Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 37 (10.9.1847)
- Date
- 1847-09-10
- Page
- Spalte 577-578 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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♦ f Und MM für zWsihe Geschichte und Meratur. M 3V. Leipzig, dm 10. September 184V. . Inhalt. Literatur-Berichte-. Leipzig. <HirschfeSd und Salvador.) Riga. Bibliographie, mitgetheilt von R. Z. Wunderbar. — Studie n. Lebevsgeschichte Rafael Mel do-l a's und ein Bild der jüdischen Zustande in Italien zu seiner Zeit Won Rabb. Zipfer. — Die Lebenszeit des El. Levi'ta. Von H. Vodek. — Kritiken. Kurze Anzergen. Iellrnek. Golde nth a l. Nisfrm's Mafteach. Schor. — Ankündigungen. Literatur - Berichte. Leipzig, 2. Sptbr. Von neuen Erscheinungen auf dem Gebiete der jüdischen Literatur haben wir anzumerken: 1) Der Geistder ersten Schrift au slegun gen oder die Hagadische Exegese. Von Dr. H. S. Hirsch selb. EinBeitrag zur Geschichte der Exegese und zur Methodologie des Midrasch. Berlin, 1847. 8. Seiten 546. Ein umfängliches, sehr wichtiges Werk zum Verständniß der ersten Jahrhunderte der Midrasch-Entwickelung, worin auch zugleich über die verschiedenen Sekten damals, über den Alexandrinismus, über die Judenchristen, über Gnosis und Gnostiker, über Apokryphen und Kirchenväter, über Sohar und Kabbala sich so Manches findet. Dieses Werk schlieft sich als zweiter Theil, obgleich auch für sich bestehend, dem srühern Werke des Verf.'s an: „Der G^ist der talmudischen Auslegung der Bibel. Haschisch e Exegese. Ein Beitrag zur Geschichte der Exegese und Snir Methodologie des Talmuds". Berlin, 1840, 8. Nächstdem erscheint von demselben Verfasser: „Einleitung in den Sohar", welches Werk, der eigenen Angabe nach, der Verfasser so eben ausarbeitet und woraus er das letzte Kapitel seines so eben erschienenen Werkes, überschrieben: „Der Sohar und diagnostische Exegese" (1. Das Buch Sohar, Inhalt und Alter. 2) Die Tendenz und die Idee des Sohar. 3) . Die Quellen, der Standpunkt und das Streben dieser Exegese. 4. Die Auslegung, Anwendung und Behandlung des Inhalts. 5) Die Mittel sind pharisäisch hinsichrs der Form. 6) Die Ermittelung der Schwierigkeiten unb der Genauigkeit. 7. Die einfache und natürliche Auslegung dieser Exegese), entlehnt hat. Bei dem Mangel an Hilfsmitteln, um die Teistungen eines Schriftstellers zu übersehen, kann es nicht als überflüßig erscheinen, wenn ich hier bef Gelegenheit dieses neuen Werkes auch die in meiner „Bibliotheca judaiaa“ bei seinem Namen verzeichnten Schriften zusammenstelle.* Hr. Hirschfeld schrieb noch außer den erwähnten: a) velitteratura deperdita IlebiakoZum. Berlin, 1836, 8. Es war seine Promotionsschrift. T>) Religionsschändung und Molochglauben. '' Eine nothwendige Schrift für die Leser des Hrn. Ghillany. Eine Abfertigung der Schrift: Judenthum und Kritik. Wöllstein, 1844, 8. e) 1raetatÄ8 IVIaoot «um scholiis hermeneutacis, glossaräo, nec non indicibus arljectis. Berlin, 1842, 8. Außerdem noch Predigten, die mir jedoch nicht genau bekannt sind. — .2) GeschichLe der RomerHerrschaft in Judäa und der Zerstörung Jerusalems von I. Salvador. Deutsch von Dr. L. Eichler. Bremen, 1847, 8. Zwei starke Bande mit 4 Karten. Fr. Schlodtmann. Die.Ausstattung dieser deutschen llebertragung eines den Lesern bereits bekannten Werkes ist glänzend und prachtvoll. Hr. Salvador theilt seine Geschichte in 5 Epochen, wozu eine Einleitung mit dem Inhalte: Allgemeiner Charakter, Zeitabschnitt und Quellen dieser Geschichte. Die 5 Epochen haben zum Inhalte : 1) Römische Intervention in Judaa (64—63 v. Chr.). 2) Krieg der Dynastien (63-6 v. Chr.). 3) Herrschaft der *) In meiner „Libliotbeea jiidaSca“, von welcher bereits 20 Bogen gedruckt, sind nicht nur die 4 Bände Wolf's, das Wörterbuch de Rossi's, der alte und der fortgesetzte Sifre Jeschenmr u. s. w. verarbeitet und somit überflüßig gemacht, sondern durch eine Fortführung bis auf die Gegenwart, mit Benutzung gedruckter und handschriftlicher Kataloge zuweilen auch unterstützt von Alma n zi, Dr. Beer, B e n j a k o b, W u nderbar u. A., ist der alte Stoff fast um zwei Drittheile bereichert und ich erwähne dieses hier nur, um manche Freunde auszumuirtern, mich mit unbekannten Verzeichnissen zu unterstützen.. Namentlich fehlen mir galrzische bibliographische Angaben. . 37