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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1930-12-01 · 2 (Dezember 1930) · p. Seite 91

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
1 (1930-1931)
Issue
2 (Dezember 1930)
Date
1930-12-01
Page
Seite 91 (sequence 28)
Language
German
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Juden als Hausbesitzer in Komotau vor der Ausweisung. (1468-1526). Von Dr. Rudolf Wenisch, Stadtarchivar, Komotau. Im ältesten Komotauer Stadtbuche (1468—1583) finden sich vom Jahre 1468 bis zu dem Judenprivileg von 1517, in welchem die Komotauer von der Obrigkeit die dauernde Ausweisung der Juden aus der Stadt und Herrschaft Komotau erwirkten, bzhw. bis zum Jahre 1526, wo die letzten Hausverkäufe von Seite der Juden vorkommen, als Käufer, Besitzer und Verkäufer von Häusern über 50 Juden und Jüdinnen, deren Reihe im folgenden nach gewissenhafter Zusammenstellung in alphabetischer Anordnung geboten wird, wobei 1 Rabbiner,! Arzt, 1 Schwertfeger und 4 Beutler sowie 2 aus Thüringen stammende Juden vorkommen: Aaron Jud (Aaron Jud, Stotzingers Eidam) kauft zw. 1477 und 1479 III 3 von Erhard Plobmer ein Haus im Trunkenen Viertel neben Löb Hofner, verkauft ew. 1483 IV 30 und 1484 X 16 dem Michel Egrer sein Haus vor dem Weintor neben Johannes Schreibers Hof und verkauft zw. 1491 I 12 und 1493 IV 17 der Else Künigin sein Haus im Trunkenen Viertel neben Jorg Pleichmeister. Abraham Jud, Beutler (Abraham Jud ein Beutler, Beutler Jud genannt Abraham) kauft zw. 1477 und 1479 III 3 von Hans Czamper ein Haus in der Oberen Vorstadt neben Frometer und Hans Czamper, wird zw. 1479 III 3 und 1483 IV 30 zweimal als Nachbar des Czamper und Thomas Bräuer in der Oberen Vorstadt genannt, verkauft zw. 1483 IV 30 und 1484 X 16 sein Haus in der Oberen Vorstadt zw. Plettil und Thomas Bräuer an Jorg Frank, kauft zw. 1484 X 16 und 1487 II 28 von Jan Quacz ein Häuslein in der Unteren Vorstadt zw. Jan Quacz und Wolfgang Küchler, wobei eine Vereinbarung wegen Mitbenützung und Mitinstandhaltung von Tor und Brunnen getroffen wird, verkauft zw. 1491 I 12 und 1493 IV 17 dem Lorenz Küchler genannt Korner sein Haus in der Unteren Vorstadt zw. Mathes Tuckel und Wolfgang Küchler unter Wiederholung der obigen Vereinbarung betreffs Tor und Brunnen, kauft zw. 91

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