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Der Orient · 1849-09-29 · 39 (29.9.1849) · p. Spalte 617-618

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1849
Issue
39 (29.9.1849)
Date
1849-09-29
Page
Spalte 617-618 (sequence 5)
Language
German
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618 Studien. Religiöses Gedicht v. Mose ha-Chasan. 617 Wegen der damit' verbundenen literaturhistorischen Notiz mag hier auch die hiesige, als gelehrte Schriftstellerin bekannte Frau Kammerherrin von der Recke, geborne Gräfin von Medem erwähnt werden, welche-in Folge ihrer Aeußerung in Bezug auf das Judenthum, so wie in Folge der vom Hofprediger zu Berlin, Fr. Lherenün, im Jahre 1820 erschienenen Übersetzung der hebräischen Gesänge des Lord Byron, — den Hrn. Stadtrath David Friedländer zur Herausgabe einer Schrift veranlaßte, die im I. 1820 zu Berlin in Kommission der Nicolai'schen Buchhandlung unter dem Titel „Beitrag zur Geschichte der Verfolgung der Juden im 19. Jahrhundert durch Schriftsteller. Ein Sendschreiben an die Frau Kammerherrin von der Necke, geb. Gräfin von Medem, von David Fried lande r" erschienen ist. — Den Lesern dieses Blattes wird es hoffentlich angenehm sein,-wenn ich bei dieser Gelegenheit auch zugleich ein dem gedachten Werkchen beigefügtes Fragment eines Briefes von Kant an Moses Mendelssohn vom 16. August 1783 hier mittheile. Es lautet wie folgend: Fragment rc. „Herr Friedländer * wird ihnen sagen, mit welcher Bewunderung der Scharfsinnigßeit, Feinheit und Klugheit ich Ihren „Jerusalem" gelesen habe. Ich halte dieses Buch für die Verkündigung einer großen, obzwar langsam bevorstehenden und fortrückenden Reform, die nicht allein Ihre Nation, sondern auch andere treffen wird. Sie haben Ihre Religion mit einem solchen Grade von Gewissensfreiheit zu jeder Religion so. gründlich und so hell vorgetragen, daß auch endlich die Kirche unsererseits daraus wird denken müssen, wie sie Alles, was das Gewissen belästigen und drücken kann, von der ihrigen absondere, welches endlich die Menschen in Ansehung der wesentlichen Religionspunkte vereinigen muß, denn alle das Gewissen belästigende Sätze, kommen uns von der Geschichte, wenn man den Glauben an deren Wahrheit zur Bedingung der Seligkeit macht." — Schließlich bemerke ich noch, daß das von mir in meiner „Geschichte der Juden in Kurland" im LB. d. Or. 1847 Nr. 10 erwähnte Buch runy des Rabbi D aniel ben Chajim Klef außer Hamburg auch noch zu Prag. 1782 und zu Amsterdam 1794 in 4. gedruckt ist, und daß ein Sohn des Verfassers, laut einer mir so eben von Hrn. W. Wulffsohn in Mitau gemachten Mittheilung, als russ. kais. Staarsralh und Doktor der Medicin erst vor einigen Monaten zu Orel in Rußland kinderlos verstorben sei und ein ungeheures Vermögen in liegenden Gründen sowohl als an baarem Gelde hinterlaffen habe. Demnach wird also jetzt den zu Hasenpoth noch lebenden Descendenten des Verfassers des gedachten njüp runy plötzlich ein TW nebst einem Kapitale von beinahe 360,000 R. SM. als Erbtheil zufallen. — *) Derselbe war damals auf einer Geschäftsreise in seiner Vaterstadt. — Religiöses Gedicht. Mitgetheilt von Leopold Dukes»4 ♦PI 3 1 fl >D' 'ib Ml'l “Dip jDnnt naus> IS'iyD niS ryiatt : *1DJJ ’l ’H'l * psy’N ’blpa J)Dt? nnaty 10N Tw non * noiriDn dv na’a r^nnp1? oidd ’a hd-ind Pn -pw ny aie-n win noD naa nPi nttoP nwa : 4au?n nsy *<i an« nsy >a ’aPo mps di’ naia nnP ’aitb pan : 5’djn Din’y ’a ntni i’dd n’S’ b D'n^’ nona oaaap unn : 61'dna D”N nn neun -ispn ^a nins atyn iddj nno^i * anfOD nwn’ tni : 'tim nnp1? - t?’ND ’a ns’ D2«7D^> iDD1?) ipn nn Pa wi I : 8nspo oyn ^a jpi nyi nyan ’ai’yn tanaji ’B’dj - .naia naia 'NDn : ‘•ns1? ntt'N nanPdn ^anI? ♦ D”N.n Pa i,nnaj>' niwai Dina pj? nina : 10D”n nn la * ntaa ^a * pB nmDi ’jni nnan nan ns’ : “pNn Dy Pab vatpon «in ' .nbyoi py Pa npin * omi i’ax n’aa : 12nbP ’naiaai Di’ ’naiaa »n’Wa bn wann nnobi ’oipy nqh Py -p’ ’aP : 13 HN13N1 ’D’ inPd .3 * yie?n ID ’aP Pn mPya ran pyi nm :uynynDa na’ya ’n”nr’a« ’atyD’ ’Pin , Dn’jn itM’ nn’ D’niaa nn k ^lana nvsa : ,5dn’aüy nan Na» D’n^n ny 1) Dieses geistreiche Gedicht schließt sich an Inhalt und Form den Gedichten von Mose aus Avignon und Mose Ha man an, welche wir für das LB. des Orients der Veröffentlichung bestimmt haben. Wie jene 2 ist das Ende jeder Strophe eine Bibelstelle, die sehr pikant eingeschaltet ist. Die Form dieses Gedichts ist 4zeilig. DerAutor ist von uns bereits genannt (Moses ben Esra S. 108 Nr. 14). Näheres wissen wir jetzt auch noch nicht über denselben mitzutheilen. Es gehört dieses Gedicht im Allgemeinen zur Gattung der ilNDIN und speciell zu denjenigen, welche das Gegenseitige der Seele und und des Körpers zu veranschauliche^ su wie diese alle Last der Sünde sich gegenseitig aufbürden wollen. (Zur Kenntniß u. s. s. S. 98. §. 37. S. 150. Note48.) Dieses Gedicht ist dort, durch ein Versehen eingetragen worden, sein Platz ist in Note Nr. 49. (4 — .ta ’ 'a nwo (3 — .v"’ n"' N1DL- (2 nwia (6 — .n"’ fa nwoa (5 — .D’ nwa — .'n d"1 rrot-na (8 —.a"a 'a nmna (7 — ,a"a 3 (11 — a”’ 'i nmna (10 — a”P n’Bwna (9 n’t£/Nna (13 — /d n”!? nwna (12 — ,'i a"ü nrnna /n a"a niviv (15 — ,n"’ i"j n’DNna (14 — a d"d

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