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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-09-01 · 1 (September 1932) · p. Seite 47

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
1 (September 1932)
Date
1932-09-01
Page
Seite 47 (sequence 54)
Language
German
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Zur Geschichte der Juden in Kosice (Kaschau) Von Dr. Emanuel Enten, Kosice. II. Dr. Ludwig Grün, Arzt, der am 16. Feber 1868 in Lajoshäza geboren, ein glänzender, hinreißender Redner, ein altruistisch fühlender und auch handelnder Mann und ein hervorragendes Mitglied der Muttergemeinde war und mit Treue und Emsigkeit auf dem Altare der Menschenliebe große Opfer brachte. Er nahm am Hamburger Zionistenkongreß als Delegierter der hiesigen Zionisten teil und starb eines plötzlichen Todes am 28. Dez. 1925, zwei Kinder als Waisen hinterlassend.80 Während des Weltkrieges ruhte der Zionistenverein. Gegen Ende des Krieges und in den ersten Nachkriegsjahren war Dr. Josef Löwi der Wiedererwecker des Vereines, der Schöpfer des zionistischen Lebens, der begeisterte Schwinger der Zionsfahne, der treueste und zäheste Verkünder der Idee des Zionismus. Am 16. Jänner 1884 in Särbogärd (Ungarn) als Sohn des dortigen orth. Rabbiners, eines Abkömmlings des ^pttM iTJtrtö geboren, studierte er in Budapest, wo er sich als Zionist eifrig betätigte, war Kreisarzt in Komädi und kam zu Beginn des Weltkrieges nach Kaschau. Dr. Löwi gehört zu den Mitbegründern der Budapester „Makkabea" und ist auch schriftstellerisch tätig. Schon als Student übersetzte er „Don Juan" und viele Gedichte Lenaus ins Ungarische. Diese Übersetzungen wurden von Universitätsprofessor Paul Gyulai, einem berühmten Dichter, Kritiker in Budapest, im „Olcsö Könyvtär" (Billige Bibliothek) herausge geben. L. ist auch gelegentlicher Mitarbeiter medizinischer Fachzeitschriften, Festredner bei zionistischen und jüdischen Veranstaltungen und ein mutiger Kämpfer in Schrift und Wort des Herzischen Zionismus, der Ideale des Judentums. Seine diesbezüg- 30 Zsido Lex., 325. 47

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