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Der jüdische Student · 1905-09-01 · Heft 3 (September 1905) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 3 (September 1905)
Date
1905-09-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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76----- „Menschensohn, so spricht der Herr zu Ezechiel, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: Für Jehuda und für die Kinder Israel seine Genossen. Und nimm ein anderes Holz und schreibe darauf: Für Josef und für das gesamte Haus Israel, seine Genossen. Und füge das eine zum anderen und sie sollen eins bleiben in deiner Hand. Und wenn zu dir sprechen werden die Söhne deines Volkes also: Willst du uns nicht sagen, was dir diese sollen? So rede zu ihnen: Also spricht Gott, der Herr: Siehe, ich nehme das Holz Josefs, das in der Hand Efraims, und die Stämme Israels, seine Genossen, und lege darauf das Holz Jehudas und mache sie zu einem Holz, und sie seien eins in meiner Hand. Und die Hölzer, auf die du geschrieben, halte in deiner Hand vor ihre Augen, und rede zu ihnen: So spricht Gott der Herr: Siehe ich nehme die Kinder Israel aus der Mitte der Völker, wohin sie gezogen sind, und sammle sie von allen Seiten und bringe sie auf ihren Boden und mache sie zu e i n e m Volke im Lande, auf den Bergen Israels, und ein König sei über sie alle König, und sie seien nicht ferner gespalten in zwei Völker und zwei Königreiche." (Ezech. XXXVII, 16—22). Was hat man nun von dieser Nation zu halten? Um ganz die Bedeutsamkeit zu erkennen, die das menschliche Geschlecht der israelitischen Nation zuzuschreiben verpflichtet ist, muss man auf seine drei Stammväter Abraham, Isak und Jakob zurückgehen, die wegen ihrer Tugenden gewürdigt worden sind, aus dem Munde des Herrn die ruhmvollen und profetischen Worte zu hören: Alle Nationen der Erde werden sich segnen in eurem Samen. Kann man glauben, dass dieses fünfmal wiederholte Versprechen nur auf Jesus Christus anspiele? Und dass es nicht zu gleicher Zeit die ruhmvolle Intervention der Juden für die Epoche der Regeneration proklamiere? — Die Zeit und die Ereignisse werden das schon aufklären. In unserem System wird das Menschengeschlecht nächst den Verdiensten Jesu Christi dem Glauben der israelitischen Nation die herrliche Wohltat der Regeneration zu verdanken haben. Denn obgleich die Verdienste Jesu Christi für die Erlösung genügten, genügen sie doch allein nicht, die Welt zu regenerieren. Das Menschengeschlecht muss durch sich selbst oder durch eine Nation, die es repräsentiert, auch seinerseits daran mitarbeiten durch eigene Verdienste und durch seinen Glauben an den göttlichen Erlöser, Jesum Christum.

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