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Der Orient · 1846-08-20 · 34 (20.8.1846) · p. Spalte 543-544

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
34 (20.8.1846)
Date
1846-08-20
Page
Spalte 543-544 (sequence 8)
Language
German
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543 Ankündigungen. 514 in's Augenmerk zu stellen, und bei einer mit deutschen Lettern zu erscheinenden Uebersetzung eine zeitgcmaße Umarbeitung vorzunehmen. ' Da die Uebertragung eines im Mittelalter in morgenländischer Sprache, mit den Tinten frommer Sagen (nn.lN) aus Talmud und Midraschim gefärbten Werkes, in eine abendländische Sprachform, immerhin einer Erläuterung bedarf, ein hebräischerBiur aber zu einer derartigen Uebersetzung keinen Zusammenklang gibt, so habe ich aus meinem hebräischen Kommentare die erforderlichen aufklärenden Erläuterungen auszugsweise deutsch mitgctheilt, die nicht nur zur Verständlichkeit des Textes beitragen, und auch dem Nichtkenner des Hebräischen genießbar sind, sondern zugleich dem frommen Beter und aufmerksamen Leser, hier und da den Agadakreis der Midraschim eröffnen, und einige Belehrungen bieten. Ich habe auch jene-Pijutim, die in mancher Edition unübersetzt blieben, wie z. B. in den Neujahrsgebeten 'av-N' rwn *>>« P'iutim nruv , pntj/ -om® , vnN'i n^DD nnN , N1H in meiner Uebersetzung aufgenommen, und da, wo es das intensive Gepräge des Pijut verlangte, die metrische Form, zuweilen auch den Reim gewählt; ferner machte ich es mir zur Ausgabe, weder durch eingeschobene Sätze, noch durch weitschweifige Umschreibungen (Paraphrase) den Originaltext, das Hebräische nämlich, zu verwischen. Der Text soll in der Uebersetzung, so wie gegenseitig diese in jenem, erkannt werden; zu diesem Zwecke ist in der gegenwärtigen Ausgabe die deutsche Uebersetzung dem hebräischen Texte zur Seite gestellt. Ueber den innern Werth oder die Gediegenheit meiner Leistung darf mir keine lobende Phrase zu Gebote stehen. — Etz ist in der Regel Sache des Verlegers, die Anpreisungen des Werkes durch den Verfasser selbst in zierlichen Redensarten anfertigen zu lasten. Oer Schriftsteller komponirt den Tonsatz, den der Verleger mechanisch in die Larmtromptte bläst; ich aber, bin Herausgeber und Uebersetzer in Einer Person, ich kann meine Arbeit weder selbst preisen, noch von Andern preisen lassen, sie muß sich selbst loben; der erste Lheil liegt fertig vor, die äußere typische Ausstattung kann besichtigt, -der" innere Gehalt geprüft werden. Nebst den erklärenden deutschen Anmerkungen, ist, da wo eZ nöthig schien, auch eine erschöpfende Inhaltsanzeige beigesetzt worden; und damit man gar kein Gebet aufzusuchen habe, ist jedes Gebet jedes Mal an Ort und Stelle gegeben, wodurch diese Auflage auch den Vorzug der Vollständigkeit erhielt. Das gefällige bequeme Format, der mit neuen Schriften realisirte reine, deutliche Druck, und das eben so ausgezeichnete Maschinenpapier, sind Gegenstände der augenscheinlichen Ueberzeugung und bedürfen keiner öffentlichen Lobpreisung. Um überdies meinen sehr verehrten Glaubensgenossen den wiederholten Beweis zu geben, wie sehr ich das Vertrauen würdige, womit ich bei allen meinen bisherigen Verlagsunternehmungen beglückt wurde, und zu überzeugen, daß nicht Eigennutz die Triebfeder ist, habe ich bei dem jetzigen Gegenstände ungeachtet des bedeutend großcrn Kostenbetrags zur Herstellung, dennoch nicht wie bei dem Machsor mit Biur den Preis ä 7 fl. 30 kr., sondern nur mit 6 fl. C.-M. für ein Exemplar auf feinem Maschinen-Post- Druckpapierftstgestellt. Ein Exemplar auf sehr seinem Maschinen-Poft-Schreibpapier kostet 8 - dto. und ein Prachtexemplar auf dem feinsten Maschinen Velinpapier kommt auf . . . . 10 - dto. und damit, selbst bei dieser Preis Willigkeit, dem Nichcbemittel- Verlag von C. L. Fritz sche. Redakteur: l ten die Anschaffung erleichtert werde, ist der Weg der Pränumeration eröffnet worden. ' Für ein solches seines Druckpapier-Exemplar wird mit 40 kr. Conv. Münze pränumerirt, bei Abnahme eines jeden Theites, werden bis einschließlich dem 8. Tbeile wieder 40 kr. Conv. Münze erlegt, und den 9. Theil bekommt der P. T. Pränumeranc unentgeldlich. Für ein solches sehr feines Schreib-Exemplar wird mit 1 fl. Conv. Münze pränumerirt. bei Abnahme eines jeden der ersten 3 Theile wird 1 fl. Conv. Münze erlegt, vom 4. li anfallend wird bis einschließlich dem 8. Tbeile immer der Teilbetrag mit 48 kr.. Conv. Münze bezahlt, und der 8. Theil wird als pränumerirt unentgeldlich gegeben. Bei einem Pracht-Exemplare erlegt man als Pränumeration 1 sl. 12 kr. Conv. Münze, die ersten 4 Theile sind wieder zu 1 fl. 12 kr. Conv. Münze berechnet, und vom 5. bis einschließlich dem 8. Theile ist für jeden Theil 1 fl.Conv. Münze zu erlegen , wo der 9. Theil dann unentgeldlich verabfolgt wird. In 14 Tagen erscheint der zweite Theil, nämlich, für den zweiten Tag des Neujahrsfestes, und so werden diese jetzt zeitgemäßen, für das Ncujahr und für den Versöhnungstag gehörigen Theile, auf's schleunigste erscheinen. Für jene verehrlichen Abnehmer, die das Bethaus des geregelten Gottesdienstes besuchen, ist bei meinem gegenwärtigen Machsor, ein Verzeichniß gedruckt worden, von allen Gebeten, die bei dem geregelten Gottesdienste bet? behalten worden sind, daher auch diese es bequem gebrauchen können. Bei Partien-Abnahme wird eine verha'ltnißmäßige zufriedenstellende Provision gegeben. Bei dieser Gelegenheit setze ichauch in Kenntm'ß, daß jetzt der letzte Theil meines Oktav-Talmud schnell gedruckt, so Gott will, diesen Sommer sicher erscheinen, und also dieses große wichtige Nationalwerk nunmehr gänzlich vollendet wird. Als reine Wahrheit darf ich, ohne der Bescheidenheit nahe zu tretendes frei sagen, daß ich in der Geschichte der Verleger der Einzige bin, der dieses Werk in solcher Weise zur Ausführung gebracht hat, was auch im ganzen In- und Auslande würdigend anerkannt wird, und mich zu neuen großen Unternehmungen aneifern soll. Prag, den 15. Juli 1846. M I. Landau. [152] Bei Ioh. A u g. Weiß ne r in Ham bürg ist sv eben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: I&edsloh, Dr. thv Gr. M-5 Professor. Die alt** testamentlichen Namen der Bevölkerung des wirklichen und idealen Israelilenstaals etymologisch betrachtet. Gr. 8. Geb. 20 gGr. oder 25 Sgr. Hamburg, im August 1846. Briefkaste«. Hrn. H—m in P.: Ihre, drei Aussätze habe ich erhalten, doch kann ich von denselben nichts aufnehmen. Das Literarische ist zu weitschichtig, zu groß und abgenutzt. Die Zurechtweisung der Mystifikation ist überflüssig, und die andere Mitrheilung berührt zu viele Persönlichkeiten. Dr. Jul. F ü rK. Druck von I. H. Nagel.

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