Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-09-01 · 1 (September 1932) · p. Seite 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
1 (September 1932)
Date
1932-09-01
Page
Seite 18 (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2416673-2416686-2416687--0682-3527913
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

angeben eines Juden, wegen verübten Raubes, derselbe habe zu Vradisd beym Dicken Moises sich einige Wochen aufgehalten, hernach aber von dar nacher Szenicz gekommen. Der Salamon habe Inquisiten auch gesagt, daß die Dieb, als Selbige nacher Ebenfurth gegangen, hier durchgereiset, und auch wieder in der Rückehr hierdurch gereiset. Anheuer in dem Früh Jahr ist der Aussländer Jud, nebst dem alten Rosshandler, und seinem älteren Sohn allhier, in dem gewest frankischen Hauss gewesen, ohnwissend wo selbige logieret, als aber der Gerichts Diener gekommen seyen Selbige hinausgeloffen, anhero seye Inquisit auf Mitfasten Marckt gekommen, von hier nacher Sommerein von dar nacher Iva/nka, endlich wieder anhero zurück. Die Juden welche zu Sommerein im Früh Jahr eingefangen gewesen waren alle Diebe, ausgenommen des Musicanten, so ein ehrlicher Mann, und ist Ihnen gar recht geschehen, dass solche abgestraffet worden. Erzählet unter andern, der Ivankaer Jud Hirschl, hätte von daher die Thäter des Raubs und Mords in Ebenfurth gewust, weilen er den Sonntag vor dem Ascher Mittwoch in Oedenburg auf dem Marek gewesen, und daselbst die Diebe gesehen habe. Die Diebe als Sie nacher Ebenfurth gegangen, habe Inquisit der Salamon erzehlet seyen in Eysenstatt gewesen, und in der Garkuchen daselbst gegessen. Von dem Salamon saget Inquisit gehöret zu haben, und auch von des Rosshandlers Sohn, dass letzterer ein Pferd vor sich, ohnwissend von wem, jedoch in Gschiess per fl. 7 erkaufet habe, weil er sein Pferd so er in Schlitten gehabt, als er nach Gschiess gefahren, Ihme durchgegangen, und seye auf besagten Pferd, Pistolen, Sattel und Zeug, Stiefel wie auch Silber oder Geld gewesen seyn, das Pferd aber so er in Gschiess erkauftet, seye in Rovenszko einem Bauern verkauftet worden, das entloffene Pferd aberweilen Selbiges niemand gesuchet seye nicht mehr zum Vorschein gekommen. Der Vidovaner Jud solle des Inquisiten Vernehmen, nach einen Schimmel geritten haben, welchen Schimmel Ihme der Jud Ancserl von Szenicz den Sonnabend vorher, ehe noch Selbiger nach Ebenfurth aufgebrochen, geschickt haben. 18

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.