Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1851-04-05 · Heft 14 (5.4.1851) · p. Seite 223-224

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
12 (1851)
Issue
Heft 14 (5.4.1851)
Date
1851-04-05
Page
Seite 223-224 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2360092-2360688-2360710--7370-3536345
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

223 224 Die kleine Genesis. und bezeuge ich dir, daß du ihnen bezeugest, weil nach deinem Lode deine Kinder (sie) (es) .verderben werden,,daß sie dem Jahr nur 364 Lage geben sollen. Und derohalben werden sie. irren, im Neumond und Sabbat und Feiertag und Festtag, und sie werden immer das Blut im Fleische essen. Kap. 7. Und in der siebenten Woche im ersten Jahre derselben in diesem Jubiläum pflanzte Noah Weinstöcke auf dem Berge, auf dem der Kasten sich niedergelassen hatte, genannt Lubar, einem der Berge des Ararat. Und sie trugen Frucht im vierten Jahre. Und er hütete seine Frucht, und heimste sie ein in jenem Jahre im siebenten Monat, und machte daraus Wein und that ihn in ein Gefäß, und hob ihn auf bis zum fünften Jahre, bis zum ersten Lag, d. i. dem Neumond des ersten Monats. Und er opferte ein Brandopfer für den Herrn , einen jungen Stier und einen Widder, und sieben einjährige Schafe und einen jungen Ziegenbock, um damit Vergebung zu erlangen für sich und feine Söhne. Und er bereitete zuerst den Bock, und brachte sein Blut an [♦«♦♦]38 des Altars, den er gemacht, und alles Fett davon legte er auf den Altar, wo er das Brandopfer that, und von dem Stier und dem Widder und den Schafen that er alles Fleisch auf den Altar, und legte alle Fruchtopfer, di« dazu gehörten, mit Oel gemengt, darauf. Dann sprengte er zuerst Wein in das Feuer auf dem Altar, und legte Weihrauch auf den Altar, und ließ aufsteigen einen guten wohlgefälligen Geruch, daß er aufstieg vor dem Herrn, seinem Gott. Und er freuete sich und trank von diesem Wein, er und seine Kinder voll Freude. '— Und es ward Abend; da ging er hinein in sein Zelt, und legte sich trunken nieder und schlief ein, und deckte sich während des Schlafs in seinem Zelte auf. Und Cham sähe seinen Vater Noah nackt, und kam heraus und erzählte es seinen zwei Brüdern. Und Sem nahm sein Kleid und stand auf, er mit Japh.et, und sie legten sein Kleid ab, von ihren Schultern, das Angesicht rückwärts gekehrt, und bedeckten die Scham ihres Vaters, rückwärts gekehrt. Und als Noah aufwachte von seinem Schlaf, erfuhr er Alles, was ihm sein jüngster Aohr, gethcm hatte. Und er verfluchte seinen Sohn und sprach: „Verflucht sei Kanaan, ein dienender Knecht soll er seinen Brüdern sein!" Und er segnete dew Sern: „gepriesen sei der Herr, der Gott Sems, und Kanaan sei kein Knecht! Und der Herr breite den Japhet aus, .und der Herr wohne in der Wohnung Sems, und Kanaan fei kein Knecht!" Und Cham erkannte, daß sein Vater seinen Sohn verflucht hatte, und trennte sich, von feinem. Barer, er und feine Sohne mit ihm m Chusch und Mistrem und Mud und Canaan. Und. ex bauete sich eine Stadt und nannte sie mit dem Namey seines Weibes Neelatamek. Und Japhet sähe es und wurde eifersüchtig auf seinen Bruder, und baute auch eine Stadt und nannte sie mit dem Namen seines Weibes AdoLanelek- (Fortsetzung folgt.) Mittheilnngen aus der Gegenwart. Halle, den 18. März. Heute promovirte an dev hiesigen Juristen-Fakultät der Dr. phil. Jul. Hermann aus Breslau, derselbe welcher im vergangenen Jahre wegen seines jüdischen Glaubens von der weisen Breslauer Juristen-Fakultät mit seinem . Gesuch um Zulassung zum juristischen Doktor-Examen ab gewiesen wurde. Diese Zulassung in Halle ist um so bemerkenswerther, als Männer wie Lholuk und L e o an der Universität lehren, und Sie sehen hieraus wiederum, daß die wahre, reine Orthodoxie im Glauben jeder ächten Humanität eher dre Lhore öffnet, als. dies die Halbheit im Glauben thut, deren Vertreterin gerade die Breslauer Universität und zunächst die Junsten-Fakultät daselbst ist. Die übrigens interessante Abhandlung des Kandidaten lautet: de jure antejustinianeo in jure horusstco. Ankündigungen. In meinem Verlage ist erschienen und durch alle BuchhanMmgen zu erhalten: VeiuL lestameuLuN graeoe justa LXX interpretes. Textuin ad editioneiri Vaticano-Romanain emendalius edidit, argumenta et loeos Novi Testaineiiti paraHelos nola\lt3 omnem lecttonis varietatein codicum vetustissimorum Alexandrini, Ephraemi Syri, Friderico-Augustani, subjimxit, commentalioaem isagogicam praelexuit Const. Tischendorf, Gr. 8. Geh. 4 Thlr. Indem sich diese Ausgabe mit Beschränkung auf nothwendige Verbesserungen an den üblichen vaticanisch - römischen Text anschließt und doch zugleich sammtliche Lesarten der drei (nebst dem Codex Vaticanus) ältesten und wichtigsten Urkunden für die Septuaginta in einem fortlaufenden Apparate darbietet, soll sie ebenso den praktischen wie den strengwiffenschastlichen Forderungen entsprechen. Der Pariser Palimpsest (5. Jahrhundert) ist erst durch Prof. Dr. Tischendorf entziffert, der Codex Friderico-Augustanus (4. Jahrh.) durch denselben erst kürzlich im Morgenlande ausgefunden worden, während die alexandrinifche Handschrift noch in keiner Ausgabe auf ähnliche Weise benutzt worden ist. Von dem Herausgeber erschien ebendaselbst: Evangelium palatinum ineditum sive Relipiae texlus eyangeliorüm Latin! anle Hierouymum yersi ex codice palatiiio purpureo juarti Tel quinti p. Chr. saeculi 3iunc primum eruit atque edidit Const. Tischeadorf. 1847. Gr. ,4. 18 Thlr. Leipzig, im April 1851. §» Ä« BvoEhclUs. Druck von I. H. Nagel. Verlag von C. L. Fritzschep

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.