Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 9 (1848)
- Issue
- Heft 21 (20.5.1848)
- Date
- 1848-05-20
- Page
- Seite 161 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte, Studien und Kritiken Neunte? Das Abonnement auf ein Jahr ist 5 Thlr. Man abonnirt bei allen lobl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von vr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen . wöchentlich 'dasLiteraturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Dienstag regelmäßig. fo 21 Leipzig, den LO. Mai 1848» Inhalt. Deutschland. Leipzig. Vermischtes. Leipzig. Adresse. Leipzig. Erklärung Berlin. Die Judensteuer in Wien. Von der Werra. Jndenverfolaung. Breslau. Jüdisches Silber. — Oesterreich. Pesth. Stimmung gegen die. Juden. Zeitschrift. Pesth. An K u n e w a l d e r. Prag. Die Judenexcesse. Prag. Judenverfolgung. Prag. Stimmung. Miskolz. Getäuschte Hoffnungen. Proßnitz. Faffels Ansprache. — Italien. R o m. Eine Ueberraschung. Rom. Aufreizung. — Der kirchliche Verein für alle Religionsbekenntnisse in Leipzig..— LB. d. Or. Deutschland. Leipzig, 12. Mai. ' Der politische Stoff häuft sich so stark, daß wir viele Punkte nur kurz aufzeichncn können. In Schwerin wurde Dr. Marens zum Stellvertreter für das konstituirende Parlament gewählt. — Dresden zählt zwei jüdische Wahlmänner. — In Leipzig werden zum erstell Mal jüdische Kaufleute zu den Berathungen in der Kramerinuung zllgelasseu. — Zn Posen schlagen sich die Juden wacker für die deutsche Sache. — Dr. Veit in Berlin ist Stellvertreter beim preußischen Lalldtag. Jüdische Wahlmänncr für Frankfurt gab es dort sehr viele. — Das eiserne Gitter des römischen Ghetto ist endlich gefallen. Die Römer sind überhaupt bestrebt, die neuen Rechte der Inden aufrecht zu erhalten. — Cremie.ux ist mit einer Ungeheuern Allzahl von Stimmen in die Nationalversamrnlung gewählt worden. — Die mährischen Gemeinden haben Deputirte zur Berathung ihrer rechtlichen Angelegenheiten geschickt. Der Sitz des Konnte ist in Brünn unter dem Präsidium des Laudrabbiners Hirsche wodurch auch die Angriffe eines mährischer; Korrespondenten in der vorletzten Nummer d. Bl., widerlegt sind. — In Proßnitz befürchteten die Christen einen Ueberfall von Seiten der Juden! Die Letzteren begnügen sich mit der Ruhe; die Offensive liegt den Juden fern. —- DieJudenbitt in England ist zum dritten Mal verlesen worden. Lord Ruffel hatte bei dieser Gelegenheit wieder wacker für die Juden gesprochen. — In Wien wird ein Preßburger Bürger verachtet. Es sind Beispiele, daß Preßburger Bürger aus den Kaffeehäusern gewiesen wurden. — Der wackere S. Bloch in Paris läßt den „UniYers Israelite^ wieder besonders erscheinen. — In Frankreich geht man damit - um, den verschiedenen Kulten feine Unterstützung mehr vom Staate zukommen zu lassen. — Pesth ist wieder ziemlich ruhig. — Prag ist unsterblich im Judenhass?. Der Tandelmarkt hat ansgehört oder soll aushvren it. aufdem alten Gottesacker sott ein Bazar errichtet werden. Dr. Zuuz ist in Berlin als Kandidat für Frankfurt ausgetreten. — Dr. Veit in Berlin ist zürn Abgeordneten für das deutsche Parlament gewählt worden. —- Im ^kirchlichen Verein" wird Hr. Prediger Jcllinek über einen Aufsatz von Strauß, dein Verfasser, des Lebens Jesu, und über Judenverfolgungen sprechen. — In Königsberg, Köln und Breslau sind Juden für den vereinigten Landtag gewählt worden. Leipzig, im Mai. Folgende Adresse ist nach Mähren abgcgangen: Deutsche Brüder* in Mäh? reu, T eschen / Troppau und Jä ger n d or f L Deutschland hat mit Freuden die deutschen Worte vernommen, durch welche Ihr, treu dem deutschen Volköthnme, treu der deutschen Ehre, treu der deutschen Fahne. *) Wir bemerken noch ein Mal, daß die Juden zu unfern deutschen Brüdern zählen. Red. 21