Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1898-1899
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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14 ausgesetzt werden. — Der Nachmittag des Sedantages wurde zu einem Ausfluge nach Grund benutzt; hinwärts wurde die Eisenbahn bis Gittelde benutztj der Rückweg wurde ganz zu Fuss zurückgelegt. — Wegen des jüdischen Neujahrsfestes wurde der 17, September , wegen des VersÖhnungst-ages der 26, September freigegeben. -— Im IV, Vierteljahre hielt am Geburtstage des Kaisers, am 27. Januar, Herr Oberlehrer Dr. Münzer die Festrede. — Am 18. Februar gab die Philharrnonia im Speisesaale des Alumnates eine musikalische Abendunterhaltung, der aAich viele eingeladene Gäste aus der Stadt beiwohnten und mit sichtlichem Interesse folgten. Der Gesundheitszustand der Schüler war während des ganzen Schuljahres ein recht befriedigender; von ernsteren epidemischen Krankheiten blieben wir gänzlich verschont. Trotzdem haben wir den Tod zweier hoffnungsvoller Stadtschüler zu beklagen, den des Quartaners Otto Bodenstein aus Langelsheim (23. Juni 1898), und den des Primaners Erich Fuhrmann aus Bornhausen (27. September 1898), Jener verstarb im Elternhause nach längerem Krankenlager; dieser in Hahnenklee, wo er vergeblich Heilung von einem bösartigen Lungenleiden gesucht hatte. Lehrer und Mitschüler bewahren beiden ein freundliches Angedenken; möge dies den schwer betroffenen Eltern ein kleiner Trost seint 4. Leben im Alumnate. Hier sind nennenswerte Änderungen nicht eingetreten. Wie früher erteilte Herr Wen dt Handarbeitsunterricht in drei je dreistündigen Abteilungen (Papp-, Schnitz- und Hobelarbeiten). — Auch die Einrichtung, dass der Zahnarzt Herr Altrogge aus Goslar in jedem Halbjahre einmal sämtliche Schüler hinsichtlich des Zustandes ihrer Zahne untersucht, ist beibehalten und hat sich wiederum als höchst zweckmässig bewährt. 5. Neubauten* Nachdem bereits vor 10 Jahren das jetzige grosse Alumnatsgebäude errichtet ist, hat das Curatorium Ostern v. J. auf Antrag des Direktors beschlossen, noch einige Neubauten vorzunehmen und dadurch allen Anforderungen, die an eine Anstalt wie die Jacobson- Schule in baulicher Hinsicht gestellt werden können, zu entsprechen. Yor allem genügte die bisherige Turnhalle nicht mehr in Grosse und Ausstattung; sodann machte sich der Uebelstand, dass die in den letzten Jahren neu gebildeten 4 Klassen ausserhalb des eigentlichen Schulhauses an verschiedenen Stellen des Alumnats gebäudes untergebracht waren und dass ein besonderer Zeichensaal sowie ausreichende Räume für die naturwissenschaftlichen Sammlungen fehlten, immer fühlbarer; endlich mangelte'es für den Fall ansteckender Krankheiten unter den Alumnen an isolierten geeigneten Krankenzimmern. Um alle diese Ansprüche zu befriedigen, ist das alte Nebengebäude im Westen des Schulgrundstücks, das in sich Turnhalle, Waschhaus und Reservekrankenzimmer vereinigte, niedergelegt. Statt seiner ist ein neues Nebengebäude im Südwesten errichtet, das einerseits Waschküche, Plattstube etc., anderseits völlig getrennt davon und mit besonderem Eingang, 3 Krankenstuben nebst Badezimmer und anderen Nebenräumen enthält. Im Nordwesten erhebt sich die neue Turnhalle, die, um zugleich bei grösseren Schulfestlichkeiten als Festsaal dienen zu können, auf der südlichen Schmalseite mit einer Bühne und Nebenräumen verbunden ist. Im Laufe des nächsten Sommers wird sie vollendet sein und ihrer Bestimmung übergeben werden können. Inzwischen hat uns die hiesige Bürger-Schützen-