Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1849
- Issue
- 12 (24.3.1849)
- Date
- 1849-03-24
- Page
- Spalte 191-192 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/8555529-9893953-9893970--5843-3534902- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Ankündigungen. 192 jfc-!^AAaJ j ÄAiAjt’ 191 Me finden.aber dieselben sich entgegenstehenden Anschauungen im Jalkut zu Esther- Nr. 1048, in Betreff des Verfahrens von Ahasver, daß er nämlich zuerst die Provinzen, dann seine Residenz bewirthele: npD ^D'^nN “Os1 inb^)üW)2^ -PDP »TH npD DON"? }ND vnr. M DDN “im ,Tn rrf> pö"3 *p'D nxin to , Nwna ,p*rn nnpn nuy mn wdd ")dni ]nd; mb d^dd ■»yn now •Tm^nD nin w x»n3 ’oi’ip*? rrh >y:rN nihn mnD ]n O'P Hin , “pH, Hierbei muß auch berücksichtigt werden, daß Samuel königlichen Umgang hatte und der Politik nicht fremd stand. — An diese Diskussion schließt sich noch die treffliche politische Bemerkung an, deren Wahrheit wir in unserer Zeit der Bewegung einsehen. Das Largum Scheni zu Esther sagt nämlich: nk/dd n:PD WVU ton 'iTD^D bü2C\ "Wl. So räsonnirt mancher thorichte König! 20. Berliner Anschauung» Aus den Vorlesungen des Hrn. Dr. Stern kennen wir dessen Konstruktion der Religionsgeschichte. Das Christenthum, behauptet er, hatte die Mission für die Heiden und darum mußte es heidnische Elemente aufnehmen, um den Judaismus zugänglicher zu machen. Eine Kritik dieser apriorischen Geschichtsanschauung liegt uns fern; wir wollen nur darauf aufmerksam machen, daß eine Sekte arabischer Juden dieselbe Ansicht dem Muhammedanismus gegenüber vertrat. Schahrestüni berichtet uns in seinem Werke über die religiösen und philosophischen Sekten ed. Curetun p. 69, daß die Sekte der Muschakamje (Anhänger des Müschaka) 8^3!yüi’ ^.3t uU5^ äaxj Jjo| d. h. „die Prophetenwürde Muhammed's für die Araber und den. übrigen Lheil. der Menschheit gelten ließ, mit Ausnahme der Juden, da sie doch selbst schriftgläubig sind". - 21. Schreckbilder. Ohne daß viele Negierungen es beabsichtigen, sind sie an Unruhen, Misachtung des Gesetzes und Unordnungen schuld, indem sie nämlich immer Schreckge-. statten sehen, Revolutionen wittern und dies öffentlich bekannt machen. Dadurch werden Viele erst erinnert, daß es doch möglich sei, den Gesetzen den Gehorsam zu verweigern. So' ging cs auch dem Propheten Samuel, wie der Jalkut zu 1 Sam. 8, 19 bemerkt: omNO riJN Ty .3OT to. Dyn UND’’? DTO pb. 22. Einkommensteuer. Bekanntlich herrscht bei der Erhebung der Grundsatz, daß jeder Staatsbürger sich selbst abschätzt. Finden aber die Behörden die Abschätzung zu gering, so nehmen sie selbst die Abschätzung vor. An Protesten und Klagen kann es natürlich nicht fehlen. Wahrhaft human und gerecht ist hierin das Buch „Chasi'dim". Es erzählt uns (Nr. 1111), daß einige Mitglieder einer Gemeinde in Verdacht standen, ihr Vermögen zu gering anzugeben» Jemand wandte sich an einen Weisen mit der Bemerkung, daß eine allgemeine Abschätzung stattfinden sollte, worauf ihm dieser erwiederte: nnN NDPIH >N? D“inn b]) ITDJW DD1D nso ■w jn’w DyD )b u/w ^ob pwyn ndp!???.wd nbu nrn?n^\ —-■ Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. Briefkasten. 1) Hrn B—r Ln P.: Die Mittheilungen von Ihnen und Ihren Freunden wären mir sehr lieb; jedoch möchte ich vorzüglich bitten, durch line dortige Buchhandlung den Weg zu wählen, da dieser Weg jedenfalls billiger ist. In seltenen Fällen, wo zugleich Mehreres zusammengefaßt wird, bin ich mit Ihrem Wege einverstanden. 2) Hrn. B—n, RA. in R.: Ich ersuche Sie ergebenst, mir von Zeit zu Zeit dergleichen literarische Mittheilungen zukommen zu lassen und, wenn es möglich, auch andere über Gemeindezustände ü. dgl. 3) Hrn. I. K. in P.: Ich bitte sehr um die raschere Fortsetzung Ihrer Arbeit. 4) Hrn. W. in M—z: Ich bitte um den Schluß der Arbeit. ö) Hrn. W. in S—l: Geben Sie gefälligst Ihre Briefe da ab, mit der Bemerkung, daß er das Porto berechnen möge. 6) Hrn. G. I. P—k in Zf.: bitte um eine ausführliche Mittheilung über Ihre schriftstellerische Lhätigkeit, wie auch über die Ihres Freundes M. I. P. [29.] Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist .erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Urkunden zur Geschichte der Juden. In ihren Originalsprachen gesammelt und mit einer deutschen Übersetzung versehen. Her aus gegeben von Julius Fürst. Erstes Heft. Preis 10 gGc. Druck von I. H. Nagel. Verlag von C. L. F r i tz s ch e. Redakteur: Dr. Jul. Fürst.