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Jüdische Rundschau · 1925-08-25 · Heft 67 (25.8.1925) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 67 (25.8.1925)
Date
1925-08-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 578 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr.e7f Antisemiten-Prozeß in RnmSnicn Jassy. (J.T.A.) Am 18. August begann vor dem Jassycr Bezirksgericht die Verhandlung gegen den jungen Juden L er man, der wegen schwerer Körperverletzung des Prof. C u z a angeklagt ist. Bekanntlich bildete das Rckontrc zwischen Lcrman und Cuza den Ausgangspunkt zu schweren antisemitischen Ausschreitungen, die sidi von Jassy aus über inehicrc Städte Alt-Ihimänlcns ausdehnten. Von einer Eskorte bewacht, betrat Lcrman, der seit dem Zusammenstoß im Gefängnis sitzt, den Vcrhandlungssaal. Lerman erklärte vor Gericht, er habe Prof. Cuza nicht gekannt, sondern ihn für einen gewöhnlichen Bürger gehalten, als er ihn nach der Adresse des Waiscniustitutcs gefragt habe. Cuza habe ihm die Auskunft verweigert, ihn als Juden schwer beschimpft und mit dem Stock und der Faust geschlagen. Er habe nur in der Notwehr gehandelt, als er den Prof. Cuza schlug. Die Aussagen der Zeugen widersprachen sich. Der Zeuge Ghcorgc Padure sagte aus, er habe gesehen, wie Cuza zuerst Lcrman angriff. Lerman habe nur in größter Bedrängnis die Abwehrschläge gegen Cuza geführt und mit dem Griff des Stockes, mit dem der Professor seine Schläge führte, Cuza am Schädel getroffen. Dagegen sagte der Cuza-Studcnt Acas a n d r i aus, er habe gesehen, wie Lcrman den Professor geschlagen habe. Der Vertreter Cuzas hielt eine antijfüdischc Brandrede und sprach davon, daß hier ein jüdisches Komplott vorliege; Cuza selbst verzichtete auf das Wort. Der Verteidiger Lcrnians wies nach, daß von einem Komplott nicht die Rede sein könne, nur ein ToJIcr könne in diesem Falle von einem jüdischen Komplott sprechen. Aus ' der Anzeige des Cuza gehe schon deutlich hervor, daß beide zugeschlagen haben. ♦ Jassy. (J.T.A.) U.is Jassycr Strafgericht verurteilte Lcrman zu drei Monaten Gefängnis und 500 'Lei Geldstrafe wegen Mißhandlung des Prof. Cuza, außerdem muß Lcrman 10 000 Lei Schadenersatz an Cu/a zahlen. Der Verurteilte legte Berufung ein. Ebenso legte Cuza Berufung ein wegen des zu geringen (!) Strafausmaßes und verlangte eine Million Lei Entschädigung. Das Urteil wird von der demokratischen Presse Rumäniens scharf kommentiert. Die Witwe Perez Smolfnskys gestorben .Wien. (J.T.A.) Am 20. August verstarb in Wien Frau Leontinc S m o 1 c n s k v , die Witwe des hebräischen Schriftstellers Perez Smolcnskys, welcher an der Ncubclebung der hebräischen Sprache und Kultur so großen Anteil hatte. Frau Smolcnsky, die ihren Mann um mehr als ein Viertel Jahrhundert überlebte, war eine Hüterin des Lebenswerks ihres Mannes und nahm an allen Bestrebungen der modernen jüdischen Bewegung großen Anteil. Berliner Kalender Büro» Bwlinor Zionlatiaeha Voreiniuunir, Borlin W 16, MainakeatraPo 10 TeUphont Bümwck 71 Ä>—70 » rortucWkkonto Na 12006 Barlfn NW 7 K«M«nT«»rwftltni!K d«r B. Z. V. Wochaaprograjusa dorn Jüdisch«« Rad»rUlaba „Urla" DUiutAg, den Angiut H Uhr JIoira«l>cmI bot Robert II«**, NW irft. Kloj.itoOki.lraDo 2U Donnor»t»f;. don ^7. Anjjnet ab 6 Uhr TJobnnj;abotrieb N1«d«r*ch8neweido Sonntag, den 30. Anput Ö übr bootafertiß Niadorachönovaido Diemitojr. don 1. Soplomhor Iloimubond bei n>lm. T/ory, NW, Zwirgliatr. 4. TT TV>rm«<r«t:»r. 'Ion «T. fcoptoinhor Ab " lTl>r T.T«l»nnj»aliotri«ti XlndornoMnowolde H«rmnnn Sslmfiiuon, Horlln-Seh&noharu, Akniji#n«»r. 7a. Stephan 0187- Sekretariat d«a Zafra Mlarachl In DoaUohUad. Sprechstundon tödlich von 7-10 Uhr abonda im Miarachl-Zentralbaro. Monbi'jouplattl ■sscm?.'.TÄ.-r-a?,>~ irv^-~rrrr^^T..^ Neacrsehtinnnacn Im Eschkol - Vertag Im hebräischen Verlag Usrhkol, Berlin, sind soeben drei neue Werke erschienen: 1. ScfcrSchaschujm (ein Buch der Kurzweil) von Josef ben Zabarah (300 S.), von Prot. Israel Davidson wissenschaftlich ediert und mit einer großen (100 S.) Einleitung und Anmerkungen versehen. 2. Jacob Klatzkin, Misch nat Ri sc hon im. Mine Auswahl aus der Philosophie der Vorsokratiker, Sokntikrr, und Nachsokratikcr (mit 9 Bildnissen griechischer Philosophen). Zeichnung des Einbandcs und der Titelblätter von Josct Budko. 3. Jakob Klatzkin, Schkiathachajlm. Dieses Buch ist unter den in den letzten Jahren hebräisch erschienenen acht Büchern Klat/kins als sein philosophisches Onma«vcrk anzusprechen. Iis stellt den Versuch einer ccsohlosscnm Willa/jscliauung dar, die die OliiVlc der Logik und Mathematik, Ethik und Acsthctik umfaßt. Eine kleine Anzahl von Exemplaren ist auf Büttenpapier gedruckt und besonders ausgestattet (Pcrgamcnt-Einband). Berlin. Die „Vis" (Vereinigte Uebungsstättrn jüdischer Sportverbände) veranstaltet zugunsten der Errichtung eines Sportplatzes für die angeschlossenen Sportverbände am Sonntag, den 30. August 1925, auf dem Sportplatz des B. S. C. in der Ciccrostraße ihr zweites Werbesportfest. Die Hauptkämpfc beginnen um 3 Uhr mit einem Aufmarsch sämtlicher Teilnehmer. Eintrittskarten sind In der Geschäftsstelle der „Vis", Burgstr. 30, Zimmer 75, bei den angeschlossenen Sportorganisationen sowie an der Kasse zu haben. Leipzig. Der Wirtschafts verband jüdischer Studierender In Leipzig, Promcnadcnstr. 41, fibernimmt bei der Leipziger Messe Verdolmetschungen (in 18 Sprachen), Auskünfte, Führungen, Vertretungen, Vcrti auensangelcgenheiten usw. Der Jüdische Frauenbund beruft am 6. Scptemv £ dieses Jahres, vormittags 11 Uhr, in Berlin, Rosenstr vi eine Besprechung über Adoptionsarbeit ein. fr?r cssierte Stellen, die keine direkte Einladung erhalten W."' werden auffordert, sich an dieser Besprechuni' leiligcn; vor allem die Vertreter jüdischer Wohlf,-)h,tViri; die 'zu dem Schulung:-.!»ur:;us für soziale Arbeit, v :.!;,,v! ■' von der Ztiiti.ihvohllnhrt>-.teile, vom o. bis 0. Sept,'«',.' dicr.es Jahres in Berlin sind. Meldungen sind erbctrn f Die Geschäftsstelle der Adoptionszentr.ile, Elberfeld, Ge-'"; samkeitstr. 7, und an Frau Henriette May, Berlin-Wiin>" £. dorf, Gicf,clcrstr. 10. "'"; BcruIsrcs5ort des K.J.V. Für möglichst sofort \v \ einer Mittelstadt in einem Kaufhaus der Posten eines ß . chefs zu vergeben. Bewerber muß sicher in Buchfü;-, Kassen- und Stcucrwcscn sein, und organisatorische Fj' -t keiten besitzen. Meldungen sind zu richten an das R. \ rufsressort des K. J. V, Berlin W 35, KurforlLf straße 150. * Für Acrzte sind günstige N i e d e r l a s s u n g s nö- 1 i c h k c i t c n nachzuweisen. Interessenten wollen <d:h unseren Gesinnungsgenossen Dr. Sichel, Chemnitz, 2 ly' sitzenden des Arbciter-Samaritcr-Bundcs, wenden Berlin. Am Sonntag, den d. M., spielte die Etrli.v „Hakoah" gegen den Ligavercin Liberta 2:2. V/arnuBg Frau Gertrud P" r a n k c I, Liegnitz, Hedwigstr. 30, u-i.- vor einem Sehwindler, namens Kompcrt, der 21 Jahre i ist, einen guten Eindruck macht, angeblich aus Naumburg b;'« I lalbcrstaui, Ballcnstädt stammt, aus Wicn-Odcrberg-Ra;1;v, | Breslau kommt. Fr cfibt ferner an, eine in lnsbrurl< o].| Luxemburg an riucii Lehrer verheiratete Schwester zu \n\„-i Der junge Mann ist etwa vor einem halben Jahr vnn ck,-\ Gesinnungsgenossen in Liegnitz eingekleidet, mit Geld <>■■} Arbeit versorgt worden, hat aber die Arbeit nicht angcnom^l- Frau Frankel halt eine Festnahme des Betreffenden, vc: | er hier auftauchen sollte, für erwünscht. |. Paiäsiina-Oraooiooss (Heren Kajassaü) Ltf Berlin W 15, Mcinckcstraßc 10. f Dankkonto: ParmstäJter und Nationalbaak, Depot.-Kanne ftf. f Knrfürstendamm 52. r Postscheckkonto: Berlin Nr. 104 951. f Keren siaienisisiLeiispssi / Jiia. liaiiasaiianfö üi. 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