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Der Orient · 1846-04-23 · 17 (23.4.1846) · p. Spalte 271-272

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Journal
Der Orient
Volume
1846
Issue
17 (23.4.1846)
Date
1846-04-23
Page
Spalte 271-272 (sequence 8)
Language
German
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2?1 [69] In der C. Miiller'schcn Buchhandlung in Fulda ist, so eben erschienen und durch alle,Buchhandlungen zu beziehen: lenes, bewegliches 3^' oder Zehn Tabellen für Israel. Schulen , das hebr. Alphabet und die Vokale in 2—3 Zoll hohen trennbaren Buchstaben und eine kurze Gebrauchs-Anweisung enthaltend. Herausgegeben von L. M. tzewisohn. Preis für alte zehn Tabellen auf feinem Schreibpapier 20 Sgr. fl. 1. 10 kr. Die Nützlichkeit der beweglichen Alphabete ist beim deut- ' scheu Leseunterricht schön längst von Denzel, Sch w a rz, Stepha n j, Zerren n er u. And-, anerkannt. Dies dürfte um so eher beim hebr. Lesen der Fall werden , als man die Lehrer noch häufig über den Mangel an zweckmäßig geordneten Lesesibeln und hauptsächlich an brauchbaren Wandfibeln , die doch eigentlich in Volksschulen unentbehrlich sind, klagen Hort. Allen Uebelständen wird aber durch diese Alphabet-Ausgabe abgeholfen, indem 1) der Lehrer hierbei jede beliebige Methode anwenden kann, 2) die Buchstaben wegen ihrer Größe von der ganzen Klaffe gesehen werden können und 3) das Lesenlernen rasch von Statten gebt, indem die Kinder zu ihrem liebsten Zeitvertreib die Buchstaben selbst aussuchcn, aufstecken, Wörter bilden und so spielend und ,mit Lust lesen lernen. Motto: Neb Henoch was thut wer damit,! Berlin, bei Fernbach. , Steinbnch (bei Schwäbisch -H all), 19. Apri l. ' (Erklärung Zogen einen Korr. imZivnswächter.) Nie hätte ich es geglaubt, daß ich noch in meinem 78. Jahre mich zu einer öffentlichen Erklärung gegen die Schmähsucht eines Wächters-Gehilfen genöthigt sehen würde! In dem wnthenden Wächter verbreitet sich Jemand aus unschicklichem und nur für den Zionswächter vielleicht paffendem Eifer über eine an sich völlig unbedeutende Geschichte, und nöthigt mich dadurch, auch darauf zurückzukommen. Vor 18 Jahren hatte mein Sohn, L. H. Löwen st ein, gegenwärtiger Mitredakteur der Ober-Postamts-Zeitung, mir von Mannheim aus durch einen Metzger Namens Heim einen Brief geschrieben, welchen Heim aber unverantwortlicher Weise mehrere Wochen in der Tasche hernmtrng, so daß ich nicht begreifen konnte, warum mein Sohn mir so lange nicht schrieb, während er seinerseits sich ängstigend nicht wußte, warum ich ihm nicht antwortete. Um Auskunft zu erlangen, wendete ich mich, gedrängt von dem Bangen eines Vaters um seinen Sohn, an den damaligen Rebbe meines Sohnes, natürlich ohne zu denken, daß er einst ein so fanatischer Mitarbeiter des Zionswächters werden wird, und den ich jetzt noch rn min d nicht nennen mag. Jn- Verlag von C. L. F r itz sch e. 272 zwischen war meines Sohnes Brief angekommen , was ich ihm auch sogleich meldete, um es auch dem Rebbe anznzeigen, was auch durch meinen Sohn geschah. Daß ich mich in jenem Briefe an den Rebbe in bitteren Worten gegen meinen Sohn geäußert hätte, i st e i n e b a a r e Unwahrheit, 'nn-hn■ tyTDnb Tin? Das ist die ganze Geschichte. Solltepnan mm glauben, daß dieses ein Gegenstand sei, um ihn 18 Jahre später durch die haßerfüllten, aller Gottesfurcht baaren Nachtwächter zu pnbtieiren! Und doch ist es so, angeblich um das Henoch'sche Jüdcnthum zu fördern, in der That aber, nur das Treiben des Wächters der öffentlichen Abneigung hinzugeben. Es wird dort ferner gesagt, derRebbe habe meinen Brief der Polizei übergeben. Nun, es sijld zwar 18 Jahre her und. ich bin 78 Jahre alt; so will ich noch versuchen, jenen unbedeutenden Gegenstand ans meinem Gedächtnis) hervorzuholm. Für's Erste muß ich vorläufig bemerken, daß man n'2 gegen meinen Sohn, der in der jüdischen Literatur rühmlich bekannt ist, doch wenig Nachtheiliges aufzubriugcn wissen muß,, wenn ein das Judenthum und seine Bekenner nicht sehr ehrendes Blatt solche ü'bti'z Dnm aus den Knabenjahren hervorsncht. Dann weiß alle Wett, wie sehr mein Sehn mb bin) inD seine Eltern ehrt', wie sehr er sie niNO bdl unterstützt, i^dn pn das ist hier in der ganzen Umgegend bekannt, und hat ihm die allgemeinste Hochachtung erworben, wenn auch die treulosen Wächter nichts davon wissen. Ich muß aber sehr einen Mann hiermit bedauern, der wie man. sagt, ein und pob..t.jl, daß er sich zu'einem Spiele orthodoxer Selbstsucht hergegeben; ich muß ihm nicht nur die Worte von Salomo: pn bin bx nriN niDi pp HKon oder pn no nbu znrufen, sondern auch daran erinnern, daß er bei dieser Gelegenheit sich so weit vergessen hat, noo by mumi^ denn es heißt: rym xb) wmn. nbi np *mn N^’oiph nb ,.b'Di pn sb , inpn jnip non. Ich erlaube mir, den Verfasser jener Schmähung und Lüge in dem Nachtwächter, wenn solcher ein ü'üv/ Nn’ ist, ernstlich anfzuferdcrn, öffentlich das gutzttmachen, was er durch seine Worte bös gemacht , dann wird er ihm Po fein , wie ich es ihm auch ^rob bin. nP inüjt by p nbqv npn nxi JON )b ND> - Serocham Löw Löwenstein, Vater des Schriftstellers 7 L. H. Löwenstein. Druckfehler im LB. Nr. 11. Col. 168, Z. 9 v. u. st. Ps. 112 l. Ps. 113.— Col. 170, Z. 2 v. u. st. stoßen l. stoße. — Col. 171, Z. 10 v. 0. st. 23, 13 l. 33, 13. Ankündigungen. Druck von I. H. Nagel.

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