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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1892-01-01 · Heft 1 · page 24

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
1892-1893
Issue
Heft 1
Date
1892-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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begann am 4. August. Der ausser gewöhnlichen Hitze wegen nmsste,, wie - schon früher am 27. Mai, so jetzt vom 19. bis 23. August1 der Nachmittagsunterricht ganz ausgesetzt, werden. Am .16. September bestanden 4 Primaner die unter Vorsitz des Herzoglichen Kommissars, Herrn... Pastors.,. D. Skerl aus Braun schweig . abgehaltene mündliche Keifeprüfung; am 17. September wurden sie entlassen. — Die Herbstferien währten vom 29. September bis 17. October, die Weihnachtsferien vom 21, December bis 4. Januar d. J.. — Bei der Feier von Kaisers Geburtstag am 27. Januar hielt, Herr Dr. Schäfer die Ansprache. Der Gesundheitszustand der Lehrer war während des ganzen Schuljahres ein günstiger, , sodass längere Vertretungen erkrankter Kollegen, überhaupt nicht erforderlich wurden. Unter den Schülern traten nur ganz vereinzelte Falle von Scharlach und Diphtheritis auf. die im allgemeinen schnell und günstig verliefen. Um so grösser war unser Schmerz, als uns der Stadtschüler Heinrich Müller aus Düderode (Kl. V) am 17. Januar d. J. von der Diphtheritis entrissen wurde. Erst seit Ostern v. J. in unsere Schule eingetreten, hatte er sich durch musterhaftes Betragen, sehr guten Fleiss und dem entsprechende Leistungen schnell die besondere Liebe seiner Lehrer erworben. Die besten Hoffnungen konnten wir auf die weitere Entwicklung dieses vortrefflichen Schülers setzen; sie sind nun jählings abgeschnitten. Noch lange werden Lehrer und Schüler ihm ein ehrendes liebevolles. Gedenken bewahren. -:t: : 4, Haushaltung des Alumnats. : ■■:,•■■>" i^p^p Eine neue Zierde hat der Speisesaal des Alumnats durch eine vom Bildhauer Begas modellierte Büste des Kaisers Friedrich III., die Herr Heinrich Lion in Frankfurt a./M. zum Beginn des Winterhalbjahres der Schule schenkte, erhalten. Dem freundlichen Geber sei auch an dieser Stelle dafür der warme Dank der Anstalt ausgesprochen. In dem häuslichen Leben unserer Alumnen ist keine erwähnenswerte Aenderung gegen früher eingetreten. Von den Schülervereinen (Palästra, Philharmonia, Turnverein, stenographischer Verein, Cricketklub) veranstaltete wiederum die Philharmonia am 10. December im Weibergschen Saale eine musikalisch-theatralische Abendunterhaltung zum Besten des Braunschweiger Pestalozzi-Vereins. Lebhafter Beifall des zahlreich erschienenen Publikums und eine ansehnliche dem guten Zweck überwiesene Einnahme belohnten die jugendlichen Spieler. Der seit 1890 eingeführte Unterricht in der Knabenhandarbeit wurde fortgesetzt. In der Püngstwoche fand in Frankfurt a. M. der XL deutsche Kongress für erziehliche Knabenhandarbeit statt. An diesem nahm unser Kollege Herr Wendt als Leiter dieses Unterrichts an der J.-Sch. teil, und bei der mit dem Kongress verbundenen Ausstellung waren auch die verschiedenartigen Erzeugnisse unserer Werkstatt in wohlgeordneter Sammlung und reicher Auswahl vertreten. Die Zahl der Teilnehmer an diesem Unterricht betrug durchschnittlich: a) Hobelbank 10j b) Papparbeit und Kerb schnitt je 15—18. Jedem Fach wurden wöchentlich 3 Stunden gewidmet. Ausserdem wurde in 3 wöchentlichen Stunden allen Hausschülern Gelegenheit .geboten, die Geräte der Werkstatt zu benutzen, um die in der schulfreien Zeit selbständig gefertigten Arbeiten zusammenzusetzen und zu-vervollständigen, und zerbrochene Sachen, "wie Federkasten, Schachbretter etc.. sowie schadhafte Bücher, wiederherzustellen. Neu angeschafft ist ausser einigem Handwerkszeug und dem nötigen Material der „Kate^ chismus des Handfertigkoits-Unterricktcsü von Dr. W. Götze, ~. ^.,Lv -:,. ,;r :^i<fäf£T Der von den Pensionären zu. entrichtende Beitrag konnte etwas ermässigt werden.; - fclf die Teilnahme an der Hobelbank wurden zuletzt im Winterhalbjahr 20 Mk., für die. an Pajjjr ■ arbeit und Schnitzerei je 10 Mk, gezahlt.

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