Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1892-1893
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1892-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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6. September 1892. H. Ob er-Schal -Kommission bestimmt, dass die Schüler aller Klassen wöchentlich entweder 3 Stunden im Turnen oder aber 2 Stunden im Turnen und 2 Stunden in Turn spielen zu üben sind, dass die Teilnahme daran wie auch am Singunterricht und Chorsingen allgemein verbindlich ist und Befreiung nur auf Grund ärztlicher Zeugnisse und in der Regel auf nicht länger als ein halbes Jahr stattfinden kann. 9. September 1893. H. Ober-Schul-Kommission gibt Kenntnis von einer Verfügung des Herzgl. Staatsmini sterinms betreffs Verfahrens beim Auftreten der Cholera- . . ,(, 15, November 1892. H. Ober-Sehul-Kommission bestimmt die Massregeln, deren Ergreifung zur Ve r hü tung einer Verbreitung ansteckender Krankheiten durch Schulen geeignet erscheint. Danach sind mit Scharlach oder Kachenbräune (Diphtheritis) behaftete Schüler zum Schulbesuch erst dann wieder zuzulassen, wenn sie eine ärztliche Bescheinigung vorlegen; dass eine Gefahr der Ansteckung nicht mehr vorhanden ist; dasselbe gilt von nichterkrankten Schülern aus Familien, in welchen Kranke mit Scharlach oder Rachen-braune sich befinden. 23. Januar 1893. H. Ob er-Sohul- Kommission übersendet 15 Sonder ab drücke der neuen „Ordnung für die Reifeprüfungen an den höheren Schulen und Ordnung für die Abschlußprüfungen nach dem 6. Jahrgange der nennstufigen höheren Schulen des Herzogtums Braun schweig" vom 7. d. M. 26. Januar 1893. H. Ober-Schul-Kommission heisst die Errichtung einer neuen Lehrersteile, an der J.-Sch. zum Behuf der Ermöglichung fernerer Klassenteilungen gut und genehm migt die Uebertragung dieser Stelle an den Dr. phil. Cr. Möhrmann aus Friedland i/M. vom Beginn des nächsten Schuljahres an. . . 8. Februar 1893, H. Öber-Schul-Kommisskm genehmigt den vom Direktor eingereichten Lehrplan der J.-Sch. r < 14. Februar 1893. H. Ob er-Schul-Kommission genehmigt die Berufung des Kandidaten Lt Steffier zu Aurich an Stelle des zu Ostern ausscheidenden ordentlichen.Lehrers W. Buertie, I "i J r _, r^n^ •jv: . ■ :r.-rjy. .;. ■: ■■;'::; ■.- .r i ::r - ^■^iüo::^^*'>',.h: -'r. l - \ .■ 7 ' ^.v'.i : "'V '■' '. v:' :; ' III. Chronik der Schule. -' e \ rr r ■ - j _■ ■ ■ . ■,' - "•' 1 Kuratorium und Lehrerkollegium. V . Jenes besteht unverändert aus den Herren Iiuäolf Jacobson, ■ Amtsgerichts rat Prof. Dr. Bnbo und"Rechtsanwalt Di\ jur. J. Jacobson , sämtlich in Berlin wohnhaft. Dieses hat sich insofern verändert, als mit Schluss des vorigen Schuljahrs der bisherige ordentliche Lehrer Herr Dr. G. Fass ausschied, um einem Huf an das Realgymnasium zu Halberstadt zu folgen; Während seiner dreijährigen hiesigen Thätigkeit hat Herr Dr. Fass sich als ein .ebenso gewissenhafter und energischer, wie seinen Schülern wohlwollender Lehrer bewährt; in Schule und Alumnat hat er mit gleichem Erfolg gewirkt. Nur ungern haben wir uns von dem tüchtigen Mitarbeiter getrennt. An seine Stelle ist Herr Dr. Biwei\ bisher Lehrer an einem 'Privatinstitut in Strassburg i. E./ getreten*). ' . 1 *) Jean-Pierre Biwer, geb. den 11. Sept. .1860 zu Remich. Grossberzogtum Luxemburg, besuchte vom Qkt* 1873 bis Okt. 1881 das Äthenaeum in Luxemburg; er studierte in Löwen klassische, in Boen und Strassburg i.JE.- moderne Philologie. Ostern 1886 bestand er zu Löwen das erste/ Oktober 1836 das zweite Doktorat der" l*hilosopMe -undPhilologie:' Vom Januar 1887 ab war er als Visserisckaftlicher -Lehrer an 'der F. Ktiuen'sehen MilitärvorbereituDgsschule in Strassburg i, E/ thätig, bis zu seiner Berufung-Jän^die Jäcobsän-Schulie Ostern 1892.::