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Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz · 1871-01-01 · von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871) · p. Seite 27

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Journal
Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
Volume
von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871)
Date
1871-01-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
German
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IRI
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27 daß dieser seinen Geist aufgab. Beide Helden hatten in engem Vereine des Gegners Macht gebrochen. Auf solche Meise sollten stets Edclinge einander bcistehn in ihrer Bedräugniß! Alsbald indessen fing an die Wunde zu schwären und zu schwellen, welche ihm der unterirdische Drache geschlagen hatte, und der Held empfand in der Brust des giftigen Geifers verheerende Wirkung. Ermattet setzte er sich anfeinen Stein an der Bergwand und überschaute von hier des Niesen Werk; gewaltige steinerne Bogen trugen das Gewölbe der Höhle. Der Jüngling labte den kampfmüdcn, blutübcrlaufencn Helden mit Wasser und löste den Helm ihm; doch diesem blieb eS nicht verborgen, daß die Wunde todbringend sei und die Zahl seiner Tage zu Ende gehe. Schenken hatte ich meinem Sohne wollen, so sprach 8er Held, meine Waffengewande, aber eilt Leibcserbe blieb mir versagt. Fünfzig Jahre waltete ich der Herrschaft und keiner der umwohnenden Fürsten wagte es, mich mit Heeres kraft heimznsu chcn. In der mir zngemessenen Lebenszeit achtete ich auf das Meinige, übte nicht Arglist, noch schwur ich jemals Eide mit Unrecht. Da ich sterbe, gewährt es mir reichen Trost, daß ich niemals meine Verwandten durch Mord geschädigt habe. Du aber, theurer Wiglaf, eile nach dem Gvldhort, dessen Hüter todt hingestreckt ist, und lasse mein Auge, bevor eS bricht, stch erlaben au dem lichten Glanze der prächtigen Kleinode. Ungesäumt gehorchte Wiglaf dem Worte des verwundeten Herrn. Und wie er einging zur Höhle, sah er viel des gleißenden Goldes lagern ans dem Grunde, Krüge und Helme und Spangen und andere Schätze, wie sie in solcher Fülle kein Volk aus Erden besitzet. Eil» güldenes Banner erschaute er auch, welchem ein Lichtglanz eutstrahlte, davon der ganze Raum erleuchtet war. Es entführte der Jüngling, was er zu tragen vermochte; ec nahm das leuchtende Banner und ein eisernes Schwert mit eherner Scheide. Obwol er sonder Säumniß sein Werk vvllsührtc, damit er der Webern Fürst noch am Leben anträfe, fand er ihn, als er znrückkehrte, blutend am Boden und ohne Bewußtsein. Abermals besprengte er ihn mit Wasser; der Greis erwachte noch einmal zum Leben und sprach, als er die Schätze erblickte: Dem

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