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Der Orient · 1842-05-07 · 19 (7.5.1842) · p. Spalte 301-302

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Journal
Der Orient
Volume
1842
Issue
19 (7.5.1842)
Date
1842-05-07
Page
Spalte 301-302 (sequence 7)
Language
German
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BOI Talmud i sch c Exegetik. Bö» M. Schwarzauel'. StellenangabS» Mit welchen Worten die biblischen CiMe angeführt werden. Tenden z« 5?alacha. Hagada. Namen der Traktate. Totaisumme der im Traktate vorkomr menden Mischnot. Abschnitt und Mischnah. welche nur während des Tempels Geltung hatte. A. welche allzeit- Uch gültig ist. B. Tvtarsumme von ^.jB. § Z Z K & a § Z 3 Tohorot 92 ... ohne Deutungsstellen. Mikw aot 71 5, 4. . id. i 9, 2. ...... id. . id. i Niddah 79 5, 1. 8, 3. ...... id. id. 2 Machschkrin 64 1, 3. ...... id. ‘ id. 1 Sebachim 32 ohne Deutungsstellen. Tebul jom 25 icl. Jadajim 22 4, 3. 4. 8. .'Jt£> id. id. 3 Ukzim 28 3/ 12. | . id. . . Id. icl. 1 Sa. von Se- 979! ISumme der Deutungsstellen 9 3 I 5 der Tohorot 1 1 I 17 1! Rücken wir nun zur klarern Uebersicht die Summa der Mischnotanzahl der sechs Sedarim nebst der Anzahl ihrer DeMungsstellen nach den verschiedenen Tendenzen naher zusammen, so ergiebt sich folgendes Verhältnis Die sechs Sedarim. £ s s o Ist O GL k g 5 § v. 3 § L hsS <3* ‘fät ZP r> 8 Äemeekungen. Seraim 612 21 10 4 Moed 699 35 12 5 Naschim 497 42! 25 6 Nesi'kin ' 579 83 34 18 Kodoschim 559 68 53 3 Tohorot 979 17 9 3 3925 266 143 39 7 18 11 31 12 5 11 Traktate giebt es., welche gar keine Deutungsstellen haben und zwar: Demai, Maaßrot, Örlah, Embin, Bezah, Mei'la, Kelim, Oholot, Tohorot, Sebachim und Tebuljom. 84 Betrachten wir nun das Resultat dieses Verzeichnisses, so ergiebt sich nach Abzug der Deutungsstellen für Halacha ad tempus 143 und der für Hagada — 8414) — welche zur Zeit ihrer Verfasser keinen andern Zweck als einer religiös geistigen Tharigkeit zu genügen hatten und Hüben konnten. — Denn die restirende Mischnot-Summa von 3698, unter welchen nun die 39 Deutungsstellen für Halacha ad tempus vitae um welche eigentlich bei der Untersuchung der „Skizze" sich's namentlich handelt — zu vertheilen sind. Berücksichtigt man ferner, daß unter diesen ,,40 weniger eins" Deutungsstellen viele sind, welche eine rationelle Exegese enthalten und andere, welche mit nt hy eingeleitet, 14) Demnach wäre Dr. Zunz's Bemerkung: Gottesdienstliche Vorträge S. 87 wo es heißt: daß 50 einzelne Mischna's der Hagada anhekmfallen, zu berichtigen. vom Verfasser selbst zugegeben, gar nicht als Exegese zu beachten: So müssen wir es dem gesunden Urtheile des talmudisch unterrichteten Lesers überlassen, ob bei einem solchen Verhältnisse „von einem Erwachen und Wiedereinschlafen eines verletzten exegetischen Gewissens" nur die Rede sein darfob man dadurch — wie Hr. Dr. G. — sich berechtigt halten kann, die Tenaim für so bornirt zu erklären: daß sie den einfachen, kindlichen Sinn der heiligen Schrift nicht verstanden hätten. — Wir erlauben uns hier Ndch, bevor wir die Mischna aus den Händen legen, einen von Hrm Dr. G. a. a. O. angeregten Gegenstand 15), welcher Grundgedanke nämlich den Editor bei der reihefolgenden Anordnung der Traktate der Mischna geleitet habe, zu besprechen. 15) Wissenschftl. öeitschr. Aer Bd. Auch Maimonides bespricht dieses in jeder Einleitung zu den Mischna-Traktaten.

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