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Jüdische Rundschau · 1925-08-28 · Heft 68 (28.8.1925) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 68 (28.8.1925)
Date
1925-08-28
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 588 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 68 Neue politische Literatur An den Polen europäischen Geschehens und zugleich die Schicksale der ganzen Erde bestimmend liegen England und Rußland. Ihre Völker und die von ihnen entwickelten politischen Institutionen sind bestimmt, formend in das Leben der anderen Völker einzugreifen. Prof. Wilhelm Dibclius gibt in seinem zweibändigen Werke „England" nicht nur eine verständnisvolle Beleuchtung der Psyche des englischen Volkes, sondern er erweist sich auch als ein zuverlässiger Führer zu allen politischen und sozialen Institutionen des britischen Reiches und besitzt die Gabe, diese in all ihrer Fremdheit und Eigenart dein kontinentalen Leser nahe zu bringen. Den großen Einfluß, den England auf die Bildung des liberalen Europa seit dem achtzehnten Jahrhundert und auf das Entstehen einer demokratischen Idee in Asien und Afrika ausgeübt hat, erklärt Dibclius richtig: „Englands nationale Politik hat immer auch gleichzeitig einen gewissen internationalen Einschlag. England ist der einzige Staat der Welt, der, indem er für sich sorgt, gleichzeitig auch den anderen Völkern etwas zu geben hat, der einzige, bei dem Patriotismus nicht eine Abwehr oder Kampfesstcllung gegenüber der ganzen übrigen Welt bedeutet, der einzige Staat, der stets einen Teil gerade der vorwärtsstrebenden, tüchtigen, idealistischen Elemente jeder Nation zur Mitarbeit auffordert." Heute ringt das revolutionäre Rußland mit England um diesen Einfluß in Europa und in Asien. Prof. David Koigcn versucht in seinen Aufzeichnungen aus der russischen Revolution ^Apokalyptische Reiter" den Sinn dieses historischen Mysteriums zu deuten. Ihm ist die Revolution ein Durchbruch des cndzcitlichcn Sinnes des russischen Volkes. „Das alte Motiv der russischen Geschichte, aber in äußerst verstärkter, revolutionärer Form, kehrte wieder: das Leben des Reiches, der Historie auf Kosten der Kultur und Zivilisation." Der Bolschewismus ist vom nationalen Standpunkt aus gesehen der größte Vertreter eines universalistischen Nationalismus und hierin liegt sein mächtiger Anpell an die Völker Asiens. Zugleich ist der Bolschewismus die Krönung des Narodnit- .schestwo des neunzehnten Jahrhunderts, der Baucrnvolksüi.nlichkcit. Er hat es vermocht, die Arbeiter und Bauernmassen, also die sozialen Proletarier, wie auch die unterdrückten Rassen des Reiches, also die nationalen Proletarier, in eine Rcvolution-\irmce zu verwandeln. Darin liegt das Geheimnis seiner luihcsiegbarkcif. Prof. Koigcns Buch enthält auch tiefschürfende Bemerkungen über das Judentum und manche wertvolle Bemerkung über das jüdische Leben in der revolutionären Ukraine. Unter dem Einfluß Englands und Rußlands hat sich auch das Jahrhunderte hindurch anscheinend so unwandelbare Asien gewandelt. Ein Sammelbuch von großem Werte ist das von E11 i o t "G r i n n e 11 M c a r s herausgegebene ,.M o d c r n Turkcy". In einzelnen Beiträgen, die über alle Gebiete des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens in der Türkei in den Jahren seit der ersten Revolution (190S) bis Ende 10/3 Aufschluß geben, entrollt sich deutlich der Prozeß «ler Umformung einer traditionellen, religiösen und automatischen Gesellschalt in ein modernes, von der Tradition sich immer mehr loslösendes, den Nationalismus statt der Religion betonendes, demokratisch republikanisches Gemeinwesen. Der historische Gcstaltwandcl, der ganz Asien in den letzten zwanzig Jahren ergriffen hat und von dessen ievolutionärer Kraft man sich selten voll Rechenschaft ablegt, wird in diesem wertvollen Buche, das für die Kenntnis der modernen Türkei unentbehrlich ist, dargestellt. Ein Zeuge ganz anderer Art dieser Umgestaltung Asien* kommt aus Japan in Toyohiko Kagawa, dessen Roman „Bcforc the Dawn" soeben in englischer Ucbcrsetzung erschienen ist. Kagawa ist ein Christ, der in Amerika Theologie studiert hat. Seither lebte er in den Armcnviertelu und Slums der japanischen Hafenstadt Kobc als Verkünder eines radikalen religiösen Sozialismus, der in manchen Beziehungen Gandhis Lehre nahe steht. Sein Roman hat keine Handlung, es ist die Geschichte eines japanischen Studenten unserer Tage auf der Suche nach Wahrheit, ein Zwiegespräch der Seele, aus dorn aber das g.m/e derzeitige japanische Leben mit all;-ciiic. '..-sprechenden Strömungen und seinen aus Vergangenheit und Zukunft, europäischem Einfluß und asiatischer Tradition, rohestem Imperialismus und beginnendem sozialen Lrwachen zusammengesetzten Tendenzen lebendig wird. Der demokratische Gedanke, seine Bedeutung und seine Geltung bewegt heute nicht nur die europäischen, sondern auch die asiatischen Länder. In diesem Augenblicke erscheint ''in Buch M. J. Bonns „Die Krisis der europäischen Demokratie", das reich ist an neuen Aufschlüssen und •Einsichten in den Komplex der Fragen der Auflösung des Parlamentarismus und der neuaufkommenden Herrschaft der Oewalt, wie sie unvcrhüllt in Italien, Rußland und Spanien, verhüllt in Deutschland und der Türkei, die Regierung ergriffen hat. Prof. Bonn wirft neues Licht auf die verworrenen politischen Tendenzen dieser Zeit, die er zu glücklichen und geistreichen Formulierungen vereinfacht. „Mussolinis Gewalttätigkeit entspringt nicht bloß einem gewalttätigen Temperament; sie beruht auf der Ucbcrzcugung, daß Regieren ohne Zustimmung der Regierten eine zweckmäßige, legitime »kthode ist, um die Menschen zu beherrschen. Seine Theorie ^nd seine Praxis sind die Lenins. Während aber Lenin eine -entliehe Vorstellung einer ideal richtigen, sozialen Welt bc- S;>;j, der er mit rücksichtslosem Wollen zustrebte, kennt Mussum kein scharf umrissencs Ziel. Lenins Ziel galt der Menschheit. Mussolini ist überzeugter Nationalist. Die Mensch-;-cif als ganzes interesfert ihn wenig. Er glaubt Icidcnschaft- •^h an Italien. Aber der tiefste Sinn seines Glaubens ist der Glaube an Mussolini. Er echt nicht von der Vorstellung eines ^msollcndcn, idealen Menschen aus, sondern von dem menschen, wie er ist und wie er ihn sieht." Die Krise der europäischen Demokratie wird durch den Qeist der Gewaltigkeit verschärft, den der Kricff erzeugt hat. Zu gleicher Zeit kommt aus Asien die Lehre der Gewaltlosigkeit.1 die in der Kunde von Gandhis Persönlichkeit in alle Jänricr gedrungen ist. Prof. Clarcncc Atarsh Casc untersucht in seinem Buche. „Non-violent Cocrcion" efie Geschichte und die Lehre der Theorie der Gcwaltlosigkeit on Lao-Tsc und dem Urchristentum an über die böhmischen Brüder und die Qiäker zu den Kriegsd'cnstvcrwcigcrn während des Weltkrieges und zu Gandhi. Prof. Gases Untersuchung ist meines Wissens die erste zusammenfassende Darstellung dieser Bewegungen, deren Bedeutung für die Gcsellschaftslehrc noch immer nicht genügend anerkannt ist. Zugleich liegt zum ersten Mal in deutscher Uehcrsctnmg die Schrift eines der bedeutendsten unter den religiösen Anarhr.f cn und Predigern der Gcwaltlosigkeit vor, PetrrCIieltschizki, „Das Netz des Glaubens". ChcHschizki war ein Tscheche und ein Zeitgenosse des Johannes Hufi und der geistige Vater der böhmischen Brüder. Sein Buch ist eine Kampfschrift gegen das verweltlichte Christentum und gegen die irdischen Machthaber. Aber sein Buch ist noch von größerer Bedeutung. Es ist geschrieben in jenen Zeiten, als sich zum ersten Mal unter den Hnssitcn ein tschechischer Nationalismus — und wie Palackv, der tschechische Geschichtsschreiber, glaubt, der erste moderne Nationalismus — erhob v*~»£XZSZ2StZ^^ f'\r erwarten, daß jeder Vertrauensmann des Keren Kajcmcth seine Pflicht erfüllen und die Vorbereitungen für die Roschhaschanah-Aktion rechtzeitig und genau treffen wird. Jeder Zionist sollte sich in den Dienst der Aktion stellen, d.h.sich organisatorisch od. propagandistisch betätigen, spenden u. sammeln! BcaeaEraCTtrsca^^^ und in einer Reihe glänzender Siege die Deutschen schlug. Und gerade in diese so Erfolg gekrönte glanzvolle Situation brach ähnlich wie die Stimme unserer Propheten Chcllschi/kis Wort, ein Mißton in den nationalen Jubel, eine Anklage aller, die Gewalt tun, die zum Kriege ausziehen, die da glauben, geistige Wesenheit mit dem Schwerte durchsetzen zu können. Cheltschizki steht auf Seite der Armen, die unter jedem Kriege leiden, er lehnt jedes Kompromiß ab, jede zwiespältige Moral. Gerade in der Stunde, da zum ersten Mal der militante Nationalismus sich erhob, sprach Cheltschizki Worte, die mit ähnlicher Wucht in unserer Zeit von Tolstoj geäußert wurden. So verschlingen sich in der Krisis unserer Zeit der Liberalismus Englands, die Gewalttätigkeit der Reaktion, die kein Bild der Zukunft kennt, die Gewalt der Revolution, der es um die neue Gemeinschaft geht, der von all diesen Bewegungen beeinflußte Gestallwamlel Asiens und schließlich die zeitlose Stimme der Gcwaltlosigkeit. Ii aus K o h n. Wilhelm Dibclius, England. Deutsche Vcrlagsansfalt-Stuttgart, David Koigcn, Apokalyptische Reiter, Erich Reiß-Verlag, Berlin E. G. Mears, Modern Turkcy. The Macmillan Oy. New York. Toyohiko Kagawa. Befor the Dawn, Chatto Pe Windus, London. M. J. Bonn, Die Krisis der europäischen 'Demokratie, Meyer fr Jessen, München. C. M. Casc, Non-violent Cocrcion, George Allen & Unwin, London. * " Cheltschizki, Das Netz des Glaubens, Einhorn-Verlag, Dachau b. München. Literarische Mitteilungen Paul Ludwig Landsberg: Die Welt des Mittelalters und wir. Ein geschiehtsphilosophischer Versuch über den Sinn eines Zeitalters. Dritte Auflage. Bonn, Friedrich Cohen, 1925. Eine Auseinandersetzung unserer Zeit mit dein Mittelalter hat auch für uns Zionisteu ihre grolle Bedeutung, ist doch «-in groller Teil der in Palästina bestehenden Gegensätze und der geistigen Kämpfe dort auf den Gegensatz zweier Zeitalter zurückzuführen. Das Buch von Landsberg ist eine mit großer Liebe und Sachkenntnis geschriebene Darstellung des Geistes des Mittelalters, den er dem Geibte unserer Zeit entgegenstellt. Er sieht im Mittelalter die Zeit, die ein positives Ideal hatte, während in unserer Zeit alles negativ ist und die großen Bewegungen dieser Zeit ihre Substanz darin haben, gegen andere gerichtet zu sein. Sicherlich hatte das Mittelalter einen viel ungebrocheneren Charakter und seine Menschen waren viel individualistischer als die unserer Zeit, in welcher die Presse eine allgemeine Nivellicrung schafft und dem Menschen seine Ansichten jeden Morgen gedruckt ins Haus gebracht werden. Trotz der Anerkennung des Buches hat man aber doch das Gefühl, daß seine Grundtendenz mehr eine Furcht vor unserm Schicksal als ein Aufbau ist. Man hat das Gefühl, daß der Autor im Innersten doch nicht jene ungebrochene Weltanschauung hat, die er haben möchte. Keine Ucberlcgung über die Schönheit der versunkenen Zeit bringt uns über die Tatsache hinweg, daß wir eben in eine andere Epoche hineingeboren wurden. Im übrigen soll gerne anerkannt werden, daß das Buch eine Hille von Anregungen enthält, und daß der Anhang, welcher in kurzen Schlagworten die eben versunkene Zeit, dann die Epoche in der wir leben und die Epoche, in die wir hincinstreben müssen, charakterisiert (z. B Zivilisation — Chaos — Kultur oder Schcinkirchc — Sekte — Kirche etc.) sehr viel Kluges aussagt. Percz ins Estnische flbersctil Sicherlich hat sich's Percz nicht träumen lassen, von jenem kleinen Völkchen finnisch-mongolkchcr. Ursprungs gelesen zu werden, das er noch gerade dem Narncn nach gekannt haben mag. Estlandischc Juden die den Vermittler hätten abgeben können, gab es nur In sehr geringer Zahl,, und selbst diese waren erst vor ein bis zwei Generationen aus allen möglichen Gegenden ms Land gekommen. Und trotzdem ist aus ihrer Mitte eine Ucbersetzcrin, Trau Esther Schit0 mirr,ki (RcvaU hervorgegangen, die sich zur Aufgabe »' macht hat, das estnische Volk, dessen Sprache sie wie <?•, eigene beherrscht, mit den Erzeugnissen der jiddischen Litcratu. bekannt zu machen. Als einen höchst gelungenen Anfang a,.; diesem Gebiete muß ihre glanzende Ucbcrsetzung einer gan:," Reihe von Pcrez-Werken verzeichnet werden. Dic^c Qj' schichten sind im Sammelwerke „Adam und Eva", der estnische Verlag „Warok" käuflich erworben hnt, schienen. Der Verlag gab hiervon 2000 Exemplare hrT3l,,' die in kurzer Zeit fast vollständig verkauft wurden. Fcrr^ sind in verschiedenen estnischen Journalen Erzählungen V schienen. In den estnischen literarischen Kreisen habr'r, Percz Ucbcrsetzungcn lebhaftes Interesse erregt und d,j talentvollen Ucbersetzcrin wurde nahegelegt, weitere. Urbrr. set/ungen aus der jiddischen Literatur zu besorgen. Fra,. Schitomirski arbeitet nunmehr an der Ucbcrsetzung übrigen Werke von Percz sowie anderer jiddischer Schrifsteiler. Die Zcntralbibliothck der Organisationdtr palästinensischen Arbeiterschaft erwarb jR Laufe der Monate April bis Juni 1164 neue Bücher. Sie crbiclaußerdem in der angegebenen Zeit M3S Bücher, so daß de- Gesamtzuwachs 2o0'.i Bücher betrug. Die Bibliothek umfaßte am 1. Tanius 45 315 Bücher. Innerhalb des Leihverkehrs zu';, sehen der Zentrale der Bibliothek und ihren Filialen wurden in der angegebenen Zeit MIO Bücher versandt. Die Filinlen der Bibliothek wiesen am 1. Tanius einen Bestand von 7721g Büchern auf. Die hebräische Universitätsbibliothek erhielt letzthin vom Zentralkomitee des Keren Hajcssod in Palästina eine Ssmm. hing von Amuletten, die von großer Bedeutung für die flrforschung der jüdischen Tradition und Folklore sind. Die Hibliotlui erhielt ferner von dem genannten Komitee eine Sammlung von Telegrammen und Glückwunschschreiben, die seinerzeit Mcrj. dcl Bcilis nach seiner Freisprechung in dem bekannten Ritualmordprozeß zugegangen waren. * Die National- und U n i v e r s i t ä t s b i b 1 i o t h in J c r u s a 1 c m hat soeben einen K a t a 1 o g ihrer Buciirr auf dem Gebiete der Pädagogik herausgegeben. Der Katalog umfaßt 44 Seiten. Gemäß einem Abkommen mit dem Erzichungsdepartement der Zionistischen Organisation werden nunmehr auch pädagogische Bücher an Lehrer in ganz Palästim verliehen werden. Wie der „Doar Hajom" meldet, ist soeben die Drucklegung des Band 7 des großen hebräischen Wörterbuches von Elicscr Ben Jchuda beendet worden. Der neue Band umfaß: einen Teil des Buchstabens „Nun". Der Vcrlagsbuchhändlcr Dr. Felix K a u 1 f m a n n (1. Keitmann, Verlag Frankfurt a. M.) hat anläßlich des hundertjährigen Bestehens des jetzigen Gebäudes der Frankfurt:: Stadtbibliothek am 16. Aigust 1025 der Jubilarin eine Festgabe in Form einer Reproduktion der im Jahre 1620 in Venedi;; zum ersten Male erschienenen Lieder Salonions: „rhschirim Ascher li-Schelmo" von Salomen de Rosni gestiftet Die Veröffentlichung gelangt nicht in den Handel. Sic wurde in drei Exemplaren auf Pergament, von denen Exemplar Nr. 1 der Stadtbibliothek gewidmet ist, und in weiteren sechzig numerierten Exemplaren auf Zanders-Bütten abgezogen. Ehs Werk enthält die Oktav&ümmc der „Lieder Stornos", wd umfaßt dreißig Stück. Salomon de Rossi lebte gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Mantua und ist ein Zcitgcnov;c Pallcstrinas, des Reformators des kirchlichen Musikwesen! Unter den Madrigalkomponistcn nahm er einen nicht unbedeutenden Rang ein. Von seinen profanen Kompositionen sind zwei Bücher dreistimmige Cansoncttcn (1589, 15921 und vier Bücher fünfstimmige Madrigale gedruckt. Ferner schuf er in Verbindung mit zeitgenössischen Dichtern ein Musikdrama „Maddalcna". Die Festgabe ist mit einer Einleitung von Prof. Dr. A. Freimann versehen. Reiscverblndaan nacb Piläsfisa Es ist dem Palä^tinaamt gelungen, von «ler ..Cunard- Linie" eine ganz besondere Vergünstigung fnr die dnuh Amt vermittelten Reisenden zu bekommen, und zwar befördert diese Linie auf ihren großen Ocean-Dampfcm, C:; eine sehr komfortabel eingerichtete III. Klasse haben, die Reisenden ab Berlin inkl. Eisenbahnfahrt Berlin-Marseiile bis Port Said für £ 12 einschließlich Bett und Verpfleg Das nächste Schiff dieser Linie, „California", 17 Tonnen, fährt am 20. Oktober ab Marseille. Di< Schiffahrt II. Klasse kostet £ 16. Die I. Klasse für diesem Schiff ist bereits ausverkauft. Näheres beim Palästinaamt, Berlin W 15, Mcinckcstr. 10. Zionistische Begleiter auf Chaluzim-Dampfern. Schiffe, welche eine beträchtliche Anzahl von Palästina-Immigranten befördern, werden in Zukunft einen Begleiter erhalten, den das nächstgclegcne Paulstinaamt bzw. das des Hafenortes entsendet. Das erste dieser Schiffe, das mit einem solchen Begleiter fuhr, war die „BUAGA", mit der vor fcuTzcm 1200 Immigranten ankamen. Die Aufgabe des Begleiters besteh darin, die ganze Registrierung und ähnliche 'Arbeiten noch atf hoher See fertigzustellen und dadurch den Passagieren de Zeit zu ersparen, die die Erledigung all dieser Formalitäten im Hafen unvermeidlich erfordern würde. Der „President Arthur", der erste jnrib^ Dampfer, ist schon zweimal in das Goldene Buch ^f< Kcrcu Kajcmcth eingetragen worden. Auf seiner erstr f ahrt von New York nach Palästina wurden an Bord 424 i für diesen Zweck gesammelt. Auf der letzten Reise erbrachten die Sammlungen 1243 S, die dem Hauptbüro Fonds in Jerusalem durch Vertreter der Passagiere persönlich abgeliefert wurden. Berlin. Die Arbeiter-Organisation Poa 1 e Zion veranstaltet-am Sonnabend, den 20. August, i-'*Q Uhr abend', im Arbcltcrheim, LInicnstr. 150, einen Vortrag von Seh j Rudel, der von einer Reise in Polen zurückgekehrt i<; über „Die jüdische Arbeiterschaft In Polen". Gaste vi"" kommen. Vertrauensleute und Kiiiar&aiier @es Birei u\mm\ Iii ip im tenüioa m m m «iissiß zur iWl an fer Mfi«eiaH8lien säen Iii!, so doli dieses umgetiend ö

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