Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1930)
- Date
- 1930-02-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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die im Widerspruch zu den Bedürfnissen der jüdischen Massen in der Galuth stehen — betont die (Konferenz, daß die Poale-Zion stets den Hauptinhalt der zionistischen Bewegung in der {Schaffung eines Zentrums der Arbeit und des Eigenlebens für die jüdischen arbeitenden Massen in Palästina gesehen hat. C h a 1 u z b e w e g u n g. Die Parteikonferenz betrachtet die Alijah als die wichtigste Aufgabe bei der gegenwärtigen Lage im Zionismus und in Erez Israel und beauftragt das Zentralkomitee, die Gedanken der Chaluziuth zu propagieren, sowie die Arbeit des Hechaluz für Hachscharah und Alijah auf jegliche Weise :zu unterstützen. Resolution zu organisatorischen Fragen. Die Konferenz (beschließt: Die Zugehörigkeit zur Jüd. soz.-dem. Arb.-Org. Poale-Zion in Deutschland ist vereinbar mit der Zugehörigkeit zur Zionistischen Vereinigung für Deutschland. DER BUNDESRAT DES J, J. W. R. Am 4 Januar tagte in Berlin der Bundesrat des J. J. W. B. Außer den Mitgliedern der Bundesleitung nahmen an der Aussprache auch die Führer der einzelnen Agudoth teil. Die Auseinandersetzung war den Fragen der Erziehung zur Chaluziuth und zur Histadruth gewidmet. Die große Mehrheit der Beteiligten forderte die Anpassung der Hachscharah- und Erziehungsmethoden an die Notwendigkeit einer breiteren Alijah. Die körperliche Hachscharah soll auf ein Minimum, das für die Gewöhnung an die physische Arbeit notwendig ist, verkürzt werden. Der Schwerpunkt der fachlichen Ausbildung wird gewissermaßen nach Palästina verlegt. Eine fachliche Ausbildung, die den Zeitpunkt der Uebersiedlung verschiebt und es erschwert, sich den sich ändernden fachlichen Erfordernissen ides Landes anzupassen, ist im allgemeinen nicht zu empfehlen. Die Erziehung soll sich mehr als bis jetzt auf die Bindung mit dem tatsächlichen Leben in Palästina stützen. Besonders wertvoll für die Führung {können Chawerim >a)us Erez Israel sein, für die das Leben in der Arbeiterschaft, in der Arbeit und im Kibbuz ein unmittelbares Erlebnis ist. Die Chawerim forderten in den Fragen der zionistischen Gegenwart (der Alijahfrage, der jüdischarabischen Beziehungen) eine restlose Solidarität mit der Stellungnahme der Histadruth. Es wurde zum Ausdruck gebracht, daß viele Begriffe, die in gewissen Teilen der zionistischen Oeffentlichkeit Deutschlands herrschen, für eine chaluzische Erziehung bedenklich sind und zu einer Entfremdung von der palästinensichen Arbeiterschaft rühren. Es wurde betont, daß für eine beständige Erziehung im Geiste der Arbeiterschaft die Mitarbeit von JJWB'ern aus Erez Israel in der Bundesleitung unentbehrlich ist. Die Stellungnahme der JJWB'er in Erez Israel zu den Bundesfragen wurde in einem ausführlichen Protokoll einer Zusammenkunft in Rechoboth und durch den Brief A. v. d. Walde klargelegt. Zum Schluß wurde eine neue Bundesleitung, bestehend aus den Chawerim Aron Nellenbogen, Seew Orbach und Schura Oscherowitsch gewählt. Der Bundesrat forderte die Chawerim in Palästina auf, Alfred v. d. Walde für die Mitarbeit in der Bundesleitung nach Deutschland zu schicken. An der Aussprache beteiligte sich Berl Kaznelson mit einem ausführlichen Beferat, das an anderer Stelle erscheinen wird. Führertagung des Reichsausschusses der JÜDISCHEN JUGENDVERBÄNDE IN SEESEN. Wie im vorigen Jahre, veranstaltete auch diesmal der Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände eine Führertagung zwischen Weihnachten und Neujahr in .Seesen. Wir haben im vorigen Jahre über diese Tagung und ihren besonderen Charakter an dieser Stelle berichtet: ■von der großen Ueberraschung, zu der die Tagung tfür uns alle dadurch 36