Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1847
- Issue
- 9 (26.2.1847)
- Date
- 1847-02-26
- Page
- Spalte 141-142 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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141 Hiervon geht ab, die zum Schluffe 1840 aus Kurland nach dem Cherson scheu Gouvernement übergesiedelten Hebräer, und'zwar ... Mannl. Weibl. Zu- Seelen Seelen sam. aus Mitau 115 Familien bestehend aus 445 418 863 „ Tuckum 2 — — — 9 4 13 Hasenpoth96 — — — 334 284 618 Libau 13 — — .. 45 - 33 78 , Grobin 2 —. — - 7 - 8 15 , Goldingen 22 — — — 83 -88 171 Windau 1 — — 5 5 10 > Jacobstadt 7 — - 27 33 60 ,Fridrichstadt 1 —- — — 4 6 10 Bauske 82 — — 355 337 692 341 1314 >218 2530 Männl. Weibl. Zu- Lr ans Port der jüdischen Bevölkerung Seelen Seelen sam. vor der Colonisation - - - - - 11,405 11,625 23,030 ad an Colonistrten - -----' 1,314 1,216 2,530 Blcibt eine Bevölkerung zum Schluffe 1840 - - - - - - 10,091 10,409 20/5009) In Kurland befinden sich 14 Kahals oder jüdische Gemeinde-Vorstände, 24 Synagogen, 23 Betschulen, 60 Schulen für die Bildung (wenn nicht gar Verbildung) ihrer Kinder, d. h. die sogenannte Chedarim; 11 Rabbiner, von denen der Mitau'sche Gouvernements- oder Landrabbiner ist; 25 Synagogen- oder Betschulen 2fctteftcn und 14 Kassaführer aber kein einziger Gemeinde-Prediger und keine einzige öffentliche Schule. — . . (Beschluß folgt.) Notizen und Miseellen. Akademie» und milde Stiftungen zn Amsterdam >m Jahre L«8S. Bon dem Drange nach Wissenschaft zeugen die Büte Ha-Midrasch, .so wie die milden Stiftungen Monumente des 9) Vergleicht man nun aud) noch den im „Inland" Jahrgang I V. vom Jahr 1838, wie auch. Journal des Ministers des.Innern pro 1838. Heft V., so erhellet zur Genüge, daß sich viele Statistiker in so ferne irren,' wenn sie g ege n-w wr t't g für Kurland , (wie noch jüngst das Brockhause'sche Eonversauons-Lerrcou im Artikel ^„Kurland") nur circa 15,000 jüdische Einwohner im Ganzen annehmen; da diese Zahl gegenwärtig höchst wahrscheinlich männliche Seelen, allein ausmachen wird. Um so wahrscheinlicher, da Hierselbst in ofsiciellen Berichten sehr oft nur auf die männliche Seelenzahl Rücksicht genommen wird. Bcrgl. auch den Bericht aus Mitau in der Leipziger. AUgem Zeitung von . 6. August 1840,, der auch im Orient Iahrg. 1840 Nr. 37 abgedruckt ist. — 142 Wohlthätigkeitssinnes sind. Beide enthalten ein Stück Kulturgeschichte, deren Bedeutung noch erhöht wird, wenn, wie' es bei den Amsterdamer Stiftungen der Fall, sie uns zugleich mit einem Kreise historischer Persönlichkeiten bekannt machen. Daniel Levi de Barrios, der die Feder eines Panegyrikers eben so gut führte, wie der Capitain M i g u e l das Schwert, hat uns eine interessante Schilderung aller Akademien und Stiftungen -der Holländischen Hauptstadt hinterlaffen. Es möge heute ein rein statistisches Verzeichniß folgen, das Historische einem großern Aufsatze überlassend. - Akademien oder Jeschibüt gab es fünf und z-war: \) Kerer Tora, deren Gründer R. Saul Lewi M or tera ist. 2) Tora Or, deren Oberhaupt R. Isaak Ab oab. 3) I e s ch i b a d e l o s P i n t o s (der Famrlie Pinto), deren Oberhaupt ebenfalls R. Isaak Aboab. .4) Tiferet Bachurim, deren Oberhaupt R. Jakob Sas p ortas. 5) M e V rat E n a j i m , deren Oberhäupter R. A b r ah a m Senior Coronet und R. Isaak S a r u c o. Milde Stiftungen gab cs folgende zehn: 1) AbiIet 6 m i m, deren Prediger R. David S a rfa ti de Pina, R. Salomo Iehuda Le, R. David Nu ne z To rres. 2) G e m i l u t C h a sa d i m , deren Oberhaupt N. S alomo de Oliv er a. ' 3) T e m i m e D a r e ch, deren Prediger R. Samuele Pinto, N. Josef Franco Serrano, R. Abrah am Lopez A r i a 6. 4) Chonen Dalim, deren Oberhaupt R. Salomo d e O l i v e r a. 5) Maskil el Dal, deren Oberhaupt R. Daniel Belillos. . 6) Maskil el Dal, Oberhaupt R. Daniel Jesu ru n. 7) Schaare Zedek, Oberhaupt R. Joses Franco S e r r a n o. . 8) K e t e r S ch ein T 5 b , Oberhaupt R. D ci v i d N un e i To rr es. 9) Reschit C ho chma, OberhauptR.I sa akMeato b. 10) Banale Teschuba, Oberhaupt R. Samuel Ra mir es. Ein Amsterdamer Gelehrter könnte wohl Nachweisen, wie viel dieser Stiftungen noch heute bestehen. Ad. Jellinek. Censurprobe aus Maria T-eresia's Zeit. Bei der sporadischen Natur der jüdischen Studien ist man zu einer Classisikatio» der Editionen jüdischer Hauptwerke noch nicht gekommen. Der Kommentar, Raschi'S z. B. hat die vcrschiedciiartigsten Einwirkungen des Rothstistcs erlitten und Folgendes möge einen Beitrag zu der Handhabung der jüdi- Studien. Notizen und Mkscellen