Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 15 (1912)
- Issue
- 2 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Ostroh 1× ep/1047766
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Sympathetische Mittel und Rezepte aus dem Buche ffp^K mbSBO des Rabbi Naftali Kohen und Rabbi Joel Bacal Schern. Von Dr. H. FIt seil. Nachstehende Rezepte stammen aus einer in meinemBesitze sich befindenden Handschrift, die Salomon Flesch, Eabbiner zu Neutra in Ungarn (gest. 14. Schebat 5592 1832), niedergeschrieben hat. Es sind Auszüge aus dem Buche rn^JJSO Cp^N? welches Rezepte des Rabbi Naftali Kohen (gest. 1719) und Rabbi Joel Bacal Schern aus Ostrog (lebte um 1648) enthält. Die erste Ausgabe ist in Zolkiew 1724 erschienen. Nach Fürst (Bibliotheca hebraica II S. 215) enthält es eine Sammlung aus den Schriften des Rabbi Joel ba'l Schern, des Rabbi Naftali Kohen und des Arztes Rabbi Simcha, gesammelt durch Nehemia Meir Lachmann in Mohilev (vgl. Benjacob. Schgw. C^p^N Pl^pSC)« I°ü übergebe hier zunächst die mehr kabbalistischen Rezepte der Oeffentlicbkeit. F. 1. Das Haus vor Unheil zu schützen, auch gegen Bindern1), die man Rablis1) und latein. vervilin nennt: ■nnn CD1?1 wuwn l^m n:n j NCTm zzy 7& *ru .™»* 1 -p>' ' Auf die Eückseite: D\x Tp"y:n 2u2"Eb p NP.VIDN. 2. Liebe zu bannen: Mit saueren, abkühlenden Dingen (?) sich beschäftigen. — Zum Genüsse verboten: Schwere, scharfe Getränke, besonders Wein. — Medikament: Agni casti Samen {/2 Drachmen [ein dem Apotheker bekanntes Gewicht], phortialca Samen Va Drachmen, rote Rosen in Zucker eingelegt 3 Unzen. Fein gestoßen, in drei Teile geteilt. Muß auf nüchternem Magen genommen werden. — Aeußerlich: Aderlaß an rechter Hand. Yon Erfolg ist auch Milzader. — Verboten: Gewürze, Zwiebel, Knoblauch, Reis. Oder: Bachweiden in Wasser gekocht. Angeführte Mittel für beide Geschlechter. *) Blattern, Pocken veröle. Bfi*2n im Öefer Chasidim S. 355, hier, J^njtt )»>^ jw» D^aai. Granwald, Mitteilungen Heft V S. 15, wo ausführlich auf den fast stets fremden Ursprung solcher Rezepte hingewiesen wird. Mitteilungen z. jüd. Volkskunde 1912, 2. 4