Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen der Gesellschaft für Jüdische Volkskunde
- Volume
- 1899
- Issue
- 1 (1899)
- Date
- 1899-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 74)
- Language
- German
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74 grunds in einem leidlichen preiss zu bezahlen seye, damit wir unsser Begräbuuss verfertigen, und unssere Toden begraben zu können die wir uns in dero Hulden und Willfahrung gäntzlieh verharren verbleiben mit unterthänigstem Hespect Ewer Hoch Würden Reichs-Hoclifreyherrliclien Excellenz untorthänigstgehorsambste Knecht Isae Sallomon als Vorsteher über dass hiesige Judem Begräbuuss. Essin gen, den 7. Juli 1761. (Bescheid.) Wen die Gemeine Judenscliaift dahiesiger Gemeind wegen Abtrag des bcy dem Juden-Begräbnnss liegenden Hügels 35 Fr. abzahlen wird, so wird die Gemeind angewiessen, denen Juden solchen Hügel auf Ihre Kosten ahführen zu lassen, so, dass der Wh-eg nach Beschaffenheit des Platz neuerdings regulir»־t, und ohne praejudiz der giitter genossene Von Kellerey wegen das nöthige Besorget w»o־de. die auf dem Hügel Befindliche hemn Verbleiben der Gemeind zu dero Nutzen. Essingen. <len 21den July 1761. Frantz Carl Freyherr Von Dalberg. 148) Au die M unizipal-Verwaltung des Canton Landau. Bürger-V e r walter. Simon Libmann hat di»* Ehr»111 ־mm im Namen seiner Glaubensgenossen von Landau ׳und Essingen vorzustellen, dass sie in »Len Bann der letztem Gemeinde Eigenthümer eines mit einer Mauer umfasstem stück Feldes sind, welches bishero zum Begräbnnss seiner glaubensg<*ו\ossen gedient. hat, und in deren Besiz sie seit undenklichen Jahren sind. Seit der Revolution aber hat es den Bürgern sowohl von .Essingen als auch den umliegenden Gemeinden gefallen, sich nicht nur (ha־ Steine obgedachter Mauer zu bedienen und dieselbe zu degradiren. sondern der Begrabniss Platz seihst ward Ihrer Habsucht ein opfer, so dass man, nicht allein über denselben nein־ Fass und Fahrwege aulegt, sondern auch noch diejenige Steine entwendete, welche bishero den Ort der Ruhestätte jeder Familie anzeigten. Da nun die Constitution das Eigenthum jedes einzeln Bürger, nicht nur allein sichert; sondern auch ungestört gemessen lassen will, so ergehet unser»‘ Bitte dahin uns zu erlauben F' »las wir ein»*11 F»*ldscl1üze11 »*nieunen und vor dem Friedensrichter Imeidigen lassen dürfen, der dieses unser Eigenthum vor aller Gewalthät.igkeit• und Diebstählen sichert, 2° dass wir diese ihre Erlauhniss auf ein plaeat an den ort unsere!: Begräbniss anschlagen, und somit »lasselbe schüzeu können. Wromit uns wiederfahren wird was ivchtvns. Landau am Ilten Fruetblor 5t. Jahr der Republik. Gruss und Bruderliebe. Lipmann Simon in Nahmen seiner glaubensgenosseu. Di»־ Jüdischen Glaubensgenossen begehren einen Feldscluiz ernennen zu dürfen und ein plaeat an ihr(‘ Begräbnissstätte zu schlagen. Deliheration de l'Administ: municipale du Canton de Landau du 15. Fructidor öeme aunee. Vu Ja Petition presenten par le Citoyiu Simon Liebmann, taut en sou nmii, qiven celui de ses concitoyens du dogme hebraique domicilies dans les (■»immunes de Landau et d'Essingen, teudante ä ce qu'il leur soit perruis de uummer et de faire assermenter un Citoyen pour garder une Piece de terre situee »lang le Ban d'Essingen et enclavee par 1111 mur, qui leur sert de tems immemorable »le lieu de Sepulture, \rü que des mal intnntionnes oommettent journellement des degradations »m demolisant le »iit mur. et enlevent nou seulement les Pier1־es qui en provieuueut mais encore celles qui couvrent les S»‘pulcres: Vü Farticl»358 *׳ de la (Konstitution, qui garanti l'iuviolahilite de toutes Pmprietes :