KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 3 (Juni / Juli 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 68 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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68 K. E.-Blätter germanischen — darunter das deutsche — als Kulturvölker darstellt, um damit die Wesensfremdheit der Juden in Deutschland zu erweisen. lieber das „Prinzip der katholischen Gemeinschaftsauffassung" referierte auf einem unserer wissenschaftlichen Abende Herr Dr. Dr. Stürmann, der Vorsitzende des Hochschulausschusses der Bayerischen Volkspartei. In der Behandlung' des Themas selbst berührte der Vortragende, der hier in München mit Recht als hervorragender Redner bekannt ist, die Iudenfrage nicht. Jedoch weitete sich die Diskussion zu einer Debatte darüber aus. In formvollendeter Weise. legte der Referent dar, daß zwar in religiösethischer, in kultureller Hinsicht kein Zweifel daran bestehen könne, daß die jüdischen Deutschen in der Lage feien, am Aufbau einer wahren deutschen Volksgemeinschaft mitzuarbeiten; jedoch wären sie nach seiner persönlichen Ansicht nicht imstande, innerlichgefühlsmäßig die völkischen oder volkhaften Voraussetzungen so zu erfüllen, wie zum wahren Leben in einer solchen, auf deutschem Volkstum beruhenden Gemeinschaft, erforderlich seien. Diesen Anschauungen wurde selbstverständlich unter Darlegung des K. C.-Standpunktes in der Diskussion entgegengetreten. Zur Kennzeichnung der hochschulpolitischen Lage in München mögen folgende Angaben dienen: Seitdem der Münchner Waffenring, der im letzten Semester aus dem Asta ausgezogen war, weil ihm die Nationalsozialisten Schwierigkeiten bereitet hatten, wieder an den Sitzungen teilnimmt, hat sich ein sehr enges Zusammenarbeiten zwischen ihm und der Nat.Soz. Gruppe ergeben. Beide Fraktionen haben beantragt, den augenblicklichen Inhabern der Astaämter, die zumeist von katholischen Korporations- und Freistudenten und Fachschaftlern verwaltet werden, das Mißtrauen auszusprechen. Line Zweidrittelmehrheit fanden sie allerdings nicht dafür. Sie haben ferner den Antrag Angebracht, daß jeder in München immatrikulierte Student mehrere Stunden wöchentlich Wehrsport treiben müsse, um zum Examen zugclasscn zu werden. Die letzte Astasitzung hat jedoch gezeigt, daß alle fünf anderen, im Asta vertretenen Gruppen (Kath. Korporationen, Kath. Freistudenten, Fachschaften, Sozialisten und Freie Hochschulgruppe) in einer Front gegen die genannten Fraktionen stehen. Bbr. Feibelmann, der uns als Listenführer der Freien Hochschulgruppe im Asta vertrat, übertrug sein Mandat den Fachschaften, Me durch ihre bisherige sachliche und unparteiliche Arbeit bewiesen haben, daß sie gerade unsere Unterstützung verdienen. Als Mitglied der Asta nahm Bundesbruder Feibelmann an einer Abendeinladung bei Sr. Magnifizenz teil. Thurmgia, Breslau. Am 31. 10 und 1. 11. begingen wir unser 30. Stiftungsfest, das in Anbetracht der Notzeit nicht ganz in dem vorgesehenen Nahmen gefeiert werden konnte Trotzdem nahm sowohl der Kommers am 31. 10., bei dem einige l. K. V. chargierten, als auch das Essen mit anschließendem Ball am 1. 11. einen würdigen und befriedigenden Verlauf. Viel zum Gelingen des Festes trug auch unser l. A.H. Münz bei, der unter tatkräftiger Assistenz einiger Bbr. Bbr. eine selbstverfaßte und selbstkomponierte Revue zum Besten gab. Wir hielten auch in diesem Wintersemester eine Tanzstunde ab, die uns zahlreiche Einladungen und gutgelungene Veranstaltungen brachte. In sportlicher und geistiger Beziehung bemühten wir uns, den. Frankfurter K. C.-Tags-Beschlüssen Genüge zu tun. Wir hatten wöchentlich 2 Boxstunden, 2 Turnstunden nur» 3 Fechtstunden. Nachdem die Brander ihre Vorträge gehalten hatten, rezipierten wir am 14. 11. Bbr. Heinz G. Cohn und Bbr. Günter Mandowsky, am 11. 2. die Bbr. Bbr. Herbert Neiße-' und Walter Lauffer. A. B. Heinz G. Cohn gewährte!', wir gegen Ende des Semesters den. Austritt. In den Ferien hielten unsere 0 A.H. A.H. Rabbiner Dr. Vogelstei- Dr. Walter Bernstein und Dr. Hane Bernstein Vorträge, bei denen w-- auch mehrere Keilfüchse begrüßekonnten. A.H. Dr. Walter Bernstein bestan-' seine pädagogische Prüfung undwurd