Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 19 (7.5.1847)
- Date
- 1847-05-07
- Page
- Spalte 289-290 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/8555529-9890729-9890734--4956-3533161- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Literaturblalt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte «nd Literatur. M 19. Leipzig, den 7. Mcn 184^. Inhalt. L it er a t u r - B er i cl) 1 e. R ig «.Erscheinungen der russischen Presse. Von Wunderbar. Leipzig. Iesod Dlcrm. — Studien. Literarische Dialekteir. "Amram Gaon bar Scheschna und sein Siddur. Von S. D. Luzzatto. ~ Analekteir für Geschichte und Poesie. Von Ad. Jellinek. (Fortsetzung.) — Kritiken. Kurze Anzeigen. Dr, Frankel. Beurtheilt von Fasset. — Ankündigungen. Literatur - Berichte. .Riga, 15. Jan. (Fortsetzung.) 43) enthalt die Geschichte der Tora-Uebersetzung der Siebenzig, welche in dem zweiten Abschnitte des Meor Enajim von Asarja de Rosst enthalten ist. Wilna, 1826, '8. — 44) HJiDN."iDD faon Meir Aldabi; enthält theologische, astronomische, Physiologische, anatomische .und medicinische Abhandlungen u. ist getheilt in zehnAbschnitte; edirt Wilna, 1817, in 8. — ’45) rin^ViDD 5 getheilt in zwei Theile. Der erste Theil handelt von der Naturlehre, Erdbeschreibung, Seelenlehre, Philosophie und Religion. Der zweite Theil handelt von der Kabbala, Inspiration, von den Propheten und der Prophezeihung, endlich von Gottes- und Menschenliebe. Der Verfasser, (hier anonym) welcher Pinchas Horwitz ha- Kewi heißt und aus Wilna ist, hat diese Encyklopädie theits aus hebr.-jüdischen Büchern, theils nach Hörensagen zusammengetragcn, daher sein Buch an vielen Stellen auch sehr mangelhaft, ja oft sehr irrig ausgefallen' ist. Indessen hat es viel zur Bildung der aller andern Sprachen unkundigen Israeliten bcigetragen und hat hier so wie im Auslände vielen Anktang gefunden. — Dasselbe erschien Brünn, 1797. 4. I. 128, II. 66 Bl. — Ferner Brünn, 1801. 4. — Wilna mit Zulagen und Berichtigungen 1811 und 1817 in 8. — (Fortsetzung folgt.) Leipzig, 2. Mai. Endlich geht die neue schöne Ausgabe des Jesod "Olam, nach einer Handschrift augeordnet imd daher mit den fehlenden Abschnitten bereichert, ibrer Vollendung entgegen. Hr. B. Goldt erg hat sich durch diese gelungene Ausgabe ein großes Verdienst um die jüdische Wissenschaft erworben, die Kunde der Astronomie, der Mathematik bei dm Israeliten deö Mittelalters, das Verständnis' des jüdischen Kalenders hat durch diese korrekte Ausgabe eine neue Förderung gewonnen, und die trefflichen beigegebenen Tabellen, der übersichtliche Inhalt und andere Beigaben sind den Forschern auf diesem Gebiete sehr willkommen. Es ist daher auch sehr erfreulich, daß die königliche'Familie in Berlin, daß der weltberühmte v. Hu mb old und sehr viele christliche Gelehrte durch ihre Unterstützung die Herausgabe gefördert; die Wissenschaft, welche sich eigentlich nie konfessionell abschließt, ist den Untecstützern zu Dank verpflichtet und wäre es dem Herausgeber zu wünschen, daß er auch bei den Rabbinen und Gemeinden eine gleiche Bereitwilligkeit stnden möchte. Die religiöse Zerrissenheit unter den Israeliten Deutschlands ruft die Freunde des jüdischen Alterthums zur öfterst Ermahnung auf, und die staatliche Schutzlosigkeit, unter welchen die Denkmäler Israels schmachten, lassen eine immer sich wiederholende Anregung gewiß nicht als nberftttßig erscheinen. Literarische Analekterr I. 'Amram Gaon bar Scheschna uni sein Siddnr. Von Sam. Dav. Luzzatto. Mein geehrter Freund I o s cf A lmanzi hat vor Kurzem gegen hundert hebräische Handschriften gekauft; 19