Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1904-1905
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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10 fortleben. — An der am Beerdigungstage, dem 19. Februar, im Sterbeliause veranstalteten Trauerfeierlichkeit, zu der sich, außer den Anverwandten zahlreiche .Freunde und Verehrer des Verstorbenen eingefunden hatten, nahm der Unterzeichnete als Vertreter der Schule teil und durfte ihm ehrende Worte des Gedächtnisses nachrufen. Kr entwarf ein Bild vom Leben und Wesen des hochgeschätzten Mannes und verband damit den Ausdruck des unvergänglichen Dankes, den die Schule seinem treuen, erfolgreichen und uneigennützigen Wirken schuldet. — Am 25. Februar vereinigten sich in der Aula der Anstalt Lehrer und Schuler noch zu einer besonderen Gedächtnisfeier, bei welcher der Direktor gleichfalls die Trauerrede hielt. Das Kuratorium besteht nunmehr aus dem geschalte führenden Mitgliede Herrn Rechtsanwalt Dr. Julius Jacobson in Berlin, Herrn Bankier August Jacobson in Hamburg und dem an Stelle des Verstorbenen gewählten Schwiegersohne des Felben, Herrn Justizrat Dr. JSmil Berend, Rechtsanwalt in Hannover. I * Auch das Lehrerkollegium hat durch, den am 3. September v. J, erfolgten I I Tod des Lehrers Hermann Wendt einen überaus schmerzlichen Verlust erlitten. I I Wie im vorjährigen Berichte (S. 12) mitgeteilt, war Herr Wendt am Vorabend seines I I 25jährigen Amtsjubiläums gleich nach Neujahr schwer erkrankt. Unter kundiger I I ärztlicher Behandlung schien im Frühling und Sommer seine Grenesung erfreuliche I I Fortschritte zu machen, als das Leiden plötzlich mit erneuter Heftigkeit auftrat und I I ihn dann in wenigen Tagen dahinraffte. — Von Neujahr 1879 an war er ununterbrochen I I als Lehrer für Deutsch, Naturkunde, Turnen, Handarbeit und Zeichnen an dar Jacobson- I I Schule tätig gewesen. Seine unermüdliche Pflichttreue und seine Erfolge in Erziehung I I und Unterricht erwarben ihm die Anerkennung seiner Vorgesetzten, die Hochachtung I I seiner Kollegen und den Dank seiner Schüler. Sein bescheidenes, einfaches Wesen} I I sein freundliches und stets dienstbereites Entgegenkommen machten ihn überall beliebt, I I und namentlich auf dem Gebiete der heimischen Naturgeschichte genoß er den Ruf I I eines hervorragenden Kenners. — Bei der seiner Beerdigung am 5. September vor- I ■ angehenden Gedächtnisfeier in der Aula der Anstalt schilderte der Unterzeichnete I I Leben und Charakter des seinem Wirken zu früh entrissenen Mannes und brachte I I seinen Verdiensten den schuldigen Dank der Schule dar. Dann geleitete die gesamte I I Schulgemeinde die irdischen Reste des tief betrauerten Lehrers zur letzten Ruhestätte. I I Sein Andenken wird unter uns stets lebendig bleiben. I Für den im Frühjahre 1903 verstorbenen Oberlehrer Dr. Münzer ist nunmehr der wissenschaftliche Lehrer Herr A. Harke fest angestellt. Arthur Harke, geboren den 26. Oktober 1871 zu Salzdahlum, vorgebiliMS auf dem Herzogl. Gymnasium zu Helmstedt, widmete sich dem philologischen Studium auf der Universität Göttingen. Nachdem er am staatlichen TurnlehrerMdungskursus in Halle a. S, teilgenommen hatte, erwarb er sich in der daselbst am 10. und 11. Marz 189S abgehaltenen Prüfung die Befähigung als Turnlehrer. Vor der Herzogl. Kommission zur Prüfung der Kandidaten des