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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-03-01 · 3 (März 1931) · p. Seite 187

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
3 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 187 (sequence 51)
Language
German
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seit 1754 ihre eigenen Rabbiner, was mit der diesbezüglichen, von uns auch aus anderen Quellen geschöpften Jahreszahl übereinstimmt. Bis dahin stand die Gemeinde unter dem Rabbinate des am 2. März 1753 in Wien verstorbenen ungarischen Landrabbiner Berusch Eskeles. Wann Juda Dresnitz zum Holitscher Rabbiner gewählt wurde, und wann er zu seinen Vätern einging, konnte ich aus der mir zugänglichen jüdischen Literatur nicht eruieren, dies ließe sich aber aus dem Holitscher Gemeindearchiv sicherlich feststellen. Soviel ist aber gewiß, daß er schon im J. 1770*) und noch im J. 1795**) in Holitsch als Rabbiner fungierte. Aron Freistadt war ein Schüler Jonathan Eibenschützers in Prag. Nach Absolvierung seiner Studien heiratete er und wohnte in Freistadtl a. d. Waag, weshalb er nun Aron Freistadt genannt wurde. Er kam bald in den Ruf eines vorzüglichen Maggid in volksrednerischer Weise, der die Seele seiner Zuhörer ebenso zu rühren, wie zu begeistern wußte. Wahrscheinlich wählten ihn die Holitscher deshalb zu ihrem Maggid im Jahre 1777. Da er aber ein unruhiges, heftiges und oft überquellendes Temperament besaß, folgte er bald einem Rufe nach Proßnitz, von wo er wieder nach Holitsch zurückkehrte. Als ihm hier im Jahre 1781 durch den um seine Person sich drehenden Prozeß der Boden wieder zu heiß wurde, konkurrierte er auf die damals in Rechnitz vakant gewordene Rabbinerstelle, die er auch, zufolge einer Empfehlung des mährischen Landrabbiners R. Gerson Chajes, erhielt. Nun wurde er allenthalben Aron Hollitscher genannt. In Rechnitz wirkte er etwa 20 Jahre, worauf er, seine Familie dort lassend, nach Palästina auswanderte, wo er aber bald — noch vor 1804 — starb. Als tüchtiger Prediger ließ er im J. 1786 in Sulzbach ein Homilien zum 1. Buch Moses enthaltendes Werk unter dem Titel pfiK JTÜ drucken, das von den damals größten Rabbinern Ungarns und Mährens approbiert wurde.***) Der Name Aron Freistadt, sein Wirken in Proßnitz und Holitsch und nicht zuletzt der Titel seines Werkes HPIK rP^ s^ncl Ur- *) Magyar Zsidö Szemle, Jhrg. 1907/363. **) Judenkonskription 1795. ***) Ben Chananjah WII. Jhrg. (1865), S. 133. u. Stern, Even Hameir S 8/b. 187

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