Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Journal
- Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
- Volume
- 1913
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
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— 46 — III. Verfügungen der vorgesetzten Behörden. 8. Mai 1912. Königl. Prov.-Schulkollegium weist auf den Ministerial-Erlass betr. Besuch von Kinematographentheater hin. 14. Mai 1912. Königl. Prov.-Schulkollegiuni übersendet Ministerial-Erlass, der darauf hingewirkt wissen will, dass Schüler unter 17 Jahren sich nicht am Fussballspielen beteiligen. 6. Juli 1912. Königl. Prov.-Schulkollegium übersendet Ministerial-Erlass, nach dem Boxen nicht zu den von der Schule zu pflegenden Übungen gehört. Es wird überhaupt darauf hingewiesen, dass es nicht zu dulden sei, dass Schüler sich in dem Bestreben, hervorzutun, ihre Kräfte übermässig anspannen. 23. August 1912. Königl. Prov.-Schulkollegium weist auf Ministerial-Erlass hin, dass auch solche Schülerinnen, die kein Zeugnis über erfolgreichen Besuch der ersten Klasse eines Lyzeums besitzen, nach Ablegung einer bes. Prüfung in Frauenschulklassen aufgenommen werden dürfen. 31. Oktober 1912. Königl. Prov.-Schulkollegium übersendet Ministerial-Erlass betreffend Bekämpfung der Schundliteratur. (Der Erlass ist unter Nr. VIII abgedruckt.) 7. Dezember 1912. Königl. Prov.-Schulkollegium weist auf die Prüfungskommissionen für Aufnahme in Frauenschulen hin (C. Bl. S. 641). IV. Chronik der Schule. Das Schuljahr begann am 10. April 1912 und schliesst am 20. März 1913. Mit dem Schlüsse des. vergangenen Wintersemesters schied Herr Professor Dr. Sulzbach, nachdem er 50 Jahre lang zum Segen an der Schule gewirkt hatte, aus seinem Amte, um in den wohlverdienten Ruhestand zu treten. Schüler und Kollegen sahen ihn mit innigem Bedauern die Schule verlassen, mit deren Traditionen er so sehr verwachsen und an der er so vielen Schülergenerationen Lehrer, Freund und Berater gewesen war. Die Jubiläumsfeier, mit der er von der Schule schied, gestaltete sich zu einer erhebenden und konnte ihm zeigen, wie tief die Anhänglichkeit an ihn in den Herzen seiner Kollegen und seiner Zöglinge wurzelt. Schon vorher hatte die Lehrerkonferenz beschlossen, Herrn Prof. Sulzbach als Ehrenmitglied des Kollegiums zu betrachten, um so in Zukunft auch äusserlich mit ihm in Verbindung zu bleiben. Am Tage vor Schulschluss begab sich dann das ganze Kollegium, zugleich mit Abordnungen der Gemeindeverwaltung, des Frankfurter Lehrervereins und anderer Körperschaften sowie mit einigen Schülerinnen der Ordinariatsklasse des Herrn Professor Dr. Sulzbach in dessen Wohnung, um ihm zu seinem Jubiläum zu gratulieren, einem Festtage, den zu feiern wohl nur wenigen vergönnt ist, und den in dieser Frische des Geistes und des Körpers zu begehen, nur einer ganz kleinen Anzahl von Lehrern beschieden sein dürfte. Der Tag des Schulschlusses war der eigentlichen Abschiedsfeier bestimmt. Der Unterzeichnete wies bei dem Schlussaktus die Schüler und Schülerinnen auf die hohe Pflichttreue des von ihnen scheidenden Lehrers hin und ermahnte sie, seinem Vorbilde nachzueifern und seine Lehren im Leben hochzuhalten. Das Kollegium hatte es sich nicht nehmen lassen, dem treuen Freunde und Mitarbeiter ein besonderes Abschiedsfest zu bereiten, das an dem-