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Central-Verein-Zeitung · 1925-01-29 · 5 (29.1.1925) · p. Seite 96

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
4 (1925)
Issue
5 (29.1.1925)
Date
1925-01-29
Page
Seite 96 (sequence 31)
Language
German
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S6 RELIG TTELPARTE FÜR FRIEDEN UND EINHEIT DER GEMEINDE «ss ft ©o ü » vy&m&Gssp Nach langem Kampfe ist der Preussische Landesverband jüdischer Gemeinden als sichtbares Zeichen der Gleichberechtigung unserer Religionsgemeinschaft gesdiaffen. Gleich den anderen Religionsgesellschaffen hat sich die preussische Judenheii, dem Sinne der Reichsverfassung nach, in dem vom Staate anerkannten Verband der jüdischen Gemeinden zusammengeschiossen, der berufen ist, die Interessen der Gesamtheit nach aussen zu vertreten. Nur wenn es gelingt, unselige Zersplitterung und engherzigen Parteigeist im neuen Verbände auszuschalien, kann er ein Werk des Segens werden, das jüdische Leben stärken und erspriessliche soziale Arbeit, insbesondere für alle, die unter den Kriegsfolgen schwer leiden, vollbringen. In der Erkenntnis, dass diese Gedanken Gemeingut der Geberzahl der deutschen Juden sind, haben wir uns zu einer religiösen Mütelparfei zusammengeschlossen. Wir sind keine Partei des Kampfes. Fern stehen wir jedem Extrem, und unser Ziel ist, aufzubauen und nicht niederzurelssen. Die jüdische Gemeinde soll im Geiste unserer Väter gestaltet sein. Jeder Gewissenszwang sei in ihr verpönt. Niemand darf sich in seiner religiösen Geberzeugung beengt fühlen. Voller Begeisterung treten wir für die Lebensemeuerung des Judentums ein. Sie muss sich von innen heraus, den wirklichen Bedürfnissen entsprechend, entwickeln. Radikale Reformen nach unjüdischen Mustern fuhren zur Zersetzung unserer jüdischen Religion, zur Zerstörung unserer religiösen und geschichtlichen Eigenart. Zur Wahrung des religiösen Friedens und der Einheit der Gemeinde wenden wir uns dagegen, Parteiinteressen in grosse Fragen des Judentums hineinzutragen. Die Besetzung der Gemeindeämter lediglich nach Parteizugehörigkeit ist unwürdig und unheilvoll. Charakter, Persönlichkeit, religiöse Gesinnung befähigen allein. In einer Zeit, wo die Angriffe gegen die jüdische Gemeinschaft immer drohender werden, soll der Preussische Landesverband jüdischer Gemeinden nicht das Bild leidenschaftlicher Kämpfe zeigen. Würde, religiöser Friede und Einheit der Gemeinde, die Ziele unseres Strebens, müssen im Verbände oberster Grundsatz sein. Nur so ist es möglich, aufbauend zu wirken, Abfall, Unwissenheit, Gleichgültigkeit und anderen trüben Zeiterscheinungen, die das Judentum in seinem Bestände erschüttern, erfolgreich zu begegnen. Das Gedeihen des Preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden hängt wesentlich davon ab, dass zahlreiche jüdische Männer und Frauen der Religiösen Mittel" Partei in den Verband einziehcn. Daher "8. W&t des? ILl^e 'LLLLLMLL LL.ML A. f

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