Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 14 (1934)
- Issue
- 32 (20.4.1934)
- Date
- 1934-04-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Es wird gemeldet: In der Synagoge in' Herford brach vor einigen- Tagen auf der Orgel-Empore ein Brand aus. Trotz der' sofort durch Staatsanwalt und Kriminalpolizei an Ort und Stelle vorgenommenen Ermittlungen konnte eine bestimmte Brandursache bisher nicht festgestellt werden. Es besteht jedoch Grund zu der Annahme, daß der Brand auf Kurzschluß zurückzuführen ist. In Rom-tritt dieser Tage das Executivkomitee des Verbandes der orientalischen Studenten an europäischen Hochschulen zusammen, in dem das Organisationsstatut bestätigt werden soll, wonach grundsätzlich bei den Mitgliedern kein Unterschied in bezug auf Glaubens- und Rassenzug e hörig k eit gemacht wird. Die von Zeit zu Zeit n europäischen Universitäten vorkommenden Ausschreitungen Nach einer Meldung aus-Wien hat das Institut Universitaire des Hautes Etudes Internationales in Genf den Wiener. Nationalökonom Professor Dr. Ludwig Mises, der Jude ist, für das . kommende Studienjahr auf den Lehrstuhl für internationale Wirtschaftsbeziehungen berufen. In Bukarest wurde im Rahmen des umfangreichen Schulwerks von der Kultursektion der Jüdischen Gemeinde ein Lehrerfortbildungskursus eingerichtet. Bei der feierlichen Eröffnung sprach ein Vertreter des rumänischen Unterrichts: s der Gemeinde für ihre Tätigkeit auf pädagogischem erkennung aus. Eine bemerkenswerte Entscheidung des Sächsischen Woblfahrtsministeriums Zuwendungen in der jüdischen Wohlfahrtspflege Dresden. In ei Israelitischen Gemeind und Wolilfahrtsministerium in . März 1934 ausdrücklich festgesl - .feilt 'ungerechnet werden dürfen. Die Beschwerde hatte eine V fügung der Kreishauptmannsdinft Zwickau zur Oriniellai welche die Anrechnung mit der Begründung. gebilligt hai daß „eine besondere s i 111 i c li e V e r p f1 i c!i t n n g d Stützung ihrer Gemeindeimtglieder bestehe, zumal wenn es s: wie im vorliegenden Fall um die Unterstützung eines als G; in Deutschland wohnenden Ausländers handelt“. leremia neu vertont Der S y n a g o ge uvercin L i n d e n s Fr a ß e widmete die letzte seiner \\ interveraiistaltimgeu der Gestalt des Pro- - plieten Jeremia. Rabbiner Dr. Wevl zeichnete das Wesen des jercmiai-.ischen Proplietcmiuns und’ vermittelte ein Lebensbild des .Mannes, der zu uns Heutigen wieder mit besonderem Ernste spricht. — Umrahmt wurde der Vortrag von neuen Kompositionen des Qberkautors Lewando'wski aut’ Worte des Jeremia. Die Musik zeigt einen vuriiclmicn Oratorienstil etwa Meiidelssoluiscln “ . i Hattun schalt inaclu1 dieses Tex rüng seine. . Mittler. Der begleitende Vorspiel, dem Louis Lew zugrunde lag, dem Aben r iihcrnu lowski v r Uraufftiliüos den Gemeinden gebracht und e reicht. Gebiet-die A In Wien ist der Oberkommissar für Auswandererfürsorge, James G. MacDonald, in Begleitung von Professor Norman Bentwich eingetroffen, um mit Mitgliedern der öster-. reichischen Regierung und den in Betracht kommenden Korporationen Fragen der Organisierung des Auswanderer h i 1 fs w e r.k s zu besprechen. Der Sohn des Inhabers der Konzertdirektion Arthur Bernstein in Hannover, der junge Dirigent Hans Bernste in, dirigierte dieser Tage mit großem Erfolg im ausverkauften Konzertsaal des Kasinos in San Remo ein Symphoniekonzert, dem auch der Komponist Pietro Mascagni beiwohnte, der dem jungen Kapellmeister seine Anerkennung ausspracb. Bei Au.sbesserungsarbeiten in Worms Fund im Synagogenvorhof „ Worms. Bei Ausbesserungsarbeitcn im Svnagogeiivorhof' fand man eine Anzahl grauer Sandsteine, die wunderschöne Bearbeitung in gotischem Stil zeigen. Sie hatten bei einer niedrigen Mauer, die dort etwa um die Mitte des vorigen Jahrhunderts errichtet worden war, Verwendung gefunden! Es dürfte' sich hier um Teile, (vornehmlich Kopf- und Eckstücke) des 1846 aus Platzmangel abgerissenen Almeminors (Vorlesepult) handeln. Diese Meinung teilt auch der Direki der städtischen Sammlungen, Herr Dr. liiert, der di die Fundstücke besichtigte. Man wird demnächst systematisch im Vorhof nachforschen, da man hofft, noch soviel Bruchstücke zu finden, daß man wenigstens eine Seite des Almemmors, von dem zeitgenössische Abbildungen vorhanden sind, rekonstruieren kann. Das wäre um so mehr zu begrüßen, als es sich liier um ein einzigartig schönes gotisches Spitzbogengebilde handelt, das zwischen den beiden mächtigen Säulen der Männersynagoge stand. Landsberg (Warthe). Auf Veranlassung des Landesverbandes Preußischer Syiiagogengemeindeii fand in der Svn- ' agoge eine Veranstaltung statt, in der Dr. L a n d a u-Fraiik- "turt a. d. O. über das Thema „Der Wiederaufbau des deutschen Judentums"-sprach. Seit mehr als zwanzig Jahren, so führte der Redner aus, lesen wir nicht, sondern erleben Weltgeschichte. Vollständig wandelte sieh seit einem Jahr das SehiL-ksal der deutschen Juden. Die deutschen Juden müssen sieh dagegen wehren, als nationale-Mimlerlicil betrachtet zu werden, denn diese bedeutet mindere Rechte. Das Schicksal der deutschen Juden wird in Deutschland entschieden, in dem sie bleiben müssen. Der Redner gibt dann einen überblick über die Gliederung der Organisationen, deren Abteilung Wohlfahrt .besonders wichtig sei und lieht hervor, daß jeder achte Jude von der Wohlfahrt erfaßt sei. Die Aufgaben des ■ Preußischen Landesverbandes seien auf staatsrechtlichem, polikulturellem Gebiet enorm und das Gefühl haben,, daß i> utiu für ihn eingetreten wird, sikälisdien Darbietungen (Frau Tage Hede Türk, Berl 1 Dr. Lan ) künstlerisch umrahmt. Themar. Der Seelsorger unserer Gemeinde, Oberlehrer , i n j beging unter, lebhafter Anteilnahme der — .in 25jähriges Ortsjubiläum und —■' "-ehrt. ’ - a. D. Lc. Mitglieds der Gerne_ ____ wurde durch einen Festgottesdienst geeT Dr. Otto Hirsch als Präsident des Oberrats beurlaubt Stuttgart. Der Präsident des Württembergischen Israelitischen Öberrats; Ministerialrat a. D. Dr. Otto Hirsch, hat mit Rücksicht auf seine Bestellung als geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Direktoriums der Reichsvertrefung der deutschen Juden den Württembergischen Israelitischen Oberrat gebeten, ihn vorläufig bis 31.März 1935 zu beurlauben. Der Oberrat hat im Einverständnis mit dem Präsidium der Israelitischen Landesversammlung diesem Gesuch stattgegeben. In seiner Eigenschaft als Präsident des Oberrats wird Dr. Otto Hirsch, wie bisher, durch den stellvertretenden Präsidenten, Leopold L e v i, Stuttgart, vertreten. Mit der Stellvertretung Dr. Hirschs als juristisches Mitglied des Oberrats wurde das. Mitglied der Israelitischen Landesversammlung,- Rechtsanwalt -Dr. Siegfried G u m bei, Heilbronn, beauftragt. Die neugegründete jüdische Schule in Stuttgart hat mit dem heutigen Tage ihre Tätigkeit mit fünf Grund- .Schulklassen aufgenommen. Als Leiter der Schule bewährter Pädagoge, Dr. Emil Ool-' - -1- — i-' * berg, bestellt. Dr. Goldschmidt war Kabarett in den Spichernsälen Der Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens e. V. Berlin und der Reichsverband des Jüdischen Mittelstandes hatten zu einem unter der künstlerischen Leitung von Helga Jessen stehenden Kabarettabend eiiigeladen. Die Spichemsäle waren bis auf den letzten Platz besetzt, und die Stimmung des Publikums steigerte sich von Nummer zu Nummer. Camilla Spira und Ludwig Hardt liehen dem Programm nicht nur. die Anziehungskraft ihrer Namen', sondern auch die vollendete Kunst ihres Vortrags. Harry Hauptmann kommandierte den Flügel und ließ seine immer wieder gern gehörten Witze aus - den Tasten springen. Eugen Trans ky, auch vielen Synagogenbesuchern bekannt, erfreute mit seiner strahlenden Dr. Georg losepluohn Facharzt für Chirurgie Mualj-u.Kief8rchirurgie.>Plastik \jch^15 jähriger TjÜtelnU ah CharlbgJ Kantefraße 129 n/etfcrjfefawrt Dr. med. E. Schlesinger Val — 1 ■ Nobel. Stoffe, Einrichtungsgegenstände HällS SctinßidGr Ublandttraße 165-166 zw. Kurfürsfend.u.Lietzenburgei»tr. J 1 Biimaick SSIS Ufiaatet, Haßatett, Kino ACaf6 „TRIANON“ “7“ Inh. Börnstein, Bayerischer Platz 1 Auf der Terrasse und in den gesamten Räumen Mittwoch, 25. April, Nachm. 43°, Abends 83° Gr. EliteSommerModenschau SS£.tOäS‘m «. Mm. mm. Eintritt fiel! Gedeck RM.1. Hmtdkowbe fVtaBl!!as SonnabendaMOuml Sonntags 5.15 u. 930 Von-erk^Ugl. ab a r -r w-, , n u r Ansbacher Straße 46 A 1—1/ 1 # 4 ( (l Minute vom Wittenheigplatz) _ „ f\ fl KJ! Dos originellste Hofen- 99A Restaurant d. Westens Erstkiass. Küche — Grog-Stube — Ia Biere — Hamburger Hafenmusik — Seemanns-Songs PENSION ZIESCHE . 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Der Abend, dem man eine Wiederholung wünschen möchte und der für viele eine Entspannung m ernster Zeit bedeutete, war mit einer Begrüßungsansprache desTapezierer- ■- *v' - 1 e * :tzenden des Handwerkerk Kurfürstendamm 26o „MERKUR“ (rief marken-- Von der Reise zurück Dr. Muskat Facharzt f.Orthopädie Kurfürstenstraße 124 St. Josefs-Heilanstalt Berlln-Weissansat. .Garienstr. 1-5 Fernsprecher: E6 Weißensee 4066. Alle Arten' von Gemüts- und Geisteskrankheiten. Moderne Therapie. Entziehungen. Herrliche Parkanlagen. Chefarzt: Dr. A. Weninger Bei allen Krankenkassen zugelassen. Abends in das Wirtshaus „ZurgoldenenSonne"1 Wittenbergplatz 5/6 2 <9ftr Siatnrnftltto J Emser Lichtspiele am LudwickircMat^ Susanna Corso-Licht spiele Flüchtling wonChikago Residenz-Lichtspiele f"r'ETCqH T C h'EJN Minerva-Lichtspiele Dl* Caf6 Sdmeider Potsdamer Straße 99 GemOtltcher Aiifent_hat< Vonügt. Backwaren, gepft. Bier« Frühatücksnad Mlttagagedecke ^Kommandantenhof“ Konditorei u. caie Froimerg Inh. 6. 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