Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1899-1900
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1899-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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11 tagen dos III. Quartals aussetzen. In beiden Fallen gelang es, dank dem Entgegenkommen der übrigen Kollegen und mit Hilfe einiger Kombinationen, ohne Heranziehung einer besonderen Hilfskraft Ersatz zu schaffen und den Unterrichtsbetrieb ohne wesentliche Störung fortzuführen, Im übrigen waren wahrend des ganzen Schuljahres nur wenige und kurze Beurlaubungen von Lehrern aus GesundL.eit.-s- oder sonstigen Rücksichten erforderlich. Herr A. Pickf welcher seit dem Sommer 1878 den Alumnen der Anstalt Musikunterricht erteilt hat, musste seines hohen Alters wegen mit Schluss des Sommerhalbjahres diese Thätigkeit aufgeben. Dem ihm für seine hingjährigen treuen Dienste gebührenden Dank hat das Kuratorium durch Bewilligung eines entsprechenden Ruhegehalts Ausdruck gegeben; an seiner Stelle hat Herr Lehrer Wilhelm Grermer, bis dahin in Oker, die Erteilung des privaten Musikunterrichts an unsere Alumnen übernommen. 2. Unterriehtsbetrieb. Eine Änderung ist nur insofern getroffen, als in Quinta vom Beginn dieses Schuljahres an entsprechend dem Lehrplan I)1 dem Deutschen und den Geschichtserzählungen fünf, dem Rechnen vier Stunden zugewiesen sind; ebenso soll im nächsten Schuljahre in Tertia Deutsch vier, Rechnen und Mathematik zusammen nur fünf statt bisherigen drei bezw, sechs Stunden wöchentlich erhalten. 3. Mitteilungen über Beginn und Sehluss der Schule u. a. Die mündliche Reifeprüfung zu Ostern 1809 fand vom G. bis D.Februar statt. Herzoglicher Kommissar war Herr Schulrat Prof. D. Dr. Koldewey aus Braunsenweig; 21 Schüler bestanden sie. — Bei der mündlichen Reifeprüfung im Herbst am 7. und 8. September führte derselbe Herr Schulrat den Vorsitz als Herzoglicher Kommissar; sie wurde von 13 Schülern bestanden. — Zu Ostern d, J. wurde die mündliche Reifeprüfung am 7. und 8. März unter dem Vorsitz des als Herzoglichen Kommissars fungierenden Herrn Gymnasial dir ektors Prof. Dr. Brandes aus Wolfenbüttel vorgenommen; 22 Prüflinge konnten als reif erklärt werden. Der Schluss des Schuljahres 1898/99 geschah am 24. März: das neue Schuljahr wurde am IL April eröffnet. Die Ferien waren die im vorjährigen Berichte S. 19 und 20 angegebenen. Im ersten Vierteljahre hielt am 8. Mai zur Nachfeier des auf den vorangehenden Sonntag fallenden Geburtstages des Prinzregenten Herr Dr. Schlesinger die Festrede. Der schulfreie Nachmittag wurde zu einem gemeinsamen Ausfluge nach Lautenthal benutzt. — Am 15. Mai und während der beiden ersten Vormittagsstunden des 16. Mai wurde des jüdischen Wochenfestes wegen der Unterricht ausgesetzt. — Der Frühj ahrsaus f lug der Schule wurde am 6. und 7. Juni unternommen; am ersteren fuhr die Mehrzahl der Schüler der Klassen I bis III nach Rottlebe rode; sie wanderten dann durch das Tyrathal über Stollberg und die Josephshöhe nach Harzgerode. Am zweiten Tage fuhren sie mit der Eisenbahn nach Hasselfelde und wanderten von hier nach Rübeland, um daselbst mit den übrigen Schülern, die am frühen Morgen von Seesen nach Wernigerode gefahren und dann zu Fuss hingekommen waren, zusammenzutreffen. Nachdem alle Klassen abteilungsweise die Hermannshöhle besucht hatten, wurde der Rückweg durch das Mühlenthal mit Rast im Christianenthal nach Wernigerode angetreten, von wo die