Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 49 (4.12.1925)
- Date
- 1925-12-04
- Page
- Seite 774 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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774 ft* ixt, feierte am 20. November mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. Vorstand, Nepräsemlantenkollegium, Schüler und unser Gentralvercin gaben ibrcm verehrten Beamten und Freunde in einem feierlichen Gottesdienst und durch sonstige ^ri ünerksamteiten Beweise treuer Anhänglichkeit und Liebe. — Unser langjähriges Mitglied, der Rentner I. B o r n h e i m in Bad Oeynhausen tonnte am 1*0. November in geistiger und körperlicher Frifcbe seinen 90. Geburtstag feiern. — Der frühere Bäckermeister, jetzige Rentier Salo Fleischer in Gogol in, beging kürzlich sein övjähriges Bürgerjubiläunc und feiert am 8. Dezember mit seiner Gattin oas Fest der goldenen Hochzeit. Am 8. Dezember ieiern Herr Gmauuel ß c ru t f o l) n uub seine Gattin Regina ged. Fcuchrwanger in G e r o! z h o f c n das Fest der goldenen Hoch;eit, verbunden mit blhuhr:gem Grschäsic-jululäum. Du Iubllare haben sich Durri> i!)r gerne, nnützig es 'ii'incn im Dienste des Judentums un) der s'Jlgemeinheit, durch Flcist und strengste Pflichterfüllung die Sumpathien weitester 5treife er» worben. — Am 9. Rooeinbcr starb der älteste Bürger der jüdischen Gemeinde und -gleichzeitig auch älteste Burger der ^tr.Oi Gonmuno, Herr Sicgiric-d iUt cua (Dort:: und), im hohen -Alter von O7 Jahren. Herr Marens, der ein überzeugter Jude war, empfand es als höchste Ehre, an Hoheit Feiertagen vertretungsweise vorbetci: zu dürfen. Noch im viltcr von 94 'Jahren tat er es mit Stolz zur Bewunderung der ganze:! Gemeinde. — Dr. itart Gönnen* schein, der durch sein großzügiges soziales Hilfswerk bekannte Der- «iner katholische Geistliche, feiert demnächst >e:n llöjähriges Priesterjubilänm. — Rabbiner Dr. Alax Wiener (o t c; t i n) wurde als Oiaobincr nach Berlin berufen und wrd dem Ruse folgen. — In SJ c n g f c l 5 (Hessen) fa:rü die feierliche Enthüllung eines Geiallenendenlinals statt. Rach würdigen Reden katnvlisch-er und enanaelisoster Geistlicher sprach Lehrer Kahn ans H ö ch st als Vertreter der israelitischen Nclig-'ons. gemeinde auf die Gefallenen, pries die Einigkeit und gab dem Wunsche Ausdruck, die Völker möchten sich in Zukunft besser verstehen. — In Schweich cn der Mosel wurde gleichfalls ein Denkmal für die Gefallenen des Ortes ent* hüllt. Dir Oorliac israelitische Gemeinde veranstaltete für ihre Gefallenen eine würdige GOcnIfeicr, bei der Lehrer Iscnbcrg (Schweich) den Traucrpsalm sang und Oberrabbrner Dr. A l t m n n n (Trier) die Gedenkrede hielt. Im Namen der israelitischen Gemeinde legte deren Vorsteher, Herr Philipp Salm, einen L-orbeerlranz mit Schleusen emt Denkmal nieder. — Bei der am t. November in H c st! o ch (Kreis Worms) erfolgten Einweihung des Kriegcraedenksieincs. auf dem sich die Rannen dcr elf jüdischen Liriegstenn.-ehmer befinden, sprach! mach dom cbri stl wen Geistlichen der Rabbiner des Kreises Dr. Holze r aus 9d e r :n s und gedachte der mehr als 100 OGO deutschen Juden, die dem Vater'.aude in schwerer Zeit gedient habe" MtWSttiM. 97. O.» Berlin. Sie haben roch!, die Romane und Aufsätze des Herrn v. S o l 3 o g e n gehören nicht mehr in eine Zeitung, die auf ihren Namen hält. Infolgedessen begreifen wir cs, wenn ein westdeutsches, weit rechtsflehendes Blatt, das einen Welzogeuschen Roman abdruckt, folgende Erklärung an der: Kopf einer Fortsetzung setzt: ,.Erklärung. In dem Abdruck des Romans „Wenn die alten Türme stürzen" sind in den lebten Fortsetzungen eine Reihe von Stellen inii abmbiv.cU worden., die bei einem grasten Teil unserer Leser mit Recht graste Entrüstung herr-ergerufen haben. Wir bedauern dieses Vorlommnis, das auf einem Versehen beruht, ainsterordcntlüch und wir mistbilligen euss schärfste die cufri.i^enben und unangebrachten Auslapungen des Verfassers v. Wolzogen. Die Schriftleitung." Nach SwinemNnde. Das christliche Fremdenheim „D ü ri c n s ch l o K" (Besitzerin:^ Frau Sch u l z - F v r st e m « n n) teilt einem unserer Mitglieder mit, da st sic „nicht jeden Ow.st nehmen, iltsdesonderc keine Inden uchmeu." Gut gegeben. Frau F., besten Dank für das folgende wahre Ge. fdjia/tdicn: In einem Berliner Kabarett hat der „Dlitzdichter" St. einen anti* semitischen Zuruf glänzend abgefcriigt. Er wollte Zurufe aus dem Auditorium blitzdichterisch verwerten. Bon völkischer Seite fiel das Wort „Juden, b c n g c 1". St. hatte eine Blume mit langem Stengel im Knopfloch und dichtete, «uf die Blume zeigend, wie folgt: „Hier ist die Rose, da ist der Stengel, Hier sieht der Jude, da sitzt der Dengelt" Bravol Nach Harburg. Der Inhaber der Firma Fritz K o n e r d i ri g, Maschinen* strnkerei Hannover. Harburg a. d. Elbe, 1. WUstorserstraste 29. erklärte seinem bisherigen Lic'cranten, dast er nichts mehr von ihm kaufen wolle, weil er auch die Konkurrenz., _ die K. mehrfach mit „H a r b u r g e r I u d c n b e n g e l" bezeichncte, beliefere. Auf die energischen Dorhattungcn unseres Gewährsmannes erklärte er, dast er auf jüdische Kundschaft verzichte. Nach Norden (Ostfriesl.). Der Inhaber des Hotels „Neich.shos" (früher „Frisia"), Herr Licke, kandidiert auf der 5lreistagslistc des Baltischen Blocks. Nach Köln. Das Maler- und Anstreichergefchäft Carl Koch in Kölir, Moltlcstraste 66, lehnt os ab, mit jüdischen Lieferanten zu arbeiten. Leipziger Messe. Die Firma I. Schöberl, Leipzig, Nikolaisi r a st e 5—9, legi Wert daraus, nicht als antisemitisch bezeichnet zu werden. Die von ihr bei der Messe beschäftigten Aushilfskräfte (Zettelverteiler) haben die beanstandeten Hakenkreuz- und Stahlhelmabzeichen ohne SSificn und Willen der Finna getragen. S. R.» Derrrn. Die Eiscnwarcn.-, Schlost- und Schlüsselgrosthandluug §> e r m i ir g h a u s n. V u ch h v l z, Berlin, Annenstraste 47, Zweigstelle der Emil Hevmingh-aus A-G.. Velbert, schrieb einem stunden: „Wir N'.usttcn erfahren, best S'e Ihre Vertretung e'ner hiesigen j ü d i sch e n Finna übertragen haben, und wollen Sie von einer Mustersendung, die auf Grund der gehabten Rücksprache auf der Leipziger Messe gesandt werden sollte, Abstand nehmen." Geschäftliche Nslkeü. Wir werden ersucht, auf das heutige Inserat dos Verlages von Antoir I. Benjamin, Leipzig-llRailcru.d, hii'juwcisen. Es werden darin „Musikalische G d c I ft e i n c", Band 10 und Vaud 5 der Sammlung „Z u m 5 - 1l h r - T e e", für die bevorstehenden Festtage zum Stauf ungebeten. Der erste Dand bringt eine Fülle vorzüglich v.usgewählter Gresengs. und Ällwvicrwerte für deu Familien gebrauch, während der zweite -der reitgenössischcn heiteren. Muse und dcur Tanz gewidmet ist. Die Firma Anton I. Benjamin. Leipzig, Göschenstraße 2—4, empfiehlt die in ihrem Verlag erschienenen Werke jedem Fröhlichkeit liebenden Kreise. Ver.ag: Ecntralvereiu deutsch. Staatsbürger jüd. Glaubens e. V., Berlin 8Vd 63, Lindenslr. 13. Tel.-Adr.: „Ceutra.glauben Berlin". Posrfchcckk.: Berlin 3O172. Für d. Echriftleit. verantwort!.: Ludwig Holländer, Berlin SW GS. — Unverl.Manuskr.werd. nur zurückgcs., wenn Frciumschlag beilicgt. — Derantw.f.d. Anzcigent.: Max Junge, Vln.-Fricdenau. — Druck: Rudolf SDtoiic, SoctliuSW 13. lähli ITGÜüAj iinimumiimni Li Li VO Li A in grosser Auswahl fertig am Lager Edelste Pstzquaiitölen * Eigene Kttrsterei * GOnsflne PrelssfeHüng imiiimmiii;i;iiim:imii!niii!iiuiiiiiiiii;iHiiii:iiuH5iiiiiiiJiimuiim;:u!5iimmiiii£tmmi!iiiiumtiii:i:£>ni£!ii:ummi;i;iiiii:. 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