Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1850
- Issue
- 37 (14.9.1850)
- Date
- 1850-09-14
- Page
- Spalte 591-592 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Safed 5× ep/1046078
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591 Ankündigungen. 582 Ss sind: 1) ein Psalterium mit kabbalistischem Kommentare. 1833. Quart. 2) Peat Haschulchan (von Rabbi Israel). 1836f. Letzteres in meinem Besitze. Laut brieflicher Mittheilung von Hrn. Dr. Wiener in Hannover, der das erstere verglichen, beruft sich der Herausgeber in der Vorrede auf ein vorher von ihm gedrucktes Gebetbuch, und dies bestätigt und veraussührlicht Wilson. Er sagt (11. 157): „£)te Druckerei, unter der Leitung des Rabbi Israel (?), jetzt in Jerusalem, war neulich noch hier. Ich erhielt von den Bene Israel ein Exemplar des Sefardim-Siddur, in Safed gedruckt „„Unter der Regierung des großen Mehmed Ali. 1832."" Ich bemerke hierzu, daß der Rabbi Israel auch die beiden anderen Werke gedruckt und der obengenannte Verfasser des Peat Haschulchan ist. Er war Rabbiner und Vorsteher der abendländischen Gemeinden zu Safed und Jerusalem und starb 1839 in Liberias. Es muß also der von Wilson genannte Israel entweder ein anderer oder es muß ein Irrthum sein. Unter Bene Israel versteht Wilson die Juden in Bombay.6 — Der Beiname des Rabbi 6) Dieses Gebetbuch, das erste hebräische Buch, welches aus der neuen Presse Asiens hervorgegangen, scheint gar nicht nach Europa gekommen zu sein, während die entfernteren Bewohner Ostindiens sich dessen Besitzes erfreuen. Zehn Jahre nach dem ersten Erscheinen wurde dieses Gebetbuch in Jerusalem wieder gedruckt, und von dieser zweiten asiatischen Ausgabe befinden sich Exemplare bei Michael und Rosenthal. Israel ist: Aschkenasi, d. h. Deutscher; der erste Drucker in Safed im 16. Jahrhundert hieß ebenfalls Deutscher, und somit war der erste Drucker in Asien und der erste und letzte Drucker in Safed ein Deutscher, wie der erste Drucker überhaupt ein Deutscher war. Ich habe über die Drucke von Safed, sowohl alte, als neue, noch eine ziemliche Menge von Bemerkungen, aber es lassen sich diese nicht füglich in einem für das große gebildete Publikum bestimmten Blatte mit bibliographischer Haltung verarbeiten, ich breche daher ab, zufrieden, auf typographische Seltenheiten aufmerksam gemacht zu haben, die in Deutschland noch so wenig gekannt sind. Falkenstem, in seiner „Geschichte der Buchdruckerkunst", hat einige Worte über die alten Drucke von Safed, deren er nach Le Long nur zwei kennt, aber von der wieder auferstandenen und wieder untergegangenen Druckerei in dieser Stadt weiß er nichts. F. Lt. Es ist diese Ausgabe von 1842 freilich nicht mehr „unter der Regierung des großen Mehmed Ali" entstanden, sondern unter der Regierung des allerhöchst kleinen Sultans Abdulmedfched, von Gottes und Lords Palmerston Gnaden Beherrscher der Gläubigen — — an das Bestehen eines moslemischen Reiches in Europa. Nach obigen Daten scheinen unter Mehmet) Ali's Herrschaft im ganzen Umfange seiner Lande nur drei hebräische Werke gedruckt worden zu sein, und zwar die genannten in Safed. Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literarur betreffen, gegen 1^ Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Oesierreichische Zeitschrift für Israeliten. Seit Juli erscheint diese Zeitschrift unter vcrcintw. Redaktion des Hrn. Dr. Letteris u. unter dem Titel: Wiener Blätter. Diese ,,Wien er Blätter" sind das einzige jouma- Ustische Organ, das sich in umfassender Weise den Angelegenheiten der Israeliten Oesterreichs widmet. Der Inhalt der bereits erschienenen Nummern bürgt für den Werth und das Interesse des Gebotenen; anerkannte literarische Notabilitäten des Kaiserstaates haben sich dem Unternehmen angeschlossen, unter Leitung deS geistvollen Publizisten Hrn. Adolf I^eustadt« Der Erfolg ist schon nach den »wenigen Wochen derart, daß die ersten Nummern vergriffen sind. Wir laden zur geneigten Pränumeration ein; Preis sammt Postporto halbjährig 4 fl. Banknoten. Vierteljährig 2 fl. (1 Thlr. 10Ngr.) wofür alle Postämter Oesterreichs und Deutschlands die zweimal wöchentlich erscheinenden ,,W i e n e r B l ä t t et" abliefern. Wir ersuchen jedoch die Bestellungen direkt bei dem R edakti on s bur eau in Wien zu machen. Für den Buchhaudel sind die ,,Wiener Blätter" in Kommission bei Hm. Jasp er, Hügel und Manz. —■ Insertionen werden billigst berechnet. Redaktion und Verlag der Zeitschrift Wiener Blätter. Wien, Stadt 403, 2. Stock. In unserem Publikum haben wir eine bedeutende Klasse, welche nur des jüdischen Lesens kundig ist. Daher empfehlen wir der geehrten Geschäftswelt , welche mit unscrm Lesepublikum direkt oder indirekt verkehrt, hiermit unser Journal zu Privat-Anzeigen. Der Raum einer Petit-Zeile wird mit 3 kr. Couv.- Münze berechnet. Die Expedition der jüdischen Post in Lemberg. Verlag vyn C» L. Fritzsche. Redakteur: Dr. Jul. Fürst. Druck von I. H. Nagel»