Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- 1889-1890
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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25 4) Die Arnheim-Stiftung (begründet 1885 zur Unterstützung; abgehender bedürftiger Schüler, vergh Programm 1889 pag, 20) erhielt von Herrn Hermann Kahn in Frankfurt eine Spende von Mk. 100, von Herrn L. Alsbergin Bonn 30 Mk., ferner bei Eintritt ihrer Söhne in die Schule von den Herren C, C. in B. Mk. 20, C. Meutken in Cöln Mk. 10, B. Haas in Frankfurt a. M. Mk, 15 und von Frau Oberamtmann Lodemann in Liebenburg a. H. Mk. 5, — Das angelegte Kapital hat am 1, Januar 1890 einen Nominalwert von Mk. 2000(1889: 1700} und besteht aus: 1) Mk. 1500 4% Schwedischen Pfdbrf. von 1878. 2) „ 200 4 °/o Preussischen Consols. 3) „ 30b 3V2 % Schwedischen Pfdbrf. von 1886. Dazu kommt ein Barbestand von Mk, 56.85 am 1. Januar 1890. — Mit dem Ausdruck unseres herzlichen Dankes für obige Zuwendungen verbinden wir die wiederholte dringende Bitte an unsere ehemaligen Schüler und Zöglinge, sowie an die Angehörigen unserer jetzigen Schüler und sonstige Freunde der Anstalt, zukünftig in noch erhöhtem Grade durch freiwillige gelegentliche Spenden zur Vergrösserung der beiden letzten Stiftungen beizutragen. Sie bilden eine höchst notwendige Ergänzung der schon bestehenden wohlthätigen Einrichtungen unserer Schule, sind aber noch weit entfernt, mit ihren bisher verfugbaren Mitteln ihren Zwecken zu entsprechen. Noch immer müssen wir alljährlich eine grosse Zahl wohl befähigter Bewerber aus armen aber würdigen Familien zurückweisen, weil wir mit den bisher verfugbaren 40 Freistellen nur einen Teil der fortwährend zunehmenden Menge von Gesuchen um solche berücksichtigen können; und noch immer erhebt sich beim Abgang von Freischülern, die durch Fleiss und Wohlverhalten sich die Liebe ihrer Lehrer erworben haben und wie in der Schule auch im Leben tüchtige Leistungen von sich erwarten lassen, gar oft die schwere Frage, wie lassen sich für diese die notwendigen Erhaltungsmittel während der ersten Jahre der Vorbereitung auf den zukünftigen Lebensberuf beschaffen. Gar mancher wird dann durch die Not in eine Lehre getrieben, die weder seinen Tüchtigkeiten und Kenntnissen noch seinem Streben entspricht; was die Schule Gutes gestiftet hat, geht dann im materiellen Kampf ums Dasein leicht wieder zu Grunde. Dies nach Kräften zu verhindern, sollte sich jeder Freund der Jacobson-Schule angelegen sein lassen; es findet sich im Leben gar mancher Anlass, um diese Gesinnung zu bethätigen. Wir werden wie bisher jede Gabe gern entgegennehmen und an dieser Stelle fernerhin darüber quittieren. VIII. Benachrichtigungen. a) Das neue Schuljahr beginnt Dienstag, den 15, April 1890, vormittags 8 Uhr. b) Als Aufnahme- und bezw. Prüfungstermin für neu eintretende Hausschüler ist Montag, der 14. April, von 8 Uhr vormittags an, festgesetzt. c) Nach der von HerzogL Ober-Schul-Kommission genehmigten Ferienordnung wird das Schuljahr 1890/91 folgende Ferien haben: 1) Osterferien: Die Schule schliesst am 29. März, beginnt am 15. April. 2) Pfingstferien: Die Schule schliesst am 23. Mai, beginnt am 29. Mai. 3) Sommerferien (während welcher alle Hausschüler ausnahmslos die Anstalt zu verlassen haben): Die Schule schliesst am fc, Juli und beginnt am 7. August. 4} Herbstferien: Die Schule schliesst am 22. September und beginnt am 9. Oktober.