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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1913-01-01 · Heft 1 · page 17

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1913-1914
Issue
Heft 1
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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18 wurden auch mit Genehmigung der Behörde mit dem Unterricht in der Schule vertretungsweise beauftragt. Die Verwendung dieser beiden Hörren im Schuldienste war umso eiwünschter, als im verflossenen Schuljahre durch eine Reihe von Erkrankungen oder Beurlaubungen im Kollegiuni vielfache Vertretungen nötig wurden. Es mussten ihren Dienst aussetzen: Prof Schaf er (3 Tage), Prof. Biwer (4 Tage), Oborl. Harke (9 Tnge), Oherl. Grosse (2 Tilge), Dr. Mönch (5 Tage), Dr. Faser (0 Tnge), Dr. Süss mann (2 Tage), Leher (3 Ta-e), Dr. Kai k um (4 Tage), Jfarcus I (9 Tage), Dr. Marcus 11 (6 Tage), Stern (6 Tage), S t r a u s s (o Tage), Bode (3 Tage) und der Direktor (2 Tage). Auch die Herren Rektor B u c Ii Ii eist e r und Pastor Lang mussten an einigen Tagen beurlaubt werden. Schliesslich ist noch zu erwähnen, dass anlässlich des Geburtstages Sr. Köni^l, Hoheit des Herzogs Ernst August Herrn Dr. Biwer und dem Direktor der Professortitel verliehen wurde. 2. Mitteilungen aus dem Schulleben im jähre 1913/14. Bei Eröffnung dtis Schuljahres am J. April 1913 wurden 49 neue Schüler aufgenommen. Zur besseren Förderung der Herbst prüf Ii nge der U Ilr wurden diese von ihren jüngeren Mitschülern in Deutseh, Englisch und Mathematik gosonlert unterrichtet. Ebenso war die Quinta wegen der starkeu Besuchst ffer im Winter in allen wichtigen Lehrgegenstiinden in zwei Parallelklassen getrennt, — Der Unterricht erlitt ausser thtreh die festgesetzten Ferien und kirchlichen Feiertage eine Reibe von Unterbrechungen infolge der vaterländischen Festtage, Solche Tage sollen in dem Getni.e der Knaben einen nachhaltigen Eindruck zurücklassen, damit sie sich als Glieder de" deutschen Kulturgemeinschaft fühlen. In diesem Jahre waren ja der Momente so viele, in denen die jungen Herzen auf das engere und weitere Vaterland hingewiesen werden konnten. Da war es zunächst am 24. Mai der V e r m ä h 1 u n g s t a g Sr. Kgl. Hoheit des Herzogs Ernst August mit Ihrer Kaiserl, Hoheit der Prinzessin Viktoria Luise, an dem der Unterricht ausfiel. Am Tage vorher wurde in den Klassen die Bedeutung dieses Ereignisses als eines Unterpfandes für die Versöhnung zwischen dorn Weifen- und dem Hohenzollernhause hervorgehobon. Dann kam am 16. Juni d a s 25jUhrige R e gi e r u n gs jubiläu m Sr. Majestät des Kaisers, das am Vormittage durch einen Festakt in der Aula gefeiert wurde. Lieder des Schülerchors unter Leitung des Herrn Germer und Vorträge von Gedichten seitens einzelner Schüler wechselten miteinander ab, und Herr Professor Dr. Dannenberg hielt eine gehaltvolle Rede, in welcher er ein Lebensbild Kaiser Wilhelms entwarf und insbesondere seine Seilülerjahm und seine Friedensarbeit schilderte. Als Angedenken an diesen Tag wurde Paul Meinholds Buch ^Wilhelm II." folgenden vier Schülern überreicht: Max- S tein (Ullr), Otto Hirschfeld (U EIrpg), Ernst Gerbe» (0 Illr) und Richard Ritterbusch (0 Hlrpg). Am Nachmittage zogen die Schüler unter Leitung dos Herrn Oberlehrer Harke und unter Vorantritt der Stadt- und der Schülerkapelle auf den Spielplatz, wo eine Reihe von turnerischen Übungen ähnlich wie an dem traditionellen Schul fest — welches wir dieses Jahr nicht besonders feierten — dargeboten wurde. Vor allem erfreuten die Zuschauer die von Herrn Dr. Füser vorbereiteten und geleiteten Freiübungen mit Musikbegleitung. Des grossen Tages der Leipziger Schlacht wurde am Sonnabend, den 18. Oktober gedacht. Für die jüdischen Schüler fand im Tempel ein Festgottesdieest statt, worauf um

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