt wurde das lag jedoch an Verhältnissen, die wir nicht ändern konnten, daran dass wir nur wenig Bbr. Bbr. haben, die jüdisch-wissenschaftlich weit genug durchgebildet sind, um andern mitteilen zu können und dass diese wenigen noch dazu in sehr hohen Semester stehen. Wir erwarten in dieser Beziehung viel von dem Zuzug von andern Vereinen. Das -Präsidium hat schon in voriger Nummer darauf hingewiesen, dass der im Winter hier stattfindende Kartelltag es allen Bbr. Bbr., denen es irgendwie möglich ist, zur Pflicht macht, im Interesse des B. J. C. hierherzukommen. Wir bemerken noch folgendes: Königsberg vereinigt bei seiner V* Million Einwohner und 1000 Studenten die Vor-