Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 4 (1907-1908)
- Issue
- Heft 3 (Juni 1907)
- Date
- 1907-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. 89 der Zeitung: iur. Wolf. Ehrenrat und Prüfungskommission wurden wiedergewählt. Berlin (Maccabäa). Unsere gesamte Vereinsarbeit litt naturgemäss darunter, dass unsere Aktivitas einen bedeutenden Teil ihrer freien Zeit der durch die Affäre Emil Cohn nötig gewordenen technischen Arbeiten widmete. Nichtsdestoweniger können wir mit dem bisherigen Verlauf des Sommersemesters zufrieden sein. Die Keilarbeit, deren Leitung eine Zeit lang für beide Vereine in den Händen unseres X lag, ist von gutem Erfolge begleitet gewesen. Wir haben drei neue Fiixe (Pinner, Gerstel, Lewinsohn) und nicht unbegründete Aussicht auf einige weitere. Unsere Antrittskneipe fand am 8. d. M. statt und nahm einen in jeder Beziehung befriedigenden Verlauf. Bbr. Hildesheimer hielt die Tendenzrede. — Es fanden bereits vier Fuxensttidenten statt. Den wissenschaftlichen Teil unseres Fuxenunterrichts erteilt Bbr. Straus, den übrigen (Tendenz und Komment) Bbr. Landau. Der vom K. T. für alle Vereine obligatorisch gemachte Kurs beginnt nächste Woche. Er behandelt „Altjüdische Kulturprobleme" und wird von A. H. Dr. Kirschner für beide Vereine gemeinsam abgehalten werden. Unser Korporationsfechten findet Dienstag früh von 7—S Uhr statt.— Zum Schluss sei zum Zeichen der Herzlichkeit, die unter allen Bbr. Bbr. herrscht, erwähnt, dass in den letzten Tagen ein grosser Teil der Bbr. Bbr. einer Einladung von Bbr. Rosenblüth in seine Heimat Messingwerk folgte, wo wir einen sehr gemütlichen Tag verlebten. A. Hildesheimer. Marburg a. L. Zunächst bemerken wir berichtigend, dass die J. W. Q. V. sich nicht aufgelöst hat; ferner, dass sich in ihr neben V J. A-ern auch eine Anzahl von Kaufleuten befindet. Unser Gesuch, in den Marburger Studentenausschuss aufgenommen zu werden, wurde abgelehnt mit der Begründung, dass bei uns die unerlässliche Vorbedingung, der deutschnationale Charakter, nicht erkannt worden sei. Wir antworteten einfach mit der Konstatierung, dass wir auf deutschvaterländischen Standpunkt ständen. Vor einigen Tagen fand eine zionistische Versammlung statt, in der Julius Simon aus Mannheim über „das Wesen des Zionismus" sprach. Wir besuchten die Versammlung offiziell und beteiligten uns auch an der Diskussion. Felix D a n z i g e r. Berlin. (Aus der Fuxenschaft.) Am 27. d. M. gründeten die versammelten Füxe der V. V. J. St. Berlin und Maccabäa einen gemeinsamen F. C. Derselbe hai sich eine umfangreiche und rege Betätigung zur Aufgabe gemacht und hofft, im Gegensätze zu ähnlichen früheren, leider vergeblichen Versuchen, seine offizielle Stellung und Macht im V. J. St. bleibend behaupten zu können. Die Chargenwahlen brachten folgendes Ergebnis: Richard Bromberg X f (Berlin), Alfred Posner XX f (Berlin), Kassenwart, Max Gerstel XXX f (Maccabäa), Schriftführer. R B. Charlottenburg. (Aus der Fuxenschaft.) Einer Anregung unseres 1. A. H. Alfred Berlowitz zufolge wurde am 28. d. M. von sämtlichen 9 Füxen ein F. C. begründet, über dessen Wert und Aufgaben, wie wir sie uns denken, der „J. St." in Kürze einen Artikel bringen wird. Zum Fuxensenior wurde Sally Markhoff gewählt. S. M.